Verbraucherschützer warnen

Rabatte an Black Friday 2021: Welche Angebote eine miese Falle sind

Wenn die Preise in den Keller rutschen und Händler mit Hammer-Rabatten werben, ist es wieder soweit: Black Friday steht vor der Tür. Doch Verbraucher sollten aufpassen und diese sechs Tipps befolgen.

Dortmund – Neigt sich der Monat November dem Ende und steht Weihnachten quasi schon vor der Tür, bereiten sich Shopping-Jünger auf den höchsten aller Feiertage der Moderne vor: Black Friday. Am 26. November 2021 fallen die Preise in den Keller und Händler übertrumpfen sich mit Angeboten und Rabatten. Doch Vorsicht: Nicht jedes Angebot ist wirklich ein echter Schnapper, weiß RUHR24*.

EreignisBlack Friday
Datum26. November 2021

Black Friday 2021: Rabattschlacht ist der Start in die Weihnachts- und Geschenke-Saison

Jedes Jahr am Tag nach dem amerikanischen Thanksgiving beginnt die Rabattschlacht – im stationären Handel wie auch im Online-Handel. Und das schon lange nicht mehr nur in den USA. Der Black Friday ist längst auch in Deutschland zu einer echten Shopping-Größe avanciert. Er soll die Weihnachts- und vor allem auch die Geschenke-Saison einläuten.

Wenn Händler mit Rabatten von bis zu 70 Prozent werben, ist das natürlich verlockend – was kann man bei dem Angebot schon falsch machen? Allerdings raten Verbraucherschützer zu einem kühlen Kopf und überlegten Käufen. „Schnäppchenzeit ist immer, es folgt doch ohnehin ein Aktionstag dem anderen“, teilt die Verbraucherzentrale NRW gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit.

Black Friday 2021: Verbraucherzentralen warnen und raten zu sechs Tipps beim Shoppen

Daher raten die Verbraucherzentralen in ganz Deutschland vor der Schnäppchenjagd zu folgenden sechs Punkten:

  1. Keine Vorkasse
  2. Rabatte hinterfragen
  3. Preise vergleichen
  4. Nicht unter Druck setzten lassen
  5. Widerrufsrecht nutzen
  6. Cookies löschen

Shoppen am Black Friday 2021: Auf keinen Fall per Vorkasse zahlen

Keine Vorkasse: Bei einigen Plattformen im Internet handelt es sich um Fake-Shops – hier versuchen Betrüger* Kasse zu machen. Besonders an Black Friday, wenn das Geld etwas lockerer sitzt, locken Betrüger mit reizvollen Angeboten. Daher raten die Verbraucherzentralen dazu, niemals per Vorkasse zu zahlen – denn kommt die Ware nicht an, ist es schwierig, das Geld zurückzubekommen.

Verbraucherschützer empfehlen, Waren im besten Fall per Rechnung oder Lastschrift zu bezahlen. Auch Zahlungen per Paypal sind denkbar, denn hier greift der Käuferschutz (mehr digitale News* bei RUHR24).

Astronomische Rabatte am Black Friday 2021? Angebote immer kritisch hinterfragen

Rabatte hinterfragen: Ja, es sieht beeindruckend aus, wenn Händler mit Rabatten von 70 Prozent werben. Wann bekommen Verbraucher schon so ein gutes Angebot?! Doch aufgepasst, diese Rabatte sollten hinterfragt werden, denn sie beziehen sich meist auf einen Vergleich mit der unverbindlichen Preisempfehlung der Hersteller (UVP).

Kaum ein Händler kassiert „die als Mondpreise in Verruf gekommenen UVP“, schreibt die Verbraucherschutzzentrale. Stichproben der Verbraucherschutzzentrale NRW zeigen: Statt der versprochenen 50 Prozent Rabatt lag die echte Ersparnis bei unter 20 Prozent. Das bringt uns direkt zum nächsten Tipp.

Online-Shopping an Black Friday: Preise vergleichen und bloß nicht unter Druck setzen lassen

Preise vergleichen: Im Idealfall sollten Verbraucher die Preise schon vor dem Black Friday vergleichen, so bekommen sie auch ein Gefühl dafür, ob es sich bei dem Angebot wirklich um ein Schnäppchen handelt. Und dazu sollten laut Verbraucherschützer gleich zwei Preissuchmaschinen verwendet werden. Der Grund dafür: Es gibt nicht die eine beste Suchmaschine für niedrige Preise.

Nicht unter Druck setzen lassen: Beim Black Friday läuft die Zeit gefühlt gegen einen – immerhin, die Angebote gelten nur einen Tag! Das war zumindest mal so. Inzwischen werden die Rabatte oft auf eine ganze Woche ausgeweitet. Und dann folgt mit dem Cyber Monday direkt die nächste Rabattschlacht.

Daher einmal tief durchatmen und von ablaufenden Countdowns oder angeblich begrenzter Ware nicht aus dem Konzept bringen lassen – das sind psychologische Tricks der Händler. Oft sind ausreichend Waren vorhanden – wenn sie nicht gerade von Lieferengpässen* betroffen sind.

Nicht nur online feiern Händler den Black Friday – auch der stationäre Handel lockt mit Angeboten.

Black Friday 2021: Verbraucher sollten sich unsichtbar im Internet bewegen

Widerrufsrecht nutzen: Ist der Kauf getätigt, aber man ist doch nicht ganz glücklich mit der Entscheidung, ist das kein Beinbruch. Denn laut Fernabnahmegesetz stehen Kunden eine zweiwöchige Rücksendefrist zu. Andere Händler wie Amazon verlängern die Rückgabefrist in der Weihnachtszeit* sogar. Wer sich schon vor Ankunft der Ware unsicher ist, kann sie beim Händler stornieren.

Cookies löschen: Verbraucherschützer raten dazu, sich im Internet unsichtbar zu bewegen. Was heißt das? Am besten sollten Verbraucher während der Produktsuche dem Browser das Sammeln von Cookies verbieten. Denn die sind nicht nur für personalisierte Werbung zuständig, sondern könnten auch personalisierte Preise generieren. So kann eine teure Anschaffung vor ein paar Monaten zu entsprechenden Preisen beim Shopping am Black Friday führen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Tobias Schwarz/AFP

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