Luxus im Pkw

Autofahrer sparen bis zu 4 Liter Sprit – wenn sie auf Stromfresser verzichten

Gerade im Winter verbrauchen Autos mehr Sprit. Das liegt an Heizung, Licht und Co. Aber wie viel teuer wird es für Autofahrer wirklich?

Dortmund – Heizung, Licht und Radio sind bei Autofahrenden auf der Fahrt im Auto im Winter immer an. Doch viele haben zusätzlichen Luxus wie Sitz- oder Lenkradheizung. Mehr Stromverbraucher ist gleichbedeutend mit einem höheren Verbrauch von Sprit – doch fällt das ins Gewicht?

Spritsparend fahren – Autofahrer könnten auch Stromfresser wie Heizung verzichten

Ja, es fällt ins Gewicht. Wie gravierend es für den einzelnen Autofahrenden ist, bleibt jedoch subjektiv. Nach einer Berechnung der Mittelwerte, die durch den Allgemeinen Deutschen Automobilclub (ADAC) erstellt worden ist, geht man davon aus, dass 100 Watt Leistung einen Mehrverbrauch von 0,1 Litern Sprit pro 100 Kilometer bedeutet. Klingt jetzt erst einmal nicht viel. Doch wie viel Watt haben Heizung, Radio und Licht?

Die Lichtmaschine ist für den Strom im Auto zuständig. Generell bedeutet das – je mehr Verbraucher benötigt werden, desto mehr Strom muss die Lichtmaschine erzeugen, desto höher ist der Spritverbrauch (mehr News zu Auto und Verkehr bei RUHR24).

Navigationsgerät, Radio, Lenkradheizung oder USB-Anschluss (10 bis 100 Watt) fallen weniger ins Gewicht. Sitzheizung, Abblendlicht und Lüftung (110 bis 170 Watt) schon etwas mehr. Laut ADAC ragt die beheizbare Front- und Heckscheibe mit 800 Watt und der Zuheizer bzw. die elektrische Heizung mit 2.000 Watt heraus.

Der ADAC hat eine Tabelle zusammengestellt, die Verbraucher ihre Wattleistung, den Benzinverbrauch und die Zusatzkosten für Autofahrende aufzeigt. 

Geht man jetzt davon aus, dass 100 Watt einen Mehrverbrauch von 0,1 Litern pro 100 Kilometer bedeuten, so verbraucht eine Heizung bis zu 2 Liter Sprit mehr. Autofahrende, die für einen Durchschnittspreis von 1,70 Euro tanken, zahlen so 3,40 Euro mehr. Wenn man mehr Verbraucher die ganze Zeit anhat, so steigen Verbrauch und Preis.

Autofahrer können Geld sparen – Stromfresser in Autos sorgen für mehr Verbrauch

Die Frage bleibt nun bestehen, welche Stromverbraucher letztendlich wirklich notwendig sind. Generell rät der ADAC: Gute Sicht ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. So sind alle Stromverbraucher, die mit Licht zu tun haben, im Winter je nach Situation Pflicht.

Ohne Frage gehört wohl auch die generelle Heizung im Winter, da es gefährlich ist, mit Winterjacke zu fahren, ebenfalls zum Pflichtprogramm. Autofahrer haben aber die Möglichkeit, durch ihren Umgang mit den Stromverbrauchern spritsparend zu fahren.

Rubriklistenbild: © PavelShlykov/Imago

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