Schockierende Ergebnisse

Bodylotion im Test: Öko-Test findet kritische Stoffe – bekannte Marken fallen durch

Stiftung Warentest: Zwei Cremes schneiden im Test schlecht ab.
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Mehrere bekannte Marken fallen bei Öko-Test durch.

Öko-Test hat Bodylotions und Körpercremes untersucht und das Ergebnis überrascht. Denn mehrere bekannte und beliebte Marken fallen bei dem Test durch.

Nordrhein-Westfalen - Wenn es kühler wird, nutzen mehr Menschen verstärkt Bodylotions und Körpercremes um gegen trockenere Haut vorzubeugen. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat diese mal genauer unter die Lupe genommen und getestet.

MagazinÖko-Test
Auflage103.809 Exemplare
VerlagÖKO-TEST AG (Deutschland)
ChefredakteurHans Oppermann
BeschreibungVerbrauchermagazin

Öko-Test: Bodylotions sollen der Haut Feuchtigkeit spenden

Bodylotions sind dazu da, der trockenen Haut mehr Feuchtigkeit zu geben und so vor dem weiteren Austrocknen zu bewahren. Im Test kam jedoch heraus, dass Bodylotion nicht gleich Bodylotion ist und nicht alle unbedingt empfehlenswert sind.

Insgesamt hat Öko-Test 46 Bodylotions getestet und analysiert, darunter waren 19 zertifizierte Naturkosmetik-Produkte. Die meisten sollen besonders für trockene Haut geeignet sein. Mit dabei sind Produkte aus allen Preisklassen: Von 46 Cent bis hin zu 36 Euro je 200 Milliliter Creme. Im Test wurden die Produkte auf die Korrektheit der Angaben und unerwünschte Stoffe, wie Silikone, Parabene und Duftstoffe, geprüft (mehr Service-Artikel auf RUHR24.de).

Mehrere kritische Stoffe in Bodylotions: Acht Produkte fallen deswegen durch

Der Test hat gezeigt, dass in einigen getesteten Hautpflege-Produkten Mineralölbestandteile, sowie der umstrittene Duftstoff Lilial stecken. Lilial wird nachgesagt, er würde die Fortpflanzung stören und könnte für Asthmatiker gefährlich sein. Zusätzlich wurden im Labor-Test in drei Bodylotions Paraffine gefunden. Paraffine werden aus Erdöl hergestellt und können das Fett-Gleichgewicht der Haut stören.

In sieben Körpercremes hat Öko-Test Polyethylenglykole gefunden. Sie verbinden Wasser mit Fetten, stehen aber auch in der Kritik dafür die Haut durchlässiger für Fremdstoffe zu machen. Insgesamt sind acht Bodylotions alleine wegen kritischer Inhaltsstoffe komplett durchgefallen.

Test-Sieger von Öko-Test: Diese Lotionen sind durchgefallen

Öko-Test zeigt: In der Regel kann mit Naturkosmetik nichts falsch gemacht werden. Denn alle Naturkosmetik-Produkte im Test haben mit der Note „sehr gut“ abgeschnitten. Grund dafür sind die höheren Kosmetikstandards. Hier erfahrt ihr, ab wann Pflege-Produkte als Naturkosmetik gelten.

Zusätzlich haben aber auch noch acht weitere Produkte die Note „sehr gut“ erreicht. Zu den Verlierern gehören bekannte Marken aus der Drogerie, aber auch aus der Parfümerie. Dazu gehören Marken wie Neutrogena, Nivea und Biotherm. Insgesamt kann Öko-Test mehr als die Hälfte der getesteten Bodylotions empfehlen. Darunter schneiden 27 Lotionen mit der Note „sehr gut“ oder „gut“ ab. Alle Verlierer und Gewinner im Test gibt es bei Öko-Test.

Kritische Stoffe in Pflegeprodukten: So erkenne ich die „falschen Freunde“ hinter den Fachbegriffen

Häufig sind die kritischen Stoffe in Produkten schwer zu erkennen und hinter Fachbegriffen versteckt. Hier sind einige Fachbegriffe solcher Stoffe:

  • Umweltbelastende lösliche Plastikverbindungen: Acryl/ate, Carbomer, Crosspolymer, Copolymer und Polybutene
  • Erdöl: Paraffinum Liquidum, Petrolatum und Cera Microcristallina
  • Lilial: Butylphenyl Methylpropional
  • Silikone: Dimethicon, Dimethiconol, Cyclopentasiloxan oder Cyclohexasilox

Nicht nur regelmäßiges Eincremen zur kalten Jahreszeit kann gegen die trockene und schuppige Haut helfen. Wer seine Haut schützen möchte, sollte nicht zu oft duschen, da der Säureschutzmantel, der die Haut schützt, rund 24 Stunden zur Regeneration braucht. Aber auch trockene Innenraumluft sollte bei trockener Haut vermieden werden.

Video: Trockene Hände durch häufiges Waschen: Das solltest du beachten

Öko-Test weist zusätzlich noch darauf hin, dass trockene Haut auch von innen kommen kann. So können beispielsweise hormonelle Umstellungen oder eine ungesunde Lebensweise zu problematischer Haut führen. Bei solchen Problemen kann die richtige Pflege der Haut nicht unbedingt helfen.

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