Dauerbackmatten und Einfetten

Finger weg von Backpapier – Warnung vor krankmachenden Giftstoffen

Backpapier hat bei falscher Verwendung durchaus eine gefährliche Seite. Die Alternativen dazu sind vielfältig und bringen Vor- und Nachteile mit sich.

Dortmund – Gerade jetzt vor Weihnachten wird viel gebacken. Egal ob Plätzchen oder Kuchen, fast immer kommt dabei Backpapier zum Einsatz. Wie echo24.de bereits berichtet hat, sollten Verbraucher dabei aber auf einige Dinge aufpassen. Was viele nicht wissen, unter bestimmten Umständen wird es gefährlich - es lauern giftige Inhaltsstoffe. Doch es gibt auch Alternativen, wie echo24.de berichtet.

Alternativen zum Backpapier: Einfetten als einfache Option

Der Sender SWR hat dazu einen großen Back-Test gestartet. Auf den unterschiedlichen Backunterlagen wurden drei Rezepte getestet: Haferflocken-Plätzchen, Nuss-Dattel-Makronen und Ofenkartoffeln. Und auch beim Gesundheits-Onlineportal Praxis Vita hat man andere Optionen gefunden. Wer kann das Backpapier am besten ersetzen?

Die einfachste Alternative zum Backpapier ist gar nichts unter die Plätzchen zu legen. Praxis Vita nennt das simple Einfetten von Blechen oder Backformen. Danach mit ein wenig Mehl bestreuen und nichts klebt mehr an. Wer dann noch etwas Geld investieren möchte, der kann sich ein Antihaft-Backblech kaufen. Laut Bericht lohnt sich die Anschaffung. Pizza, Plätzchen und Co. kommen demnach ganz ohne Backpapier in den Ofen. Das spart Müll und ist weniger gefährlich für die Gesundheit.

Beim SWR kommt eine Dauerbackfolie aus Teflon mit Antihaftbeschichtung zum Einsatz. Das Problem für die Tester war dabei, „dass ein Bogen kleiner ausfällt als beim herkömmlichen Backpapier. Dadurch kann es leichter passieren, dass Flüssigkeit auf das Backblech gelangt“. Immerhin zeigte der Versuch, dass die Plätzchen jedoch einfach abzulösen waren. Plätzchen sollte man nach dem Backen übrigens auf keinen Fall in der Dose lagern.

Dauerbackmatten als Ersatz für normales Backpapier

Ebenfalls im Versuch dabei war eine Silikon-Dauerbackmatte. Diese fällt dem Bericht nach aber „ebenfalls kleiner aus als das Standard-Backpapier“. Vorteil bei der Silikon-Matte, sie ist auf dem Backblech rutschfest. Testgewinner war das Produkt für die SWR-Tester beim Ablösen der Plätzchen und Ofenkartoffeln (mehr Warnungen bei RUHR24 lesen).

Beim Portal Praxis Vita sieht man dagegen den einzigen Vorteil zum Backpapier darin, dass man sie länger verwenden kann als herkömmliches Backpapier. Allerdings heißt es dazu weiter: „Ein Restrisiko für einen Austritt der Giftstoffe bei zu starkem Erhitzen bleibt jedoch genau wie bei dem beschichteten Backpapier bestehen“.

Backpapier ist nicht immer ungefährlich.

Umweltfreundliche Alternative zum Backpapier ist das Butterbrotpapier

Auch die Dauerbackfolie aus Teflon wird von den Fachleuten unter die Lupe genommen. Vorteil, man kann sie bis zu 1.000 Mal verwenden. Und: „Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine Nutzung bis 200 °C gesundheitlich völlig unbedenklich“. Probleme sieht man besonders bei der Entsorgung dieser Backpapier-Alternative: „Da die Backfolie aus Teflon ist, werden bei ihrer Entsorgung im Hausmüll in der Müllverbrennung giftige Gase freigesetzt, die schädlich für die Umwelt sind“.

  • Die Alternativen zum Backpapier im Überblick:
  • Einfetten
  • Butterbrotpapier
  • Antihaft-Backblech
  • Dauer-Backfolie
  • Backmatten

Eine umweltfreundliche Alternative zum Backpapier, die dazu noch die eigene Gesundheit schont, ist Butterbrotpapier. Butterbrotpapier ist laut Bericht „nicht mit Silikon beschichtet und daher leichter zu recyceln und deutlich besser für Gesundheit und Umwelt. Butterbrotpapier darf jedoch nur einmal verwendet werden, erhöht also das Müllaufkommen“.

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