Enorme Kosten

Einkaufen für den Notfall: So teuer ist die Blackout-Liste

Was sollte man vorrätig haben, wenn in Deutschland das Licht ausgeht? Für die empfohlene Blackout-Liste müssen Verbraucher tief in die Tasche greifen.

Dortmund – Was brauche ich eigentlich für den Notfall und wie bereite ich mich am besten darauf vor? Diese Fragen dürften sich angesichts der krisenreichen vergangenen Jahre und Monate sicherlich einige Bürger gestellt haben.

Einkaufen für den Notfall: So teuer ist die Blackout-Liste

Die Liste der möglichen Notfallszenarien ist lang: Die Flutkatastrophe im Ahrtal, die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg oder die daraus resultierende Energiekrise haben vermutlich ein Gros der Bevölkerung ziemlich kalt erwischt.

Die bittere Realität zeigt, dass niemand vor etwaigen Bedrohungslagen gefreit ist. Gänzlich unvorbereitet sollte man folglich nicht sein. Doch was brauche ich überhaupt, wenn in Deutschland flächendeckend der Strom ausfallen sollte? Und noch wichtiger: Wie viel würde eine „Blackout-Liste“ überhaupt kosten?

Blackout und Katastrophen: Regierung spricht Empfehlung für den Ernstfall aus

Für den möglichen Ernstfall hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine Liste für die Notfallversorgung zusammengestellt. Über eine gut ausgestattete Hausapotheke bis hin zu Lebensmitteln und Getränken findet man dort alles, was man für den Notfall braucht.

Für zehn Tage sollte man sich beispielsweise mit den wichtigsten Lebensmitteln und Getränken bevorraten. Dazu spricht die Bundesregierung die folgende Empfehlung aus: „Ein Mensch kann unter Umständen drei Wochen ohne Nahrung auskommen, aber nur vier Tage ohne Flüssigkeit. Halten Sie pro Person ca. 14 Liter Flüssigkeit je Woche vorrätig. Geeignete Getränke sind Mineralwasser, Fruchtsäfte, länger lagerfähige Getränke.“

Bei drohendem Blackout: Wichtige Lebensmittel und Getränke dürfen nicht fehlen

Insbesondere bei den Lebensmitteln sei zu beachten, dass sie auch ohne Kühlung längerfristig haltbar sein sollen. Zudem sollten persönliche Lebensumstände und Krankheiten unbedingt bedacht werden. Dies könnte etwa Spezialkost für Diabetiker, Allergiker und Babys sein. Auch Haustiere müssen in Krisenzeiten sicher versorgt sein.

Nudeln lassen sich auch in Krisenzeiten einfach lagern und sind zudem lange haltbar.

Jetzt zur entscheidenden Frage: Was kostet die Notfallabdeckung für Lebensmittel und Getränke? Mit dieser Thematik hat sich der private und digitale Krankenversicherer Ottonova auseinandergesetzt (weitere Lifehacks bei RUHR24).

Blackout und Katastrophen: Kosten für Lebensmittel schwanken stark

Dafür wurden die Preise für Produkte aus den Bereichen Lebensmittel/Getränke, Frischobst, Hygieneartikel, Energie, Brandschutz und Hausapotheke bei verschiedenen Lebensmittellieferanten, Supermärkten, Baumärkten, Drogerien und Apotheken miteinander verglichen.

Im Bereich Lebensmittel und Getränke macht Ottonova das größte Sparpotenzial aus (Stichtag der Untersuchung war der 12. Oktober 2022). Je nach Einkaufsort können Verbraucher bis zu 190,70 sparen. Während man bei Aldi Nord für die empfohlene Lebensmittelversorgung der Bundesregierung rund 70,67 Euro zahlt, schlägt ein vergleichbarer Einkauf beim Bio-Lieferservice Bringmebio mit 261,34 Euro zu Buche.

AnbieterPreis
Aldi Nord70,67 €
Rewe189,08 €
Amazon Fresh164,55 €
Bringmeister (Edeka)146 €
Mytime176,46 €
Bringmebio261,34 €

Hausapotheke darf nicht fehlen: Kosten bleiben im Notfall überschaubar

Deutlich geringer sind die möglichen Einsparungen bei der Anschaffung einer Hausapotheke. Hier schwanken die Preise zwischen 81,62 Euro bei der Versandapotheke Apotal bis hin zu 97,05 Euro bei Shop Apotheke.

Laut Empfehlungen der Bundesregierung müssen darin unter anderem persönliche vom Arzt verschriebene Medikamente, Erkältungsmittel, Schmerz- und Fiebersenkende Mittel enthalten sein. Zeitgleich dürfe allerdings auch Verbandsmaterial, ein Fieberthermometer usw. nicht fehlen.

Abgesichert beim Blackout: Einige Utensilien sind ein Muss

Auch für einen möglichen Blackout oder kompletten Energieausfall sollte man sich unbedingt vorbereiten. Im schlimmsten Falle können Strom und Heizung für mehrere Tage ausfallen. Insbesondere in der kalten Jahreszeit ein echtes Albtraumszenario, auf das man vorbereitet sein sollte.

Unter dem Kapitel „Richtig handeln beim Energieausfall“ spricht das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die Empfehlung aus, sich mit Kerzen, Taschenlampen sowie Ersatzleuchtmitteln, Batterien, Streichhölzern sowie Feuerzeugen einzudecken.

Vorbereitung erforderlich: Enorme Kosten bei Blackout und weiteren Krisen

Mit bis zu 333,90 Euro (Obi) nimmt die Blackout-Absicherung einen hohen Kostenpunkt ein. Wie viel muss man insgesamt anlegen, um gut durch eine etwaige Krisensituation zu kommen?

  • Kategorie (Preisspanne in Euro)
  • Lebensmittel (70,67 bis 261,34 Euro)
  • Frischobst (2,59 bis 4,80 Euro)
  • Hygieneartikel (69,35 bis 72,01 Euro)
  • Energieausfall/Blackout (304,82 bis 333,85 Euro)
  • Brandschutz (143,62 bis 159,43 Euro)
  • Hausapotheke (81,62 bis 97,05 Euro)

Um für den Notfall gewappnet zu sein, müssen laut Ottonova also mindestens 672,67 Euro und maximal 928,50 Euro investiert werden. Eine beträchtliche Summe in Zeiten stetig steigender Preise. Daher könnte man darüber nachdenken, Vorräte sukzessive und nicht auf Anhieb aufzustocken.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer, Lobeca/Imago; Collage: RUHR24

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