Vorsicht bei Medikamenten

Auto im Winter: Was bei Frost auf keinen Fall drin liegen sollte

Wenn in NRW die Temperaturen fallen, müssen Autofahrer einiges beachten. Bei Frost darf manches nicht zu lange im Auto bleiben.

Dortmund – Das Winter-Wetter dominiert aktuell in NRW. Doch während Schnee noch in den meisten Regionen noch auf sich warten lässt, dominieren Warnungen für Frost und Glätte. Wenn die Temperaturen fallen, sollten besonders Autofahrer einiges beachten.

BehördeDeutscher Wetterdienst
HauptsitzOffenbach am Main
Gründung1952

Winter in NRW: Glätte, Frost und Schnee – Autofahrer sollten manches beachten

Denn nicht nur beim Auto freikratzen sollten Pendler und andere Autofahrer besser Fehler und somit ein Bußgeld vermeiden. Wenn die Autoscheiben vor dem Losfahren noch von innen beschlagen sind, können einfache Tipps helfen. Auch der Kofferraum sollte vor einem Temperatursturz noch einmal überprüft werden. Denn nicht alles hält die Kälte aus, auch wenn es im Auto steckt.

Zu diesen Gegenständen zählen laut Chip unter anderem Elektrogeräte. Einige Smartphonenutzer werden dieses Phänomen kennen, nach einem Spaziergang durch die Kälte will man eben seine Nachrichten checken und – nichts. Das Smartphone ist aus, der Akku hat in der Kälte kapituliert.

Winter in NRW: Autofahrer sollten Elektrogeräte bei frostigen Temperaturen nicht zu lange im Auto lassen

Nicht nur Sommer-Hitze setzt dem Smartphone-Akku zu, auch Kälte kann die Funktion deutlich einschränken. Davon sind aber auch andere Geräte wie Laptops oder Tablets betroffen. Die verbauten Metalle und Platinen sind kälteempfindlich und die Lithium-Ionen-Akkus der Geräte können sogar nachhaltig eingeschränkt werden.

Das wissen auch die Hersteller. So beschreibt Apple beispielsweise, in welchem Temperaturen-Bereich Kunden die Geräte nutzen sollten: zwischen 0 und 35 Grad. Der US-Konzern weist darauf hin, dass die Verwendung unter sehr kalten Bedingungen auch ein Abschalten verursachen kann. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass das iOS-Gerät nicht im Auto liegengelassen werden sollte.

Minustemperaturen: Gitarre, Möbel, Konservendosen und Getränke nicht in der Kälte zurücklassen

Aber nicht nur elektronische Geräte leiden zurückgelassen im eiskalten Auto. Auch Gegenstände aus Naturmaterialien wie Holz sind anfällig für Kälte. Es können Risse im Holz und andere irreparablen Schäden entstehen. Die Gitarre oder auch Möbel sollten daher nicht zu lange im Auto zwischengelagert werden, wenn die Temperaturen im Winter fallen. Das Online-Magazin Chip weist darauf hin, dass die Versicherung in diesem Fall nicht für den Schaden aufkommen wird.

Das haben wir schon im Physikunterricht gelernt: Wasser dehnt sich aus, wenn es gefriert und braucht demnach mehr Platz. Daher ist es wenig ratsam, Dosen- und Glaskonserven bei Minustemperaturen im Auto aufzubewahren. Die Lebensmittel in den Dosen und Gläsern frieren samt Flüssigkeit ein, dehnen sich aus und im schlimmsten Fall platzen die Gefäße. Gleiches gilt für Getränke.

Bei Schnee und Frost sollten Autofahrer manche Gegenstände nicht zu lange im Auto liegen lassen.

Vorsicht: Medikamente mögen nur selten extreme Kälte

Einige Medikamente können es gar nicht vertragen, wenn die Temperaturen sinken. Laut Bundesministerium für Gesundheit (BMG) werden Arzneimittel in der Regel in einem der folgenden Temperaturbereiche gelagert:

  • Raumtemperatur: 15 bis 25 Grad Celsius
  • Im Kühlschrank: 2 bis 8 Grad
  • Tiefgekühlt: bei -18 °C oder kälter

Medikamente nicht zu lange zu kalt lagern – das kann mitunter gefährlich werden

Wie ein Medikament gelagert werden muss, steht im Beipackzettel, wird aber auch von Apothekern bei der Herausgabe erklärt. Bei Mitteln, die bei Raumtemperatur gelagert werden sollen, sei laut BMG eine kurzzeitige und geringfügige Unter- oder Überschreitung unproblematisch.

Bleiben Medikamente allerdings länger in der Kälte liegen, obwohl sie das nicht vertragen, können sie im schlimmste Fall ihre Wirksamkeit einbüßen. Davon sind besonders Mittel mit einem hohen Flüssigkeitsanteil betroffen. Dann hilft es auch nicht, wenn die Cremes, Salben, Säfte oder Tropfen wieder aufgetaut werden.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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