Kontakt zu russischen Banken

Bankinstitut ist insolvent – tausende Kunden in Deutschland betroffen

Eine weitere Insolvenz erschüttert den europäischen Bankenmarkt. Tausende Kunden werden von der Pleite hart getroffen.

Dortmund – Nachdem die „Sberbank Europe“ mit Sitz in Wien bereits im März Insolvenz anmelden musste, folgt nun die nächste Bankpleite. Was bedeutet das für die Kunden?

BankinstitutAmsterdam Trade Bank
Gründung1994
HauptsitzAmsterdam, Niederlande

Bankinstitut meldet Insolvenz an: Tausende Kunden von Pleite betroffen

Mittlerweile soll auch die Amsterdam Trade Bank, welche in Deutschland auch unter FIBR Bank bekannt ist, Insolvenz anmelden müssen. Genauso wie die „Sberbank Europe“ habe auch das niederländische Institut nach Angaben von Chip Verbindungen zu russischen Banken. So soll der Mutterkonzern der Amsterdam Trade Bank, namens Alfa Bank, aktuell etwa von US-Sanktionen betroffen sein.

Der niederländischen Zentralbank zufolge verfügte die Amsterdam Trade Bank zuletzt über 23.000 private Einlagenkunden, davon alleine 6.000 aus Deutschland. Betroffene sollen von der DNB, also „De Nederlandsche Bank“ ein Schreiben erhalten, wie sie an ihre Erstattungen kommen. Doch auch Kunden deutscher Banken drohen Kontokündigungen.

Bankinstitut meldet Insolvenz an: So geht es für betroffene Kunden weiter

Durch die Insolvenz der Amsterdam Trade Bank tritt laut atbank.de nun die Einlagensicherung, das sogenannte Dutch Guarantee Scheme, in Kraft. Das bedeutet, dass das eingezahlte oder angelegte Geld der Kunden bis zu einem gewissen Betrag abgesichert ist, falls die Bank in Insolvenz geht oder zahlungsunfähig wird.

Nach Angaben von der Zeit schützt die gesetzliche, europäische Einlagensicherung Beträge von bis zu 100.000 Euro je Sparer und Bank. Der Umfang der geschützten Einlagen des Geldinstituts beläuft sich der DNB zufolge auf rund 700 Millionen Euro. Die deutsche Kreditwirtschaft muss somit laut Chip nicht für die Schäden aufkommen.

Ein Bankinstitut meldet Insolvenz an.

Wie finanz-szene.de berichtet, hatte sich die Pleite der Amsterdam Trade Bank in den vergangenen Wochen bereits angedeutet. So schreiben etwa holländische Wirtschaftsmagazine von Vertrauensverlust seitens der Einleger. Zunächst soll über einen Verkauf des Instituts spekuliert worden sein, doch stattdessen wurde nun die Insolvenz bekannt gegeben.

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