Briefe und Pakete versenden

Deutsche Post hat Bestell-Problem: Kunden bekommen bezahlte Ware nicht

Kunden der Deutschen Post können mittlerweile vieles online bestellen. Doch aktuell kommt die Bestellung nicht an.

Dortmund – Briefmarken zu kaufen, ohne dafür in eine Filiale zu gehen, ist längst keine Seltenheit mehr. Wer Briefe oder Pakete versenden möchte, kann sich Frankierungen ganz einfach online bestellen. Diese werden dann in der Regel per E-Mail versendet, doch momentan scheint es dabei Schwierigkeiten zu geben – obwohl das Unternehmen auch zu Ostern mit diesem Service wirbt.

UnternehmenDeutsche Post AG
Gründung2. Januar 1995
Umsatz81,75 Milliarden Euro

Deutsche Post hat Probleme mit Online-Bestellung: Kunden erhalten bezahlte Ware nicht

Auf der Website der Deutschen Post und in der App bietet das Unternehmen seinen Kunden zahlreiche Versandoptionen an. Nach dem Zahlvorgang erhalten Verbraucher zügig ihren entsprechenden Code per E-Mail. Dieser dient als Briefmarke und muss nur noch auf den Brief oder das Paket geklebt und weggebracht werden (mehr Digitale-News* auf RUHR24).

Auf Twitter sollen sich nun nach Angaben von inside-digital.de allerdings immer mehr Nutzer über diesen Service ärgern. Erst kürzlich gab es bereits Neuerungen bei DHL, die einigen Nutzern nicht gefallen haben*. Jetzt erhalten Kunden der Deutschen Post nach dem Bezahlen keine Ware und können ihre Pakete somit nicht versenden.

Nach Angaben der Käufer könne der Kundenservice der Deutschen Post allerdings nicht weiterhelfen. Der Bestellvorgang wird somit nicht storniert, das Geld wird nicht erstattet und auch der Briefmarken-Code wird nicht nachträglich versendet.

Deutsche Post: Kunden erhalten Ware nicht – Problemlösung trotzdem nicht in Sicht

Selbst wenn dieser noch ankommen sollte, wäre es nach spätestens 14 Tagen schon zu spät. Denn nur so lange ist die digital gekaufte Briefmarke nutzbar, bevor der Code verfällt. Das gezahlte Geld ist somit weg und die Kunden müssen sich im Zweifel gleich nochmal eine Briefmarke für das Versenden kaufen. Für Betroffene bedeutet dieser Vorfall zusätzliche Kosten.

Nach Angaben auf Twitter soll in vielen Fällen nicht einmal eine Fehlermeldung angezeigt werden. Der Abbuchungsprozess erfolgte somit ohne Hinweise, dass ein Problem vorliegt. Genauere Informationen zu dem technischen Fehler gibt es bislang nicht. Doch auch schon vor dem Briefmarken-Problem kam es bei DHL und der Deutsche Post zu Verspätungen bei der Lieferung von Paketen*.

Deutsche Post: Deshalb ist die Online-Bestellung bei Kunden so beliebt

Abgesehen von dem aktuellen Fall, ist die Online-Briefmarke bei den Kunden allerdings sehr beliebt. Ende 2020 hat die Deutsche Post die Zusendung per SMS eingestellt, sodass der Code nur noch per Mail verschickt wird. Für Kunden hat dies den Vorteil, dass die zusätzlichen SMS-Kosten wegfallen.

Kunden der Deutschen Post erhalten ihre Ware aktuell nicht.

Seit Dezember 2020 bietet die Deutsche Post stattdessen die „Mobile Briefmarke“ als Nachfolgerin an. Per App sollen Kunden nun einen Code erhalten, mit dem der Briefumschlag oder die Postkarte beschriftet wird. Auch dieser soll als Briefmarkenersatz dienen. Bei dieser Methode zahlen Kunden ebenfalls online, doch ob es auch dabei Probleme mit dem Erhalt der Ware gibt, ist offen.

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