Achtung, Betrug

Bank-Kunden aufgepasst: Betrüger locken mit Werbe-Anzeigen in fiese Falle

Wer aktuell Suchmaschinen im Internet nutzt, sollte genau hinsehen. Betrüger treiben hier ihr Unwesen. Sie haben es auf Bank-Kunden abgesehen.

Dortmund – Wer hin und wieder Begriffe in Suchmaschinen eingibt, wird dort auch mit Werbung konfrontiert. Bei den obersten Treffern handelt es sich oft um gekennzeichnete Werbeanzeigen, die absichtlich und gegen die Zahlung von Gebühren dort platziert wurden. Verbraucher sollten aufpassen, denn hinter einigen stecken Betrüger.

VereinVerbraucherzentrale
Gründung2000
HauptstandortDüsseldorf, NRW

Google, Bing und mehr im Browser: Werbung kann auch Betrug sein

Werbung taucht aber nicht nur beim Marktführer Google auf, sondern auch bei Bing und anderen Suchmaschinen. Nicht immer handelt es sich herbei auch um den sinnvollsten Link zu der jeweiligen Suchanfrage – und oft sind sie nicht einmal vertrauenswürdig.

Wer auf die Links klickt und die Kennzeichnung als Anzeige nicht bemerkt, landet möglicherweise auf einer Internetseite, nach der gar nicht gesucht wurde. Häufig sind auch Webseiten dabei, die bekannten Online-Banking-Portalen ähnlich sehen. Und die können gefährlich werden (mehr News zu Digitales bei RUHR24 lesen).

Betrug um Online-Banking bei Google und mehr: Das kann passieren

Wie die Verbraucherzentrale NRW berichtet, kann Nutzern nämlich auf mehreren Wegen geschadet werden. Oft geben die betrügerischen Seiten vor, dass der Zugang zum Online-Banking für den Nutzer gesperrt sei und zum Freischalten eine angegebene Telefonnummer angerufen werden müsse.

Unter der entsprechenden Nummer, so die Verbraucherzentrale, könnten Betrüger beispielsweise wichtige persönliche Daten abfragen. Mit diesen könnten Betrüger später das tatsächliche Bankkonto plündern. Es ist nicht das erste Mal, dass Banken ins Visier von Betrügern fallen: Zuletzt kursierten verschiedene Maschen via Mail.

Bei einer anderen Betrugsmasche auf einer der Fake-Webseiten wird vorgegeben, dass Verbraucher ab sofort eine spezielle App brauchen, um weiter Online-Banking nutzen zu können. Dabei handelt es sich aber nicht um die offiziellen Programme der jeweiligen Bank, sondern um sogenannte „Key-Logger“.

Online-Banking: So schützt man sich vor Betrug bei Suchmaschinen

Diese Apps können die Daten auslesen, die Verbraucher in ihrem Smartphone eintippen. Dazu zählen auch Zugangsdaten und Passwörter. Andere Apps können das Adressbuch der Nutzer auslesen und so massenweise Spam an die Kontakte verschicken. Ähnlich wie bei einer Betrugsmasche, die aktuell bei Whatsapp kursiert.

Aber wie kann man sich vor der Betrugsmasche schützen? Die Verbraucherzentrale rät dazu, bei sensiblen Webseiten wie Online-Banking immer die korrekte Adresszeile in den Browser zu tippen. Das bedeutet: Wer online etwas überweisen muss oder seinen Kontostand einsehen will, sollte nicht nach der Bank per Suchmaschine suchen und auch nicht auf die Links klicken.

Beim Online-Banking ist Vorsicht gefragt. Betrüger schalten gefakte Anzeige in Suchmaschinen.

Wer die genaue Adresse für das Online-Banking nicht kennt, muss trotzdem per Suchmaschine danach suchen. Bei den Treffern sollte man unbedingt auf Begriffe, wie „Anzeige“, „Werbung“ oder ähnliches achten und nicht auf die entsprechenden Links klicken.

„Key-Logger“-Apps vermeiden: Diese Tipps helfen

Doch auch vor den betrügerischen Apps sollte man sich schützen. Apps sollten nur aus offiziellen Anwendungen wie beispielsweise dem Google Play Store oder dem Apple Store installiert werden. Wenn eine Internetseite dazu drängt, eine App zu installieren, ist das meistens gefährlich (mehr Warnungen bei RUHR24 lesen).

Viele Smartphones besitzen eine Sicherheitsfunktion, durch die Apps aber auch gar nicht per Webseite installiert werden können. Viele betrügerische Seiten liefern Anleitungen, wie man diese Funktion umgehen kann. Solche Aufforderungen sollten dringend ignoriert werden.

Rubriklistenbild: © Denis Charlet/AFP, Collage: RUHR24