Spritpreise

Spritpreis 2023 in Deutschland: Öl-Embargo gegen Russland mit Folgen

Wie werden sich die Spritpreise im Jahr 2023 entwickeln? Autofahrer befürchten, dass der Stopp der Öl-Lieferungen aus Russland einen Effekt hat.

Dortmund – Tanken war im Jahr 2022 teuer. Besonders im Sommer haben Autofahrer trotz des Tankrabatts für Diesel und Benzin viel Geld zahlen müssen. Doch wie entwickeln sich die Spritpreise im Jahr 2023?

Spritpreis 2023: Welche Auswirkungen der Öl-Lieferstopp aus Russland hat

Zunächst gibt es eine auf den ersten Blick besorgniserregende Nachricht. Aus Russland fließt kein Öl mehr nach Deutschland. Droht nun eine neue Welle von Spritpreiserhöhungen? Generell ist diese Frage mit „Nein“ zu beantworten (mehr News zu Auto und Verkehr bei RUHR24).

Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (EN2X) hat gegen Ende des Jahres 2022 zu dem Thema auf seiner Homepage Stellung bezogen hat. Im Allgemeinen sei die Rohölversorgung Deutschlands gesichert.

Spritpreis 2023 in Deutschland: Öl-Embargo gegen Russland mit Folgen

Die EU bezieht seit dem 31. Dezember 2022 kein Öl mehr aus Russland. Am 5. Februar 2023 folgt ein Stopp aller Lieferungen von Benzin und Diesel. Aber: Autofahrer werden die Auswirkungen nicht auf den Preistafeln der Tankstellen sehen.

Doch gibt es eine Prognose für die Preisentwicklung von Sprit? Werden Benzin und Diesel 2023 teurer oder billiger? Generell hat der Rohölpreis Auswirkungen auf den Spritpreis. Der Öl-Lieferstopp aus Russland ist ein Faktor von vielen. Und dabei bei weitem nicht der Größte.

Werden Benzin und Sprit im Jahr 2023 erneut teurer?

Wichtiger seien die Faktoren globale Konjunktur, Geldpolitik der Notenbanken und der Einfluss der Währung. Das alles sei aktuell noch schwer zu prognostizieren, so der Verband EN2X.

Benzin und Diesel im Jahr 2023: Viele Faktoren haben Einfluss auf den Spritpreis

Allerdings gibt es Hoffnung. Denn wie Focus berichtet, der sich auf die Wirtschaftsprognose des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) bezieht, wird es eine verhaltene Wirtschaftsentwicklung geben.

Eine verlangsamte Weltkonjunktur bedeutet gleichzeitig auch geringere Nachfragen bei Öl. Dementsprechend könnten die Preise sinken.

Zudem sind die Gewinne bei den Raffinerien gesunken. Im Jahr 2023 rechnet man laut Focus mit einer weiteren Normalisierung des Dieselpreises in Richtung des Vorkriegsniveaus, das bei 1,60 Euro lag.

ADAC hat am Anfang 2023 eine gute Nachricht für Autofahrer

Der ADAC macht keine genauen Prognosen zum Spritpreis. Ob Benzin und Diesel im Jahr 2023 teurer oder billiger werden, sei nur schwer vorherzusagen. Allerdings werden die Embargos, wie auch der Automobilclub schreibt, keinen Einfluss auf den Preis haben.

Letztendlich gebe es für Autofahrer generell eine gute Nachricht für das Jahr 2023: Die Erhöhung der CO₂-Abgabe bei Benzin und Diesel wird um ein Jahr verschoben und tritt erst 2024 in Kraft.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

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