Trick in Covid-19-Pandemie

Mundschutz: Brille beschlägt wegen Coronavirus-Maske - diese Tipps helfen

Brillenträger haben es mit Mundschutz nicht einfach.
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Brillenträger haben es mit Mundschutz nicht einfach.

Vielen Menschen beschlägt beim Tragen einer Mundschutz-Maske die Brille. Wir verraten, welche Tricks in Zeiten des Coronavirus helfen.

  • Nun ist der Mundschutz Pflicht in NRW und viele Menschen haben sich damit bereits abgefunden oder befürworten die neue Regel.
  • Allerdings gibt es für Brillenträger einen entscheidenden Nachteil: Die Brille beschlägt mit dem Mund-Nasen-Schutz und die Sicht ist vernebelt.
  • Wir haben einige Tipps zusammengestellt, damit die Sicht auch trotz Maskenpflicht in der Coronavirus-Krise frei bleibt.

Nordrhein-Westfalen - Jetzt ist er Pflicht: der Mundschutz. Und schon jetzt ist der Mund-Nasen-Schutz für viele sogar zum Fashion-Piece avanciert. Verschieden Farben, Muster und Drucke lassen für einen Moment vergessen, warum wir die Masken überhaupt tragen müssen. Aber ein Problem gibt es. Brillenträger haben mit der Maske weniger Durchblick als sonst.

Maskenpflicht wegen Coronavirus vernebelt Brillenträgern die Sicht

Sobald die Maske Mund und Nase bedeckt, schwindet die Sicht bei Brillenträgern. Die Brille beschlägt und wir fühlen uns in den Winter zurückversetzt, in dem jeder heißer Glühwein, jeder Tee und jedes Betreten eines Geschäftes kurzzeitig die Sicht vernebelt.

Das liegt an der warmen Atemluft, die nun nicht mehr geradeheraus entweicht, sondern entlang der Mundschutz-Öffnungen - eben auch nach oben, eng an den Brillengläsern vorbei. Die Feuchtigkeit der warmen Atemluft kondensiert an den kühleren Brillengläsern und wir sehen nur noch Nebel.

Mit diesen Tricks beschlagen die Brillengläser nicht mehr

Coronavirus: erst der Mundschutz, dann die Brille - so beschlagen die Gläser nicht

Da die Maske in Geschäften und öffentlich Verkehrsmitteln aktuell in NRW Pflicht ist (alle aktuellen Infos zur Corona-Pandemie im NRW-Live-Ticker), kann das auf Dauer ziemlich nervig werden - vor allem, weil derzeit nicht klar ist, wie lange wir mit den Mundschutz-Masken leben müssen.

Die einfachste Lösung für das nervige Problem: Erst die Maske aufsetzen, dann die Brille. Dabei wird die Brille auf die Schutzmaske gesetzt. So wird der Stoff der Maske dichter an das Gesicht gepresst und weniger Atemluft entweicht nach oben an die Brillengläser

Dabei muss nur darauf geachtet werden, dass das Sichtfeld durch die Maske während der Coronavirus-Krise nicht zu sehr beeinträchtigt wird - denn sonst sehen wir wieder einmal nichts. Den gleichen Effekt hat ein eingenähter Metallbügel in dem Mund-Nasen-Schutz.

Brille einseifen: So bleibt die Sicht trotz Mund-Nasen-Schutz wegen des Coronavirus klar

Ein weiterer Trick, der im Internet herumgeistert: Die Brille einseifen. Dazu muss ein wenig Seife oder Spülmittel auf der Brille verteilt und einpoliert werden - dabei wird allerdings komplett auf Wasser verzichtet.

Durch die Seifenschicht auf der Brille, hat der Wasserdampf aus der Atemluft weniger Chance sich auf den Brillengläsern abzusetzen. Somit ist eine beschlagene Sicht passé. Dieser Trick sollte allerdings nicht zu oft bei entspiegelten Gläsern angewendet werden, sie sind empfindlicher und könnten auf Dauer beschädigt werden.

Coronavirus Brille beschlägt mit Schutzmaske - Speichel hilft!

Ein weiterer - etwas unkonventioneller - Trick ist Speichel. Hobby-Tauchern ist dieser Geheimtipp wahrscheinlich schon bekannt, der oft bei Taucher- und Schwimmbrillen angewandt wird.

Im menschlichen Speichel sind Enzyme und Eiweiße enthalten, die eigentlich dafür da sind, Nahrung geschmeidig durch die Speiseröhre zu transportieren. Auf den Brillengläsern bildet der Speichel einen Protein-Schutzfilm, an dem die Wassertröpfchen aus der Atemluft einfach abperlen.

Video: Das muss bei der sicheren Anwendung und Reinigung beachtet werden

Wer partout nicht auf seine Brille spucken oder sie einseifen möchte, kann auf Anti-Beschlag-Sprays zurückgreifen. Die Sprays sind in den gängigen Online-Warenhäusern oder beim Optiker zu bekommen und können temporär verhindern, dass die Brille beschlägt. In der Regel hält der Effekt um die 72 Stunden an (mehr Service-Artikel auf RUHR24.de). 

Mundschutzmaske: Sind Visiere eine Alternative?

Und da immer mehr Menschen wohl Probleme mit dem Atmen haben, wenn sie eine Mundschutzmaske tragen, tauchen zunehmend Alternativen auf. Zum Beispiel ein Visier aus Acrylglas - doch leider ist das beim Coronavirus keine wirkliche Alternative zur Mundschutzmaske. Im Gegenteil: Die Visiere bieten eine viel höhere Gefahr einer Tröpfcheninfektion als ein textiler Mundschutz. Da die Kanten des Visiers nicht komplett um Mund und Nase abschließen, ist kein gleichwertiger Schutz gegeben.