Maximale Kulanz des Herstellers

Rückruf bei Birkenstock: Drohende Gefahr für die Gesundheit bei Kult-Sandalen

Birkenstocks sind beliebter denn je – und aktuell auch von einem Rückruf betroffen. Kunden und Kundinnen können die Schuhe zurückgeben.

Dortmund – Lange waren Schuhe von Birkenstock als Gesundheitslatschen verschrien. Inzwischen sind sie aber absolute Kult-Schlappen – gerade im Sommer. Doch bei einem Modell sollten Kunden und Kundinnen aufpassen. Aktuell gibt es bei dem deutschen Schuhersteller einen Rückruf.

SchuhherstellerBirkenstock GmbH & Co. KG
HauptsitzNeustadt (Wied)
GründerJohann Adam Birkenstock
Gründung1774, Langen-Bergheim, Hammersbach
Mitarbeiterzahl3800 (weltweit)

Rückruf bei Birkenstock: Schuhe bergen Gesundheitsgefahr

Nicht nur Krankenhauspersonal und Freigeister setzen auf die Schlappen von Birkenstock. Die Latschen sind inzwischen in der breiten Masse angekommen. Auch gibt es viele Modelle für Kinder und Kleinkinder. Und genau hier sollten Eltern aufpassen, denn ein Modell kann zur Gesundheitsgefahr werden.

„Die Firma Birkenstock Global Sales GmbH ruft aus Gründen des vorsorglichen gesundheitlichen Verbraucherschutzes das Kinderschuhmodell Mogami zurück“, heißt es auf der Homepage des deutschen Unternehmens. Weiter heißt es, dass sich an den Schuhen ein Teil lösen können.

Birkenstock-Rückruf: Firma befürchtet Gefahr für die Gesundheit von Kindern

Bei routinemäßigen Qualitätskontrollen hat Birkenstock festgestellt, dass sich bei dem Modell Mogami bei starker Belastung des Fersenriemens in seltenen Fällen eine Niete lösen kann. Ob dadurch der Stand in dem Schuh instabil werden oder Kinder aus den Schuhen rutschen könnten, wird nicht weiter beschrieben (mehr Rückrufe und Warnungen bei RUHR24).

Allerdings befürchten die Schuhmacher eine ganz andere Gefährdung der Gesundheit: „Wenngleich höchst unwahrscheinlich, so ist ein mögliches Gesundheitsrisiko für Kleinkinder (0-3 Jahre) durch Verschlucken oder Veratmen dieses Kleinteils nicht gänzlich auszuschließen“, heißt es weiter.

Eltern sollten die Schuhe ihrer Kinder überprüfen, sie könnten vom Birkenstock-Rückruf betroffen sein.

Rückruf bei Birkenstock: Welche Modell und Größen betroffen sind

Aus diesem Grund wird der weitere Verkauf des betroffenen Modells vorerst gestoppt. Im Detail geht es um die Größen 24-28 und folgende Artikel:

  • 1019672 Mogami Kids BF Icy Acid Lime Black
  • 1020565 Mogami Kids BF Icy Active Red Black
  • 1019306 Mogami Kids BF Black Black
  • 1020251 Mogami Kids BF Icy Bright Violet Pink
  • 1020886 Mogami Kids BF Carbone Navy
  • 1021066 Mogami Kids BF Desert Soil Camo Khaki
  • 1020243 Mogami BF Icy BTS Purple Fog Violet
  • 1019514 Mogami Kids BF Icy Purple Fog Pink
  • 1020271 Mogami BF Icy BTS Blue Lime Black
  • 1019466 Mogami Kids BF Icy Ultrablue Black

Birkenstock bittet Kunden auch andere Schuhe auf Mängel zu prüfen

Kunden und Kundinnen, die bereits eines der betroffenen Produkte gekauft haben, können es zurückgeben. Die Schuhe können entweder in der entsprechenden Filiale, in der sie gekauft wurden, zurückgegeben oder an den jeweiligen Online-Shop zurückgeschickt werden. Die Kosten sollen dann auch ohne Einkaufsbeleg erstattet werden. Erst kürzlich gab es einen großen Rückruf bei Müller, nach vier Todesfällen wurde ein Produkt für Babys aus dem Verkauf genommen.

Außerdem bittet Birkenstock Kunden und Kundinnen darum, auch Sandalen dieses Modells ab der Schuhgröße 28 auf mögliche Mängel zu prüfen – auch wenn diese nicht von dem Rückruf betroffen sind. „Gerne nehmen wir auch diese Produkte mit maximaler Kulanz und auf freiwilliger Basis kostenfrei zurück“, heißt es.

Sollten noch Fragen offen bleiben, können sich Kundinnen und Kunden an Birkenstock selbst wenden. Das geht entweder per Telefon unter 02683 - 9359 1100 oder über ein Kontaktformular.

Rubriklistenbild: © Joko/dpa

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