Neue Betrugsmasche entlarvt

Fake-Mails zur Corona-Hilfe im Umlauf - NRW-Regierung warnt!

Betrüger verschicken aktuell Fake-Mails der Landesregierung NRW, weshalb es eine offizielle Warnung gibt.
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Betrüger verschicken aktuell Fake-Mails der Landesregierung NRW, weshalb es eine offizielle Warnung gibt.

Beim Öffnen von Nachrichten zur Soforthilfe ist aktuell Vorsicht geboten. Denn in NRW wollen Betrüger durch Fake-Mails persönliche Daten abgreifen.

  • Momentan verschicken Betrüger angebliche E-Mails von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen (NRW).
  • In der Fake-Mail zur Soforthilfe wegen des Coronavirus* drohen die Kriminellen mit Gefängnis.
  • Daher gibt es nun eine offizielle Warnung vor den Betrugsmails.

Dortmund/ NRW - Wer regelmäßig seine E-Mails überprüft, sollte nun genauer hinsehen. Denn hinter einer scheinbar offiziellen Nachricht der Regierung aus Nordrhein-Westfalen (NRW) stecken dreiste Betrüger.

Fake-Mails durch Betrüger: Darum geht es in den angeblichen Nachrichten der Landesregierung NRW

Die Fake-Mail soll angeblich von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen (NRW) kommen. Die E-Mail soll mehrere Formulare bezüglich der Soforthilfe enthalten, die Selbstständige und andere Betroffene im Rahmen der Coronavirus-Krise beantragen konnten. Doch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie aus NRW spricht eine Warnung aus. 

Betrugsmasche in NRW: Regierung warnt vor Fake-Mail zur Soforthilfe

In den Mails geht es um die NRW-Soforthilfe 2020. Den Empfängern wird vorgegaukelt, dass ihnen eine unbestimmte Summe ausgezahlt worden sei, um die finanzielle Unterstützung während des Coronavirus zuzusichern. 

Daher seien die betroffenen Personen nun dazu verpflichtet, ihre persönlichen Daten anzugeben sowie die angeblich überwiesene Corona-Soforthilfe beim Finanzamt zu melden. Auch die Polizei warnt immer wieder vor Betrügern im Ruhrgebiet und NRW.

Unfassbar: Betrüger drohen Empfänger der Fake-Mails mit Gefängnis

Doch es kommt noch schlimmer: Wer sich nicht an das in der Fake-Mail beschriebene Vorgehen hält, dem soll nicht nur eine Geldstrafe drohen, sondern auch bis zu fünf Jahren Gefängnis. Damit die Empfänger nicht auf die Nachricht hereinfallen, hat das Ministerium aus NRW nun Tipps veröffentlicht, an denen die Betrüger zu erkennen sind.

Dazu gehört beispielsweise, dass die angebliche E-Mail des Absenders "corona-zuschuss@nrw.de.com" lautet. Echte Nachrichten der Landesregierung aus Nordrhein-Westfalen haben allerdings die Endung ".nrw.de". Zudem fordere die Landesregierung die Empfänger nicht ohne Weiteres per Mail dazu auf, ihre Daten an das Finanzamt zu übermitteln.

Betrugsmail zur Soforthilfe in NRW im Umlauf

Auf Twitter haben sich daraufhin bereits einige Nutzer gemeldet, die eine solche Fake-Mail bereits erhalten haben sollen. Ein User schreibt, dass die Nachrichten von einem Server aus der Ukraine stammen sollen. Zudem stellt sich ein Twitter-Nutzer die Frage, wie die Betrüger an die E-Mail-Adressen gekommen sein sollen. Von offizieller Seite erhielt die Person dazu bislang keine Antwort.

Betrug um Soforthilfe: Behörden wollen Fake-Seiten beschlagnahmen

Wie das NRW-Wirtschaftsministerium vermutet, versuchen die Betrüger nicht nur die Daten der Betroffenen abzugreifen, sondern auch an die Gelder der Soforthilfe auf eigene Konten lenken. Denn Empfänger der Fake-Mails werden teilweise dazu aufgefordert, Teile der bereits erhaltenen Corona-Soforthilfe zurückzuerstatten. Deshalb solle man in keinem Fall der Aufforderung der Betrugsmail nachkommen.

Video: Betrüger auch bei Apple unterwegs - Warnung vor Mail.App

Fake-Mail im Umlauf: Nicht der erste Betrug in den Corona-Zeiten

Solche Fake-Mails in Zeiten des Coronavirus sind kein Einzelfall. Bereits im März ist eine fiese Masche von Betrügern aufgeflogen, die über falsche Internetseiten Daten gesammelt und Gelder umgeleitet haben sollen. 

Daraufhin hatte das Wirtschaftsministerium das Programm zur Soforthilfe Ende März vorläufig ausgesetzt. Bei den Fake-Mails ist das diesmal allerdings nicht der Fall. Die Corona-Soforthilfe kann weiterhin beantragt werden.