Infektion droht

Rückruf bei Kaufland wegen Bakterien – drohende Symptome leicht zu verwechseln

Kaufland ist von einem weiteren Rückruf betroffen. In einem frischen Produkt wurden Bakterien entdeckt. Vom Verzehr wird dringend abgeraten.

Dortmund – Frische-Theken in Discountern sind eine beliebte Anlaufstelle für Kunden. Wer in der vergangenen Zeit bei der Frische-Theke von Kaufland eingekauft hat: aufgepasst! Denn davon wird nun ein Produkt zurückgerufen. Der Verzehr kann grippeähnliche Symptome hervorrufen.

Rückruf bei Kaufland: Produkt aus der Frische-Theke mit Listerien kontaminiert

Von dem Rückruf betroffen ist die Fisch-Frikadelle des dänischen Herstellers „Jeka A/S“. Diese wurde an der Frische-Theke von Kaufland im Zeitraum vom Montag (1. August) bis einschließlich Dienstag (15. November) verkauft. Erst kürzlich wurde ebenfalls von Kaufland ein Fertigprodukt zurückgerufen.

Wie das Portal Lebensmittelwarnung berichtet, wurden bei der Herstellung in Dänemark sogenannte Listerien in den Fisch-Frikadellen gefunden. Die Bakterien können nach dem Verzehr die Infektionskrankheit Listeriose auslösen.

Wer die Fisch-Frikadellen gekauft hat, kann das Produkt bei Kaufland zurückgeben. Ein Kassenbon ist nicht zwingend notwendig. Auch eine Süßigkeit wird aktuell aufgrund von Bakterien zurückgerufen.

Neben Kaufland-Filialen in NRW sind auch die in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen betroffen.

Rückruf bei Kaufland: Listerien in Fisch-Frikadellen lösen grippeähnliche Symptome aus

Listerien sind Bakterien, die meist vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Daher spricht man bei einer Infektion mit Listeriose auch von einer Zoonose. Verläuft eine Infektion bei gesunden Erwachsenen leicht, können Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Erbrechen oder auch Durchfall auftreten.

Diese Symptome können auch leicht mit einer Grippe verwechselt werden. Bei älteren, immunschwachen oder schwangeren Menschen kann eine Infektion mit Listeriose zum Teil tödlich verlaufen, wie das bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit berichtet.

Besonders für schwangere Frauen kann eine Infektion mit diesem Bakterium schwerwiegende Folgen haben. Dabei besteht das Risiko einer Frühgeburt, einer Totgeburt oder auch einer Neugeborenen-Listeriose.

Bei Kaufland werden Fischfrikadellen zurückgerufen. (Symbolfoto)

Einer Listerien-Infektion und Listeriose vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu einer Infektion kommt, sollte Fleisch und Fisch vollständig durchgegart, Rohmilch abgekocht und bei leicht verderblichen Lebensmitteln auf das Haltbarkeitsdatum geachtet werden.

Schwangere sollten es außerdem vermeiden, rohes Fleisch und rohe Milch zu sich zu nehmen. Auch bei Käse sollte die Rinde im besten Fall entfernt werden.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

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