Bananen-Krise: Seuche in Kolumbien bringt unser Lieblingsobst in Gefahr

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Bananenplantagen in Kolumbien von Pilz befallen. Foto: dpa

In Kolumbien wurden zahlreiche Bananen-Plantagen von enem aggressiven Pils befallen, was nun auch Konsequenzen für Deutschland haben könnte. Hier mehr lesen

In Kolumbien sind zahlreiche Bananen-Plantagen von einem hochaggressiven Pilz befallen worden, was auch Konsequenzen für den Deutschen Markt haben könnte.

  • Kolumbianische Bananenplantagen wurden von einem aggressiven Pilz befallen.
  • 90 Prozent der Deutschen-Supermarktbananen kommen als Import aus Lateinamerika.
  • Eine ähnliche Krise gab es bereits vor 50 Jahren.

Die Banane ist das Lieblingsobst der Deutschen. Doch nun ist sie in Gefahr! Wie die Bild berichtet wurden in Kolumbien zahlreiche Bananen-Plantagen vom Pilz "Tropical Race 4" (TR4) befallen.

Bananen-Pflanzen müssen niedergebrannt werden

Dieser Pilz ist zwar für Menschen nicht giftig, für die Pflanzen aber sehr gefährlich. Sie müssen nach einem Befall niedergebrannt werden.

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Da Deutschland 90 Prozent seiner Bananen aus Lateinamerika importiert, könnte die Seuche auch für uns zum Problem werden. Der deutsche Frchthandels-Verband bestätigte gegenüber Bild:

"Plantagen in ganz Lateinamerika – und damit auch Bananen in deutschen Supermärkten – könnten in wenigen Jahren Geschichte sein." Der Preis für das gelbe Obst würde dann wohl deutlich steigen.

Ähnlicher Fall bereits vor 50 Jahren

Einen ähnlichen Zwischenfall gab es bereits Ende der 1960er Jahre, als der Pilz eine Bananensorte komplett ausrottete.

Damals stellten Produzenten in Monokultur auf die Sorte „Giant Cavendish“ um – die jetzt befallen ist. Alternativen bieten nur genveränderte Sorten.

Kurios wurde es hingegen, als ein Mitarbeiter vor wenigen Monaten eine giftige Banenspinne in einem Edeka-lager in Hamm-Rhynern fand.