Bild: Daniele Giustolisi

Immer wieder sind in den vergangenen Wochen Menschen bei tragischen Badeunfällen ums Leben gekommen. Damit der Spaß im Wasser kein tragisches Ende nimmt, sollten Badegäste einige Hinweise beachten.

  • Badeunfälle sorgen für Tote und Verletzte.
  • DLRG gibt Tipps zum Baden in Binnengewässern.
  • Viele Unfälle sind vermeidbar.

Wer sich im Sommer abkühlen will, den zieht es ins kühle Nass. Im Ruhrgebiet gibt es zahlreiche Badestellen, an denen man sich erfrischen kann. Wer sich gegen das Freibad entscheidet, muss vorsichtig sein. Das Risiko in unbewachten Binnengewässern zu ertrinken, ist um ein Vielfaches höher als an von Rettungsschwimmern bewachten Badestellen oder in Schwimmbädern, warnt die DLRG.

Badeunfälle: 504 Tote im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr kamen laut DLRG mindestens 504 Menschen im Wasser um. „In den Monaten Juli und August sind die Zahlen der Rettungseinsätze besonders in die Höhe geschnellt. Leichtsinn, Selbstüberschätzung oder Unkenntnis über die Gewässer waren die häufigsten Ursachen“, sagt Achim Haag, Präsident der DLRG.

Und auch in diesem Jahr gab es bereits mehrere tragische Badeunfälle. So wurde in der vergangenen Woche die Leiche eines vermissten Mannes aus dem großen Silbersee in Leverkusen geborgen. Am Sonntagabend verunglückten in Bochum zwei Menschen beim Baden in der Ruhr. Einer von ihnen starb. Und auch ein vermisster 9-jähriger Junge aus Hamm konnte nur tot geborgen werden.

DLRG gibt Tipps für das richtige Verhalten

Viele dieser Badeunfälle sind nach Angaben der DLRG vermeidbar. Sie gibt deshalb Tipps für das richtige Verhalten beim Baden in offenen Gewässern.

  • Nur an bewachten Badestellen schwimmen gehen und die Warnhinweise vor Ort beachten.
  • Eltern sollten ihre Kinder am Wasser nie aus den Augen verlieren und immer in Griffweite bleiben.
  • Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere können leicht abgetrieben werden und deshalb in Binnengewässern gefährlich sein.
  • Überschätzt eure Leistungsfähigkeit nicht und werdet nicht übermütig.
  • Unbekannte Gewässer bergen Gefahren – das gilt auch und vor allem für Kanäle und Flüsse. Das kann leicht zu Badeunfällen führen.
  • Vorsicht vor zu kalten Gewässern: Ein Sprung ins kühle Nass kann zu Unterkühlungen und Krämpfen führen.
  • Nie in unbekannte Gewässer springen, Kopfsprünge im Ufer- und Flachwasserbereich können lebensgefährlich sein und schwerste, dauerhafte Schäden nach sich ziehen.
  • Wenn Gewitter droht, geht sofort weg vom Wasser. Es besteht Lebensgefahr!
  • Baden in Flüssen und im Kanal ist besonders gefährlich. Hier drohen unbekannte Strömungen, Sogwirkungen und Unterwasserhindernisse. Sollten auf dem Fluss Schiffe unterwegs sein, macht das das Baden unkalkulierbar.
  • Trinkt keinen Alkohol, wenn ihr Baden wollt und wartet nach dem Essen ein Weilchen mit dem Schwimmen.

Gefahren gehen nicht nur vom Wasser aus

Doch nicht nur das Baden an Binnengwässern bringt die Gefahr eines Badeunfalls mit sich. Auch auf starker Hitze reagiert der Körper. Das kann im schlimmsten Fall zu einem Hitzschlag oder einer Dehydrierung führen. Und auch Kopfschmerzen treten besonders gern bei Hitze auf.

Wer zum Baden ins Freibad oder ein Binnengewässer fährt, sollte außerdem unbedingt darauf achten, sich einzucremen. Und zwar auch wieder jedes Mal nach dem Baden, denn im Wasser löst sich die Sonnencreme zu großen Teilen vom Körper.