Lack ab dank Katzen?

Katze auf dem Auto: So hält man die Tiere fern und vermeidet Schäden

Katzen setzen sich gerne auf Motorhauben oder Dächer von Autos – dabei können Lackschäden entstehen. So effektiv kann man sein Auto davor schützen.

NRW – Nicht nur Menschen genießen die Sonnenstrahlen des warmen Frühlings. Auch Katzen platzieren sich gerne dort, wo es warm und gemütlich für sie ist: Motorhauben und Autodächer werden schnell zu bevorzugten Sonnenbänken der Vierbeiner.

TierartHauskatze
Lebenserwartung12-18 Jahre
Gewicht3,6-4,5 kg (Erwachsener)

Katzenpfoten: Vorsicht vor Lackschäden!

Der Ort für den entspannten Nachmittag ist schnell gewählt: Zu verlockend erscheint der Hauskatze die Motorhaube, die noch warm von der kurz zuvor beendeten Fahrt des Autobesitzers ist. Doch Pfotenabdrücke und vor allem Lackschäden können Autohaltern schnell zum Verhängnis werden. Mit diesen sechs Tricks können Katzen vom Auto ferngehalten werden (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Bevor es zu den eigentlichen Ratschlägen geht, hier noch ein wichtiger Hinweis: Verscheucht man eine Katze, die es sich auf einem Autodach oder einer Motorhaube gemütlich gemacht hat, kann dies schnell zu Schäden am Lack führen! Auch Marder halten sich gerne in der Nähe von Autos auf – ob es sich um einen Marder, eine Katze oder gar Ratte handelt, erkennt man oft am Kot.

Katze auf dem Auto? Ruhig bleiben, sonst wird es womöglich teuer

Erschreckt sich der Vierbeiner, fährt er womöglich die Krallen aus, wodurch Kratzer entstehen können. In den meisten sind es jedoch kleine Steinchen oder Sand, die sich zwischen den Pfoten der Katzen befinden und die in der Regel für Lackschäden verantwortlich sind.

Wildes Gestikulieren oder lautes Schreien des Autohalters kann also den gegenteiligen Effekt hervorrufen und besonders kostspielige Reparaturen am Lack nach sich ziehen. Um das zu umgehen, können Autofahrer laut t-online folgende Tricks ausprobieren.

Katzenschrecks: Auto durch Ultraschall, Pflanzen oder eine Lackversiegelung schützen

  • Katzenschreck/Ultraschall: Manche Autobesitzer schwören auf einen ganz besonderen Katzenschreck. Kleine, meistens grüne Kästen sollen die unerwünschten Vierbeiner durch Ultraschallwellen fernhalten. Preislich bewegt sich so ein Gerät zwischen 10 und 50 Euro. Allerdings können sich Katzen nach einer gewissen Zeit an die Wellen gewöhnen.
  • Abdeckplane: Abdeckplanen sind echte Alleskönner! Sie schützen nicht nur vor Eis, Schnee, Vogelkot, Feinstaub oder Pollen, sondern auch vor Katzen. Wichtig ist, dass die Plane ordentlich festgemacht wird. Ansonsten wird aus dem Schutz vor Katzen schnell ein heimeliges Zuhause für die Vierbeiner, die sich unter der Plane schließlich auch vor den äußeren Witterungsbedingungen schützen können.
  • Gerüche: Auf Gewürze wie Chili, oder Pfeffer, aber auch auf Kaffeepulver, Rasenschnitt oder Essig sollen feine Katzennasen besonders sensibel reagieren. Dafür ist der Aufwand sehr hoch, schließlich müssen die kulinarischen Mittel stets neu verteilt werden.
  • Lack: Eine Versiegelung mit Hartwachs kann die Lackoberfläche schützen. Diese Präventivmaßnahme kann aber ins Geld gehen, schließlich muss sie durchschnittlich alle zwei Jahre erneuert werden und kann zwischen 300 und 500 Euro kosten.
  • Garage: In einer Garage ist das Auto am besten geschützt. Nicht nur Katzen, sondern auch Mardern wird der Zugang zum Auto so praktisch unmöglich gemacht.
  • Pflanzen: Wer seinen Feldzug gegen die unerwünschten Vierbeiner auf natürliche Art und Weise angehen will, kann sich auf verschiedene Katzenschrecks aus der Natur verlassen. Nicht nur die sogenannte „Verpiss-Dich-Pflanze“ (Plectranthus ornatus), sondern auch echter Lavendel, Pfefferminze, Zitronengras oder Weinraute strömen einen Geruch aus, den Katzen lieber meiden. Vor üblen Gerüchen müssen sich Autofahrer keine Sorgen machen: Menschen nehmen den Geruch der „Verpiss-Dich-Pflanze“ kaum wahr, während Lavendel für die meisten wohl eher ein angenehmer Nebeneffekt vor der Autofahrt ist.

Katzen: Tierschutz steht an erster Stelle

Keine der aufgelisteten Tricks gegen die Inbesitznahme von Autos durch Katzen verspricht 100 prozentigen Erfolg. Gegenüber t-online bestätigt auch der ADAC, dass es „keine angemessenen Maßnahmen“ gebe, „um die Katzen von Autos fernzuhalten.“

Zum Ärger von Autohaltern ist so ein Autodach für Katzen oft ein verlockendes Plätzchen.

Autohalter sind also angehalten, verschiedene Präventivmaßnahmen gegen die Katzen auszuprobieren. Wichtig: Bei all diesen Maßnahmen sollte das Tier keiner Gefahr ausgesetzt werden und nicht zu Schaden kommen!

Sollte es tatsächlich mal Schäden am Auto wegen einer Katze geben, empfiehlt sich ein Gespräch mit dem Besitzer des Tieres, bevor es juristischen Auseinandersetzungen und zu einem Nachbarschaftsstreit kommt. Laut Eigentümerschutzgemeinschaft Haus & Grund Deutschland e.V. muss im Normalfall der Besitzer der Katze für Schäden an Leib, Leben oder auch am Eigentum aufkommen. Allerdings muss der Geschädigte nachweisen, dass die Schäden am Auto ausschließlich durch die Katze entstanden seien.

Rubriklistenbild: © Markus Ansu/Imago