Gefahr für die Gesundheit

Ekel-Alarm: Darum sollte man auf keinen Fall das Bett machen

Das Bett nach dem Aufstehen schön herzurichten, kann fiese Folgen haben. Studien raten davon ab.

Dortmund – Gelernt haben es viele und trotzdem ist es falsch: Direkt nach dem Aufstehen das Bett zu machen. Doch kleine Tierchen und Bakterien siedeln sich in einem frisch gemachten Bett besonders gerne an. Das kann gefährlich für die eigene Gesundheit werden.

Das Bett morgens lieber nicht machen – Bakterien und Milben lieben es

Das Bett nach dem Aufstehen zu machen, ist für viele ein festes Ritual. Aber warum ist das so? Einer amerikanischen Studie zufolge, wirkt sich dies positiv auf die Stimmung aus. Ordnungsliebende Menschen sind glücklicher, wenn das Bett in der Früh frisch gemacht ist, berichtet RTL.

Für das Auge ist ein ordentliches Bett natürlich schön. Doch wird die Bettdecke und eventuell sogar noch eine Tagesdecke über die warme Matratze gelegt, ist das eine paradiesische Bruthöhle für ungewollte Gäste (mehr Service-News auf RUHR24).

In der Nacht sondert der Körper Flüssigkeiten, wie Schweiß ab und das Bett wird leicht feucht. Diese warme und feuchte Matratze ist der ideale Nährboden für Milben, Pilze und Bakterien, sogar Bettwanzen können sich ansiedeln.

Wie der britische Wissenschaftler Dr. Stephen Pretlove herausfand, haust der Großteil der Hausstaubmilben im Bett. Und mit dem Großteil sind im Durchschnitt rund 1,5 Millionen der kleinen Spinnentiere gemeint, wie T-Online berichtet.

Das ist auch kein Wunder, denn im Bett sammeln sich die meisten Hautschuppen an, und die sind die Leibspeise der Milben, wie das Kleis Gesundheitszentrum berichtet.

Auf keinen Fall das Bett machen – Gefahr für die Gesundheit

Die Ansiedlung der Milben kann auch gefährlich für die Gesundheit sein. So können die Hinterlassenschaften der kleinen Spinnentiere eine Hausstauballergie auslösen. Bei Menschen, die bereits eine Allergie haben, ist eine allergische Reaktion vorprogrammiert.

Eine Hausstauballergie macht sich meist durch Schnupfen und juckende oder brennende Augen bemerkbar. Die Stärke der Symptome schwankt dabei je nach Grad der Erkrankung.

Sein Bett zu machen kann Milben und Asthma verursachen.

Der Kot der Hausstaubmilben löst mitunter auch allergisches Asthma aus. In diesem Fall reagiert das Immunsystem bei Kontakt mit den Allergenen quasi über. Die Folge sind asthmatische Symptome, wie verengte Atemwege, wodurch das Luftholen erschwert wird.

Das allergische Asthma, macht die Atemwege in Laufe der Zeit sogar so empfindlich, dass die Symptome auch bei nicht-allergischen Reizen auftreten. Auslöser können im späteren Verlauf auch körperliche Anstrengungen, kalte Luft oder Infekte sein.

Hausstaubmilben und Bakterien im Bett vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu einer Ansiedlung von Hausstaubmilben und Bakterien oder Pilzen kommt, gibt es ein paar Aspekte zu beachten. Da Milben es feucht lieben, sollte das Bett möglichst trocken gehalten werden.

Daher ist es ratsam, die Bettdecke tagsüber von der Matratze entweder ganz zu entfernen und zum Lüften an die frische Luft z hängen oder die Bettdecke zumindest aufzuschlagen. Komplett werden die Milben wahrscheinlich nicht verschwinden. Denn Schuppen und Haare sammeln sich jede Nacht aufs neue im Bett an.

Doch schon regelmäßiges Waschen der Bettwäsche kann hilfreich sein, um zumindest einen Großteil der Störenfriede zu entfernen. Bei einem Wechsel der Bettwäsche sollte auch über die Matratze gesaugt werden. Der weiße und mehlartige Kot der Tierchen verschwindet somit oberflächlich.

Ein weiterer Tipp ist, möglichst viel Platz unter dem Bett zu lassen. Bettkästen oder Boxen verhindern die Luftzirkulation, wodurch die feuchte Luft schlecht entweichen kann.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Panthermedia ; Collage: RUHR24

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