Neues Infektionsschutzgesetz greift

Corona-Notbremse: Aktuelle Regeln für Gartencenter und Baumärkte

Seit Samstag (24. April) gilt die Bundesnotbremse. Corona-Regeln, die zuvor die Länder selbst bestimmt haben, sind nun einheitlich geregelt – auch die Öffnungen von Gartencentern und Baumärkten.

Dortmund – Der Frühling ist da und es juckt in den Fingern, die Gartensaison zu eröffnen: Hochbeet bauen, erste Tomatensetzlinge anziehen oder den Balkon auf Vordermann bringen. Nur mal eben ins Gartencenter oder in den Baumarkt und los geht`s. Aber Moment, haben die aufgrund der bundesweiten Corona-Notbremse überhaupt geöffnet?

InfektionsschutzgesetzGesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite
Inkrafttreten der letzten Änderung22. April 2021 (Corona-Notbremse)
Inhalt der letzten ÄnderungÜberschreitet eine Region eine Inzidenz von 100, werden dort künftig bundeseinheitliche Maßnahmen das Infektionsgeschehen eindämmen.

Corona-Notbremse betrifft auch Gartencenter und Baumärkte

Die bundesweite Notbremse greift, sobald die Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt an drei Tagen in Folge über 100 liegt. Die Neuerung im Infektionsschutzgesetz soll vorerst bis zum 30. Juni gelten und betrifft Ausgangsbeschränkungen, Schulschließungen und strenge Regeln für Geschäfte.

Auch die Öffnungszeiten von Baumärkten und Gartencentern sind nun einheitlich geregelt. Welche Regeln ab sofort gelten und ob es für Gartenmärkte weiterhin in der Corona-Pandemie eine Ausnahme gibt, hat RUHR24 zusammengefasst:

Bundestnotbremse: Ab einer Inzidenz unter 150 dürfen Baumärkte öffnen

Die Corona-Notbremse sieht vor, dass „bei einer Inzidenz unter 150 es bei allen weiteren Geschäften möglich sein wird, mit Termin und mit einem aktuellen negativen Testergebnis einzukaufen.“ Steigt der Wert, bleiben die Geschäfte geschlossen oder sie können Click and Collect anbieten – das gilt auch für Baumärkte, wie wa.de* berichtet.

Heißt konkret: Ob Baumärkte öffnen dürfen oder nicht, hängt von der Sieben-Tage-Inzidenz vor Ort ab. Steigt der Wert über 150, darf der Einzelhandel die Onlinebestellung mit anschließender Abholung im Laden anbieten. Hier ist in der Regel kein negativer Corona-Test notwendig, sei denn die Geschäfte führen die Testvorlage nach eigenem Ermessen ein. (mehr Corona-News aus NRW auf RUHR24)

Ob Baumärkte öffnen dürfen, hängt von der Wochen-Inzidenz der Corona-Zahlen in einer Stadt ab.

Corona-Notbremse: Ausnahmen für Gartencenter – das sind die aktuellen Regeln

Und wie sieht es bei Blumenläden und Gartencentern aus? Für beide Geschäfte gelten in vielen Bundesländern bereits sei Anfang Februar Ausnahmen. Ändert sich das nun durch die bundesweit einheitlichen Regeln?

In dem aktuellen Infektionsschutzgesetz heißt es: „die Öffnung von Ladengeschäften und Märkten mit Kundenverkehr für Handelsangebote ist untersagt, wobei der Lebensmittelhandel (...) sowie Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Gartenmärkte ausgenommen sind.“

Corona-Notbremse: Gartencenter und Blumengeschäfte haben offen – aber mit Ausnahmen

Hobbygärtner dürfen sich also freuen: Die Öffnungen von Blumenläden und Gartencentern sind vom Corona-Infektionsgeschehen unabhängig und es besteht weiterhin die Möglichkeit, den Garten oder Balkon mit neuen Pflanzen auf Vordermann zu bringen.

Allerdings gilt auch in Blumengeschäften und Gartencentern weiterhin die Maskenpflicht und die erlaubte Anzahl der Kunden ist von der Größe des Geschäfts abhängig. Beim Verkauf von Gartenmöbeln sieht es ebenfalls kritisch aus. Um diese im Gartencenter zu kaufen, muss in der Regel ein Termin vereinbart werden. Ebenso für Dekorationsobjekte und andere Gegenstände, die keine Pflanzen sind. *wa ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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