Sparen, wo es geht

Baumärkte und Gartencenter planen verkürzte Öffnungszeiten – wegen der Gaskrise

Kommunen versuchen bereits Gas und Energie zu sparen, um sich auf den Winter vorzubereiten. Baumärkte und Gartencenter erwägen jetzt einen drastischen Schritt.

Dortmund – Die Gas-Krise verunsichert nicht nur Privathaushalte, auch Händler bereiten sich schon jetzt auf das Schlimmste vor und suchen nach Lösungen für die kalten Monate. Baumärkte und Gartencenter erwägen sogar Kürzungen der Öffnungszeiten und gar komplette Schließungen.

ThemaGas-Krise
UrsacheRusslands Krieg mit der Ukraine und stockende Gaslieferungen
AuswirkungenSpar-Maßnahmen der Kommunen und Händler

Baumärkte und Gartencenter müssen Gas sparen – und wollen teilweise schließen

Baumärkte und Gartencenter sind wahre Energiefresser. Die riesigen Hallen wollen beheizt werden, Pflanzen müssen im Winter vor Frost geschützt werden. Angesichts der steigenden Gas-Preise erwägen Gartenfachhändler laut Lebensmittel Zeitung (LZ) sogar die komplette Schließung für einige Wochen.

Dafür kämen die ohnehin schwachen Wintermonate infrage. Die Ausgaben für Energie- und Personal würden die Einnahmen übersteigen. Es wäre ein Minusgeschäft. Gegenüber der LZ offenbart Peter Wüst, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), dass einige Center überlegen, den ganzen Januar zu schließen.

Gas-Krise setzt Baumärkten zu – Verkaufstage werden womöglich verkürzt

Ähnliche Pläne würden aktuell auch Baumärkte schmieden. Um Heiz- und Stromkosten zu sparen, würden Märkte aktuell prüfen, ob Öffnungszeiten verkürzt werden könnten. Eine weitere Überlegung sei, zumindest die Grünflächen in den Wintermonaten zu schließen. Immerhin ist der Garten-Bereich in der kalten Jahreszeit nicht sonderlich gefragt.

Der LZ zufolge soll ein Hagebau aus NRW errechnet haben, dass er 10 bis 15 Prozent einsparen könne, wenn er die Temperatur um bis zu drei Grad senkt. Was allerdings nur wenig bringen dürfte, da der Markt mit einer Verdreifachung der Gas-Kosten rechne.

Gas-Krise setzt Märkte und Kommunen unter Druck – erste Pläne werden geschmiedet

Angesichts der drohenden Gasknappheit in Deutschland versuchen nicht nur Gartencenter und Baumärkte Kosten einzusparen. Das Land NRW bereitet bereits einen Rettungsschirm für die Stadtwerke vor. Und auch einzelne Kommunen versuchen bereits, Gas und Energie zu sparen.

Baumärkte und Gartencenter erwägen drastische Änderung wegen der Gas-Krise.

Aktuell sind die Gasspeicher zu fast 75 Prozent gefüllt – das ist das erste Etappenziel zur Vorbereitung auf den Winter. An kalten Wintertagen wurden laut Deutscher Presse-Agentur bis zu 60 Prozent des Gasverbrauchs aus deutschen Speichern abgedeckt.

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