Verkehr

Autofahren im Winter: So vermeidet man vier gängige Fehler

Wer im Winter Auto fährt, der hat es nicht immer leicht. Oft machen es sich Fahrer durch typische Fehler noch schwerer.

Dortmund - Der Winter ist für Autofahrer einer der gefährlichsten Zeiten des Jahres. Die Straßen sind nicht selten eisig, das Auto rutscht schlimmstenfalls weg und die Sicht ist durch die häufige Dunkelheit beschränkt. Schnell kommt es zu Unfällen. Zur kalten Jahreszeit ist daher besondere Vorsicht geboten. Um sich selbst und andere zu schützen, sollten typische Fehler vermieden werden.

Autofahren ohne Winterreifen: Warum dieser Fehler zum Verhängnis im Verkehr werden kann

Wer nicht mit Allwetterreifen fährt, vergisst schonmal die Räder im Winter zu wechseln. Was im ersten Moment harmlos klingt, kann schnell zur Gefahr im Straßenverkehr werden. In Deutschland ist die situative Winterreifenpflicht vorgeschrieben. Diese besagt, dass die Autoreifen spätestens bei Glätte oder Schnee wintertauglich sein müssen.

Wer sich nicht an die Regel hält, muss mit einem saftigen Bußgeld im Wert von mindestens 60 Euro rechnen. Einen Punkt in Flensburg gibt es obendrauf. Der vorzeitige Wechsel der Reifen kann daher nicht schaden. Schließlich heißt die alte Regel ja „Von O bis O“, was so viel heißt, wie zu Ostern sollen die Sommerreifen rauf, im Oktober dann runter.

Häufiger Fehler im Winter: Autobatterie vernachlässigen - Kälte wird zur Belastung beim Fahren

Ein weiterer typischer Fehler beim Autofahren ist das Vernachlässigen der Autobatterie. Im Winter wollen wir das Auto so schnell wie möglich erhitzen. Das kann allerdings zum Problem werden, denn wer jeden Morgen vor dem Losfahren die Sitzheizung oder die Heckscheiben-Heizung anmacht, riskiert, dass die Batterie schnell schlapp macht. Beschlagene Autoscheiben lassen sich übrigens auch ohne Wärme bekämpfen.

Niedrige Temperaturen sorgen dafür, dass die Akkus im Winter weniger Kapazität haben. Denn durch die Kälte werden sie langsamer geladen und erbringen gleichzeitig eine geringere Leistung. Bei Frost und Schnee benötigt der Motor beim Starten deutlich mehr Energie als sonst. Diese sollte also nicht für das Aufwärmen des Innenraums aufgebraucht werden.

Fehler beim Autofahren im Winter: Los fahren ohne das Fahrzeug von Schnee und Eis befreit zu haben

Wer unter Zeitdruck steht oder faul is, erspart sich ab und an das Freikratzen der Scheiben. Das kann auf Dauer teuer werden. Das Gesetz besagt, dass mindestens die Windschutzscheibe und die beiden vorderen Seitenscheiben von Schnee und Eis befreit werden müssen, bevor man losfährt.

Wer nur mit einem kleinen Guckloch in der Frontscheibe fährt, riskiert ein Bußgeld in Höhe von zehn Euro. Doch das kann sich schnell häufen. Wenn beim Fahren die Schneedecke vom Autodach rutscht und andere Verkehrsteilnehmer dadurch gefährdet werden, kann es laut Bußgeldkatalog eine Strafe von mindestens 25 Euro geben. Wer unterwegs mit eingeschneiten Kennzeichen erwischt wird, zahlt nochmal fünf Euro zusätzlich (alle Lifehacks auf RUHR24).

Autofahrer haben im Winter mit Schnee und Glätte zu kämpfen.

Vermeidbarer Fehler im Winter: Frostschutz zu spät oder nie checken kann Fahren behindern

Bei niedrigen Temperaturen sollte man den Kühler-Frostschutz kontrollieren. Wer dies nicht macht, riskiert gravierende Schäden am eigenen Auto. Fahrer, die sich ohne die farbige Flüssigkeit auf den Weg machen, müssen mit frierendem Kühlwasser rechnen. Dieses kann das Kühlsystem stark beschädigen.

Beim Anlassen des Wagens kann es zusätzlich zu Problemen mit dem Motor, der Wasserpumpe und den Zahnriemen kommen. Ob sich im Auto genügend Frostschutz befindet, kann leicht mit einer Kühlwasser-Spindel geprüft werden. Im Optimalfalls hält das Frostschutzmittel eine Kälte von bis zu minus 20 Grad aus.

Rubriklistenbild: © Ute Wessels/DPA

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