Nachhaltigkeit beim Pflanzen

Blumen und Gemüse vorziehen: Müll eignet sich als Hilfsmittel, das sonst teuer wäre

Im Frühling kaufen einige Hobby-Gärtner Anzuchtgefäße. Doch das Geld können sie sich meist sparen.

Dortmund – Die Monate Februar und März eignen sich gut für die Aussaat. So können Erdbeeren etwa schon vorgezogen werden*. Viele Menschen greifen dabei zu Anzuchttöpfen aus Torf oder Plastik, doch die Gefäße können auch problemlos selbst hergestellt werden. Das ist nicht nur günstig, sondern auch noch deutlich nachhaltiger, meint RUHR24*.

ArtikelAnzuchttopf
MaterialienBspw. Kunststoff, Torf, Hanffaser, Zellulose
Geschäfteu.a in Baumärkten erhältlich

Müll wiederverwenden: Warum die Anzuchttöpfe bei den Hobby-Gärtnern so beliebt ist

Passende Anzuchttöpfe zu finden kann manchmal genauso eine Herausforderung sein, wie die richtige Wahl des Saatguts im Gartencenter zu treffen*. Die Töpfe gibt es in unterschiedlichsten Materialien und werden für das Pflanzen von Sämlingen genutzt. Dafür kommen die Samen mit spezieller Anzuchterde in die Gefäße, bis die Gewächse kräftig genug sind, in den Garten umgepflanzt zu werden.

Wenn man die Samen direkt in die Erde des Gartens* setzt, kann es dazu kommen, dass sie nicht richtig oder gar nicht gedeihen. Deshalb kaufen einige Blumen-Liebhaber jedes Jahr neue Anzuchtgefäße. Dabei haben fast alle Menschen bereits Behältnisse, die sich für die Zucht zu Hause eignen.

Anzuchttöpfe aus Müll: Diesen Plastik-Verpackungen sind für die Zucht von Sämlingen geeignet

Anzuchtgefäße können aus sehr vielen Verpackungen hergestellt werden, die normalerweise im Müll landen. Laut MDR sind Tomaten- und Weintraubenverpackungen aus Plastik besonders gut geeignet. Mit ihrem Deckel kann man sie sogar zu einem Gewächshaus umfunktionieren.

Dafür werden Luftlöcher in die oberer Hälfte der Verpackung gestochen. Doch auch Becher wie beispielsweise von Joghurts können für das Pflanzen der Samen wiederverwendet werden. Mit einer Frischhaltefolie überzogen, sollen die Samen bei bestem Klima wachsen.

Müll wiederverwenden: Anzuchttöpfe aus Papier - Wie Toilettenpapierrollen bei der Anzucht helfen können

Nicht nur die Plastikverpackungen erweisen sich als praktische Hilfe für Hobby-Gärtner. Auch Papier und Pappe sind für die Anzucht von Sämlingen geeignet. Kartons von Eiern haben bereits die optimale Form und sind für kleine Pflanzen, die nicht tief wurzeln eine praktische Alternative für Anzuchttöpfe. Sogar die darin zuvor transportierten Eierschalen können wiederverwendet werden*.

Toilettenpapierrollen sind ebenfalls ein guter Ersatz für die Zucht, wie Fiberspace.de berichtet. Für Samen die lange Wurzeln entwickeln, kann die Rolle hochkant in eine Schale gestellt, und mit Erde gefüllt werden. Darauf wird jeweils ein Samen oder Kern platziert, der im Anschluss nochmal mit etwas Erde bedeckt wird.

Bei Anzuchttöpfen kann man ganz einfach Geld sparen.

Anzuchttöpfe aus Papier: Wieso man den Müll in diesem Fall in den Garten pflanzen sollte

Da Pappe kompostierbar ist, können sowohl die Eierkartons als auch die Toilettenpapierrollen mit in das Beet gesetzt werden. Die Pappe verrottet mit der Zeit von selbst und kann sogar als Dünger dienen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Mohssen Assanimoghaddam/DPA, Kreis: Sabrina Wagner

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