Autofahrende

Auto selber reparieren: Was ist in Deutschland für Autofahrer erlaubt?

Im Straßenverkehr gelten für Autofahrer Regeln. Welche Vorschriften gibt es bei der Reperatur?

Deutschland – Wenn das Auto einen Schaden hat, schrillen bei vielen Autofahrern direkt die Alarmglocken. Nicht nur, dass der Wagen vielleicht nicht mehr fahrbereit ist – sondern auch, weil dann ein Besuch bei der Autowerkstatt ansteht. Je nach Schaden können Autoreparaturen ein tiefes Loch in den Geldbeutel der Autofahrer reißen. Für viele Autofahrer heißt der letzte Ausweg deshalb: Selbst reparieren. Aber ist das überhaupt erlaubt?

BeförderungsmittelAuto
Andere BezeichnungAutomobil, Kraftwagen, Motorwagen
ErfinderCarl Benz (1886)

Reparatur am Auto: Was dürfen Autofahrer heute in Deutschland noch selbst reparieren?

Selbst Hand an einem Auto anzulegen, wird immer beliebter. So spart man sich als Autobesitzer die Kosten für die Arbeitsleistung der Kfz-Mechaniker in der Werkstatt und kann sich die mitunter teure Ersatzteile direkt beim Händler zulegen. Aber ist es in Deutschland überhaupt erlaubt, sein Auto selbst zu reparieren?

In Deutschland ist es grundsätzlich legal, jeglichen Schaden an einem Auto selbst zu beheben, berichtet das Automagzain Carly. Dabei ist es irrelevant, ob es sich um kleine Schönheitsausbesserungen oder um größere Reparaturen – wie zum Beispiel ein kompletter Motortausch – handelt. Der Gesetzgeber macht hier laut dem Automagazin keinen Unterschied (mehr über Auto und Verkehr auf RUHR24).

Autofahrer: Eigene Reparatur am Auto nach einem Unfall erlaubt – aber nicht immer notwendig

Ein Freifahrtschein ist die Gesetzeslage aber dennoch nicht. Vorsicht ist trotzdem gefragt. Denn: Sollten Autoteile bei der Selbstreparatur falsch ausgetauscht oder zusammengebaut werden und es infolgedessen zu weiteren Schäden oder Autounfällen kommt, trägt der Hobbybastler die Schuld selbst – und zahlt am Ende wahrscheinlich doppelt und dreifach drauf.

Wer sich nicht gut mit Autos auskennt oder noch nie an einem Auto gearbeitet hat, sollte also doch lieber den Gang in die Werkstatt antreten. Besonders in sicherheitsrelevanten Bereichen, bei denen ein Fehler im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein kann, sollte ein Fachmann hinzugezogen werden. Dazu gehören zum Beispiel Reparaturen an Bremsen, Lenkung, Getriebe und Motor.

Und wie ist die Rechtslage nach einem Unfall? Tatsächlich ist es auch in diesem Fall erlaubt, das Auto selbst zu reparieren. Je nach Unfall kann man sich die Arbeit jedoch sparen, denn bei einem unverschuldeten Crash trägt in den meisten Fällen die Haftpflichtversicherung die Kosten der Reparatur.

Reifenwechseln gehört zu den Reparaturen am Auto, die Autofahrer gerne selbst übernehmen.

Auto selbst reparieren spart Kosten: Selbsthilfewerkstätte bieten Plätze zur Miete an

Wer sich dazu entschließt, sein Auto selbst zu reparieren und Zuhause nicht genügend Platz hat, kann sich einen Platz in einer Selbsthilfewerkstatt suchen. In den Werkstätten können tage- oder stundenweise Plätze für die Autoreparatur gemietet werden. Teilweise kann auch das Werkzeug der Selbsthilfewerkstatt genutzt werden. Ein weiterer Vorteil: Hobbyschrauber treffen dort auf Gleichgesinnte.

Wie im Straßenverkehr, gilt auch bei der Autoreparatur besondere Vorsicht. Wer sich unsicher ist, sollte lieber nicht an der falschen Stelle sparen und im Zweifel einen Fachmann zurate ziehen. Denn: Wie auch beim Autofahren kann im schlimmsten Fall der kleinste Fehler das Leben kosten.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

Mehr zum Thema