Verbreitetes Problem

Bettwanzen bekämpfen: Wie man das Ungeziefer erkennen kann

Bettwanzen galten eigentlich als ausgerottet, doch die Blutsauger breiten sich aktuell wieder vermehrt aus. Wie man sie erkennen und bekämpfen kann.

NRW – Viele denken lieber gar nicht über ihre Existenz nach und doch sind sie da und können in der eigenen Matratze lauern: Bettwanzen. Doch wie erkennt man die lästigen Biester? Und wichtiger: Wie wird man sie wieder los?

Bettwanzen kommen zurück – sie kommen häufig in Hotels vor

Lange Zeit waren Bettwanzen eher ein geringes Problem und galten sogar als fast ausgerottet. Allerdings breiten sich die ungeliebten Blutsauger derzeit wieder stärker aus. Gerade Hotels und Hostels haben häufiger mit Bettwanzen zu kämpfen. Die Parasiten halten sich gerne dort auf, wo viele Menschen übernachten. Ob Motel oder Luxussuite macht für sie dabei keinen Unterschied.

Das Problem: Eine Reise im Koffer zwischen Kleidungsstücken macht den Insekten nur wenig aus. So können sie unbemerkt vom Urlaubsort ins heimische Schlafzimmer umsiedeln. Hier können sie sich rasch vermehren und zum echten Problem werden, wie Öko-Test berichtet.

Bettwanzen können im Schlafzimmer zum echten Problem werden

Denn schon ein einziges Weibchen genügt, damit die Bettwanzen sich zu Hause weiter ausbreiten. Wenn sie sich erst einmal irgendwie wohlfühlen und eingenistet haben, wird man sie in der Regel nur schwer wieder los.

Gut zu wissen, wenn man Bettwanzen im eigenen Schlafzimmer entdeckt: Menschen empfinden Bettwanzen zwar oft als eklig, und ein Befall kann Schamgefühl auslösen. Allerdings sind Bettwanzen kein Problem mangelnder Hygiene (mehr aktuelle Ratgeber-Themen auf RUHR24.de).

So kann man Bettwanzen zu Hause erkennen

Doch wie stellt man fest, ob ein Befall vorliegt? Bettwanzen erkennt man meist an ihren Kotspuren. Diese treten als kleine Punkte oder Flecken auf und sind nicht immer leicht zu sehen. Trockener Kot erinnert an Kaffeekrümel, Kot, der in Textilien eingezogen ist, an dunkle Tinte.

Im unangenehmeren Fall bemerkt man die Parasiten erst, wenn am eigenen Körper gebissen wird. Die Bisse kommen nicht einzeln daher, sondern als kleine Bisse nebeneinander, die sich durch Rötungen oder Juckreiz bemerkbar machen. Allerdings reagiert jeder Mensch unterschiedlich auf diese Attacke der Bettwanzen. Einige kriegen gar nichts davon mit, bei anderen reagiert die Haut extrem.

Bisse von Bettwanzen: Salbe hilft, bei Quaddeln schleunigst zum Arzt

Doch das ist kein Grund zur Sorge: Meistens gehen die Stiche von selbst zurück und heilen wieder ab. Bei heftigen Reaktionen können Salben mit Cortison helfen. Wenn die Haut nach einem Bettwanzenbiss sogenannte Quaddeln ausbildet, sollten man zum Arzt gehen.

Wenn ein Befall festgestellt wurde, hilft meist die nur die Entfernung durch einen professionellen Schädlingsbekämpfer. Veraltete Tricks wie das Einfangen der Bettwanzen mit doppelseitigem Klebeband oder das Bekämpfen mit Insektiziden sind leider kaum effektiv. Denn jedes Ei im letzten Winkel des Schlafzimmers muss vernichtet werden, um die Insekten endgültig loszuwerden.

Bekämpfen und vorbeugen: So wird es für Bettwanzen schnell ungemütlich

Meist wird Bettwanzen mit chemischen Mitteln und einer Wärmebehandlung bei Temperaturen über 50 Grad zugesetzt. Gegen die gängigen Insektizide werden die Blutsauger leider zunehmend resistenter, was die Bekämpfung erschwert. Selbst für Profis kann die Eliminierung der Wanzen deshalb eine Herausforderung sein. Oft braucht man mehrere Anläufe.

Vorsorge ist auch im Fall der Bettwanzen besser als Nachsorge. So sollte man getragene Kleidung nach einem Urlaub immer in einen luftdichten Beutel verpacken und die Wäsche anschließend bei 60 Grad waschen. Gleiches gilt für Kleidung vom Flohmarkt.

Doch nicht nur Bettwanzen sind für viele ein Graus. Milben im Bett sind sogar noch verbreiteter und können bei Allergikern Schnupfen, Husten und Kopfschmerzen auslösen. Um Milben zu bekämpfen, ist die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur im Raum besonders wichtig.

Rubriklistenbild: © Piotr Naskrecki/CDC/Harvard University; Collage: RUHR24

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