Bettzeug reinigen

Bettwäsche waschen – typische Fehler vermeiden und Geld sparen

Bettwäsche hat man am liebsten frisch gewaschen. Beim Waschgang müssen es allerdings nicht zwingend 60 Grad sein.

Deutschland – Es gibt wohl kaum etwas Angenehmeres, als sich nach dem Duschen im Badezimmer anschließend im Schlafzimmer ins frisch bezogene Bett fallen zu lassen. Eingekuschelt in wohlduftende Bettwäsche schläft es sich besonders gut. Doch um die Bezüge für Matratze, Kissen und Decke wieder sauber zu bekommen, muss es nicht der Waschgang bei 60 Grad sein.

Bettwäsche waschen – wann 60 Grad sinnvoll sein können

Weit verbreitet ist die Annahme, dass sich Keime und Bakterien aus Bettzeug nur bei mindestens 60 Grad entfernen lassen. Viele Waschmaschinen bieten sogar noch die Option auf 95 Grad, die man jedoch heutzutage laut dem Verbraucher-Portal Utopia getrost ignorieren kann. Und gerade bei den gestiegenen Preisen für Strom und Gas lassen sich einige Euros sparen, indem man sogar noch einen Gang herunterschaltet.

So weist der öffentlich-rechtliche Sender NDR darauf hin, dass man selbst stark verschmutzte Kleidung oder oft benutzte Wäsche, wie beispielsweise Bettwäsche auch bei 40 Grad waschen kann. Die Temperatur reicht demnach bereits aus, damit das Waschmittel seine volle Kraft entfalten kann.

Anders sieht es allerdings aus, wenn etwa durch Krankheiten, wie das Coronavirus, Magen-Darm oder Fußpilz ein Infektionsrisiko besteht. Auch bei immungeschwächten Personen im Haushalt erweisen sich 60 Grad Celsius als sinnvoll für die Bettwäsche. Als Ergänzung rät der NDR dazu, Vollwaschmittel zu verwenden.

Bettwäsche waschen – 40 Grad-Programm schont Farben vor Ausbleichen

Neben der Kostenersparnis hat das Waschen von Bettwäsche bei 40 Grad aber noch weitere Vorteile. Gerade bei bunten Varianten oder welchen mit Muster werden die Farben geschont und nicht direkt ausgeblichen. Aufpassen sollten Verbraucher allerdings beim Material der Bettwäsche (weitere News zu Lifehacks bei RUHR24).

Beim Waschen von Bettwäsche sollten Verbraucher auf das Material achten.

Wie heiß oder kalt man Bettwäsche in der Waschmaschine reinigen sollte, hängt auch davon ab, aus welchem Stoff die Überzüge für Kissen und Decke gefertigt sind. Handelt es sich dabei um Baumwolle, Leinen, Frottee oder warme Biber-Bettwäsche, sind 40 Grad oder bei Bedarf 60 Grad Celsius normalerweise passend.

Das gilt laut dem Portal Go Feminin auch für viele Mikrofaser-Artikel. Empfindliche Materialien, wie Seide oder Satin, sollten hingegen nicht so heiß gewaschen werden.

Bettwäsche waschen – Bettzeug alle ein bis zwei Wochen wechseln

Ein wichtiger Faktor ist zudem, wie häufig Verbraucher ihre Bettwäsche waschen. Je länger man damit wartet, desto bessere Voraussetzungen schafft man für die Verbreitung von Keimen und Bakterien und desto gründlicher muss die Bettwäsche letztendlich gewaschen werden. Auch Milben können sich in der Bettwäsche durch Schweiß, Haare und Hautschuppen einnisten und dadurch Allergien auslösen.

Generell ist es daher zu empfehlen, den Hüllen für Kissen, Decke und Matratze mindestens alle zwei Wochen eine Fahrt in der Waschmaschine zu spendieren. In einigen Fällen sollte dies sogar wöchentlich geschehen, etwa wenn Haustiere mit im Bett schlafen, man durch Anstrengung, wie Sport oder Arbeit stark schwitzt oder raucht.

Verbraucher mit Haustieren im Bett sollten die Bettwäsche wöchentlich waschen.

Aufpassen sollten Verbraucher auch bei der Wahl des Waschmittels. Denn parfümierte Produkte, die etwa nach Zitrone oder Rose duften, können Allergien auslösen und sind zudem schlecht für die Umwelt, da sie schlecht abbaubar sind.

Das gilt auch für Weichspüler. Sie sollen die Wäsche zwar flauschig machen, aber enthalten auch Tenside, die ins Abwasser gelangen. Aus diesem Grund sind auch Flüssigwaschmittel und Waschkapseln in der Kritik. Vollwaschmittel enthalten immerhin Bleichmittel, durch die Keime und Bakterien abgetötet werden.

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