Sicherheit im Straßenverkehr

Geld sparen durch Reifendruck prüfen: Fehler wirkt sich auf den Spritverbrauch aus

Wer viel mit dem Auto unterwegs ist und Sprit sparen will, sollte den Reifendruck regelmäßig überprüfen. Doch nicht nur deshalb sollte der Check wichtig.

NRW - Autofahrer aufgepasst! Die Spritpreise sind momentan sehr hoch, doch mit richtigem Reifendruck kann man Geld sparen. Nicht nur für Sparfüchse ist der regelmäßige Check des Reifendrucks wichtig. Es gibt noch weitere Gründe, den Druck von Autoreifen immer wieder zu überprüfen.

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Reifendruck: Autofahrer sollten mindestens einmal im Monat zum Druckmesser greifen

Autoreifen sollten nicht nur regelmäßig gewechselt, sondern auch auf den richtigen Luftdruck überprüft werden. Idealerweise sollte der Reifendruck bei einem normalen Pkw in etwa bei 2,5 bar liegen. Der Wert variiert allerdings je nach Reifenhersteller, der Anzahl der Mitfahrer, nach geladenem Gepäck und Auto. Viele Autofahrer sind faul, wenn es um die regelmäßige Überprüfung des Reifendrucks geht.

Mindestens bei jedem vierten Tank-Stopp, aber spätestens einmal im Monat empfiehlt die Autozeitung den Druckmesser ans Ventil anzulegen. Der ADAC spricht sich sogar dafür aus, den Reifendruck alle zwei Wochen zu überprüfen (mehr zu Auto und Verkehr bei RUHR24).

Reifendruck prüfen: Gut für das Portemonnaie und die Umwelt

Vermutlich zwischen 0,3 und einem Prozent mehr Sprit pro 0,1 bar Minderdruck auf dem Reifen verbraucht ein Auto laut quarks.de. Die Autozeitung gibt an, dass eine Abweichung von 0,5 bar sogar dazu führen kann, dass „das Auto gegebenenfalls schon fast einen halben Liter mehr Kraftstoff auf 100 Kilometern verbraucht.“

Ein zu geringer Reifendruck führt also zu einem deutlich höheren Kraftstoffverbrauch. Das ist nicht nur für die Umwelt schlecht, sondern geht auch auf Dauer ins Geld.

Der Reifendruck sollte regelmäßig überprüft werden!

Falscher Reifendruck? Das sind die Folgen für Autoreifen und Fahrer

Ist der Luftdruck im Autoreifen um 20 Prozent geringer als der Norm entsprechend, nimmt dessen Lebensdauer um 15 bis 30 Prozent ab. Ist der Druck im Reifen aber zu hoch, verschleißt der Autoreifen ebenfalls schneller. Maximal 0,1 bis 0,2 bar sollte der Druck im Reifen nach oben gehen.

Viel schlimmer: Fahren mit falschem Luftdruck kann für den Fahrer lebensgefährlich sein! Die optimale Bodenhaftung des Reifens ist bei zu niedrigem oder zu hohem Reifendruck nicht gewährleistet. Der Bremsweg wird dadurch länger und in den Kurven haben die Reifen weniger Grip.

Um gefährlichen Situationen vorzubeugen, sollte sofort gehandelt werden, wenn das Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) eine Warnung abgibt. Ansonsten könnten sich die Laufflächen ablösen, im schlimmsten Fall können die Reifen sogar platzen.

Überprüfung des Reifendrucks: Nur unter diesen Umständen sollte der Druck gemessen werden

Im besten Fall wird der Reifendruck vor Fahrtbeginn gemessen, wenn die Reifen noch kalt sind. Sind die Reifen zu warm, dehnt sich die Luft aus und Messwerte werden gegebenenfalls verfälscht. Die Faustregel besagt: Bei warmen Reifen sollten in etwa 0,2 bar vom gewünschten Wert abgezogen werden. Der sichere Weg ist allerdings, darauf zu warten, bis sich die Autoreifen abgekühlt haben.

Welcher Luftdruck im Reifen optimal ist, können Autofahrer der Betriebsanleitung des Fahrzeugs unter „Pflege und Wartung“ entnehmen. Einfacher ist aber der Blick auf den Aufkleber, der sich entweder an der Stirnseite der Fahrertür, im Tankdeckel oder im Kofferraumdeckel befindet.

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