Dunkelheit und beschlagene Scheiben

Auto fahren bei Nässe – 6 Tipps sorgen sofort für mehr Sicherheit

In der dunklen Jahreszeit bringt der Verkehr zusätzliche Herausforderungen. Hier sind sechs Tipps, um bei Nässe im Auto sicher anzukommen.

Dortmund – Nasse oder glatte Straßen, beschlagene Scheiben und Dunkelheit. Das sind die Herausforderungen, mit denen sich Autofahrer im Verkehr im Winter bei Regen, Schnee oder Glätte herumärgern müssen. Doch worauf kommt es in der dunklen Jahreszeit wirklich an?

Autofahren bei Nässe in der Kalten Jahreszeit – gut sehen und gut gesehen werden

Im tiefsten Winter müssen Autofahrer ihre Scheiben von Eis freikratzen. Doch auch bei Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad und bei Regen gibt es beschlagene oder nasse Scheiben. Die müssen vor dem Start der Fahrt frei sein. Die eine Patentlösung gibt es nicht (mehr News zu Auto und Verkehr bei RUHR24).

Hilfreich sind laut ADAC Mikrofasertücher oder Geschirrtrockentücher. Natürlich sorgt auch eine auf die Scheibe ausgerichtete Lüftung für freie Sicht. Bei Nässe gehören beschlagene Scheiben von innen zu den größten Hürden, sodass eine von außen installierte Abdeckfolie in solchen Fällen nur marginal hilft. Vor dem Start der kalten und nassen Jahreszeit sollten Autofahrer zudem ihre Scheibenwischer prüfen und zur Not austauschen.

Eine freie Sicht auf den Verkehr ist ebenso wichtig, wie die richtige Beleuchtung. Mittlerweile fahren zahlreiche Autofahrer auch am Tag mit eingeschaltetem Licht. Bei Regen und einer schlechten Sicht sieht es die Straßenverkehrsordnung sowieso vor. Bei einer durch Schnee oder Nebel verursachten Sichtweite von unter 150 Metern sollte man die Nebelscheinwerfer einschalten.

Den Reifendruck sollten Autofahrer bei niedrigeren Temperaturen im Winter anpassen, oder anpassen lassen. Falscher Druck kann sowohl den Bremsweg verlängern als auch die Kurvenlage. Der Reifendruck verringert sich pro 10 Grad um circa 0,07 bis 0,14 bar.

Autofahren bei Nässe im Winter – Blitzeis ist ein Phänomen von Schwankungen rund um den Gefrierpunkt

Blitzeis gehört zu den gefährlichsten Situationen im Straßenverkehr. Die Haftung zwischen Reifen und Asphalt ist nahezu nicht mehr vorhanden. Dieses Phänomen tritt nicht bei Minusgraden, sondern eher rund um den Gefrierpunkt auf. Autofahrer sollten sich vor dem Fahrtantritt informieren und zur Not das Auto stehen lassen. Blitzeis ist tückisch, da es aus dem Nichts auftritt. Autofahren bei permanentem Schnee und Eis sorgt noch für ganz andere Herausforderungen, wie tz.de berichtet.

Machen die Autobatterien trotz Winterwetters nicht schlapp und lassen es die Wetterverhältnisse zu, kann die Fahrt losgehen. Eine Autofahrt bei Nässe erfordert eine vorsichtige und vorausschauende Fahrweise. Generell gilt der sogenannte „halbe Tacho“ als Abstandsgrad. Fährt man 50 km/h, sollte man 25 Meter Abstand vom vorausfahrenden Fahrzeug halten. Bei extremeren Wetterverhältnissen gilt gar eine Höchstgeschwindigkeit.

Tempolimit bei extremen Wetter

In § 3 Absatz 1, Satz 3f. der Straßenverkehrsordnung heißt es zum Fahren bei Regen:
„Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 Meter, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden darf.“

Autofahren bei Nässe und Dunkelheit stellt die Fahrer vor zusätzliche Herausforderungen.

Generell sollten Autofahrer die veränderten Straßenverhältnisse testen und – falls der Verkehr es zulässt – eine Bremsprobe durchführen. Der Bremsweg auf nassen Straßen ist länger als auf trockenem Asphalt. Eine einheitliche Formel, inwieweit sich ein Bremsweg bei Regen oder gar Schnee verlängert, ist nicht zielführend.

Autofahren bei Nässe – Bremsproben sorgen für mehr Sicherheit bei Autofahrern

Jedem Autofahrer passiert es, ins Schleudern zu geraten. Auch, wenn es in geschriebenen Zeilen einfacher klingt, als in der Realität: Aber – Ruhe bewahren, ist wichtig. Der ADAC rät dazu, den Fuß vom Gas zu nehmen, auszukuppeln, sanft gegenzulenken und zu bremsen. Eine Vollbremsung hilft nur, wenn das Fahrzeug nicht mehr reagiert. Generell gilt hier, dass eine langsamere Fahrt die Gefahr, ins Schleudern zu geraten, minimiert.

Rubriklistenbild: © Rolf Poss/Imago

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