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Wäsche zusammen waschen – aber niemals Bettwäsche und Handtücher

Bettwäsche und Handtücher werden oft zusammen gewaschen. Das ist nicht immer ratsam. Warum und was man noch wissen sollte, hier im Überblick.

Kassel/Dortmund – Damit sich der Waschgang auch wirklich lohnt, werden verschiedene Wäschesorten gerne mal zusammen geworfen. In der Regel lassen sich fast alle Textilien unabhängig vom Gebrauch zusammen waschen. Damit die Waschmaschine jedoch nicht zu einer gefährlichen Keimschleuder wird, kommt es auf eine sorgfältige Sortierung und die richtige Waschtemperatur an.

Bettwäsche und Handtücher waschen: Worauf man achten sollte

Beim Waschen von Bettwäsche und Handtüchern sollten einige Regeln beachtet werden, berichtet hna.de. Denn in manchen Fällen sollte man diese besser nicht zusammen in die Waschmaschine geben. Wir erklären, worauf man achten muss. Will man im speziellen Bettwäsche und Handtücher zusammen waschen, sollte man auf folgende Kriterien achten:

  • Empfohlene Waschtemperatur: Stimmt die empfohlene Waschtemperatur überein, kann man beides ohne Bedenken in die Waschmaschine tun. Unterscheiden sie sich jedoch, dann empfiehlt es sich, die Sachen getrennt zu waschen oder sich an der niedrigen Temperatur zu orientieren.
  • Richtiges Waschprogramm: Neben der Waschtemperatur sind auch besondere Hinweise zu beachten. Bei dem Symbol für Feinwäsche sollte man auch den Feinwaschgang beim Waschen nutzen. Will man beides zusammen waschen, nutzt man in dem Fall den Feinwaschgang für beide Textilien. Andernfalls wäscht man die Sachen lieber getrennt.

Neben Waschtemperatur und Waschprogramm müssen aber andere Feinheiten wie Material und Farbe berücksichtigt werden. Wolle oder Seide gelten beispielsweise als äußerst empfindliche Materialien. Um Energie zu sparen, empfehlen Experten ohnehin, dass es oftmals ausreichend ist, die Wäsche nur auf 30 Grad zu waschen. Wer das nicht möchte, sollte folgende Details beachten, bevor er die Waschmaschine anmacht:

  • Material: Bestehen Bettwäsche aus dem gleichen Material, zum Beispiel Baumwolle, kann beides zusammen gewaschen werden. Auch Bettwäsche aus Leinen kann man gut mit Baumwollhandtüchern zusammen waschen. Besteht die Bettwäsche aber zum Beispiel aus Seide, wäscht man sie lieber separat (mehr Lifehacks bei RUHR24).
  • Farbe: Bei einem gemeinsamen Waschgang sollte man auch auf die Farben der Textilien achten. So könnten sehr dunkle Farben auf helle Töne abfärben oder sich mit ihnen vermischen. Schnell wird dann beispielsweise aus Rot und Weiß ein zartes Rosa. Deswegen wird Wäsche häufig in Weißwäsche, Buntwäsche und dunkle Wäsche unterteilt. Sortiert man die Textilien danach, kann man sie gemeinsam waschen. Lohnt sich das Sortieren nicht, weil man nicht so viel Wäsche waschen muss, kann man auch alles zusammen bei einer niedrigeren Waschtemperatur waschen. So vermeidet man Verfärbungen ebenfalls.

Warum man Bettwäsche und Handtücher nicht zusammen waschen sollte

Obwohl es sich anbietet, sollten Bettwäsche und Handtücher nicht immer gemeinsam gewaschen werden. Dafür gibt es verschiedene Gründe, wie unterschiedliche Waschtemperaturen, besondere Angaben zum Waschprogramm, unterschiedliche Materialien oder Farben.

Handtücher und Bettwäsche sollte man nie zusammen in die Waschmaschine stecken.

Folgende Unannehmlichkeiten können auftreten:

  • Hygiene: Bettwäsche oder Handtücher bei zu niedrigen Temperaturen zu waschen, ist nicht ratsam. Liegt die empfohlene Waschtemperatur für Ihre Bettwäsche beispielsweise bei 30 Grad, sollte sie auf jeden Fall getrennt gewaschen werden. Sich an der niedrigsten Temperatur zu orientieren, ist dann nicht empfehlenswert, denn Waschen bei 30 Grad kann die Ausbreitung von Bakterien und Keimen, wie Staphylococcus aureus, fördern. Laut einer Studie des Hygiene-Instituts der Universität Bonn können niedrigere Temperaturen beim Waschen die Verbreitung begünstigen.
  • Es kann zu Fusseln führen: Neue Handtücher fusseln bei der ersten bis dritten Wäsche. Ehe myn diese zusammen mit der Bettwäsche in die Maschine gibg, sollten die Hand- und Duschtücher mindestens zwei separate Wäschen erfahren haben. Wenn ein Laken beispielsweise mit Handtüchern zusammen gewaschen wird, kann es passieren, dass Flusen an der Bettwäsche haften bleiben. 
  • Materialien können eingehen: Früher waren Handtücher und Bettwäsche üblicherweise aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen. In der Regel konnten diese zusammen bei 60° C gewaschen werden. Manche Bettwaren bestehen aber auch aus anderen Materialien zum Beispiel Wolle oder Seide. Diese sollte man getrennt von den Handtüchern im speziellen Waschprogramm waschen.
  • Die Farbe kann verblassen: Das Zusammenwaschen verschiedener Teile kann dazu führen, dass die helle Bettwäsche vergilbt und schneller verblasst. Denn: In den meisten Fällen werden verblasste Farben nicht durch das Ausbluten der Farbe aus dem Stoff verursacht, sondern vielmehr liegt es an der Reibung, die durch das Aneinanderreiben der Kleidung in der Waschmaschine entsteht.
  • Sie könnten sich ineinander verheddern: Man sollte darauf achten, dass die Waschmaschine nicht überladen ist. Wenn die Bettwäsche nicht genug Platz hat, um sich frei in der Trommel zu bewegen, ist es ziemlich sicher, dass sie sich verheddert und zerknittert. Es empfiehlt sich, die Wäsche stattdessen besser aufzuteulen. So muss man keine halb feuchten, verdrehten Laken auseinanderziehen, die sich mit den trockenen verheddert haben.

Neben den genannten Wasch-Tipps bei Bettwäsche und Handtüchern sollte auch stets auf die Hygiene im Bett geachtet werden.

Rubriklistenbild: © Enters/Imago

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