Tempolimit

Google Maps rollt neue Funktion für Höchstgeschwindigkeit aus

In Deutschland haben Autofahrer bei Google Maps nur bestimmte Funktionen zur Auswahl.

Deutschland - Wer hierzulande mit dem Auto unterwegs ist und zur Navigation auf Google Maps zurückgreift, muss mit eingeschränkten Funktonen zurechtkommen. Denn anders als in den USA fehlt der App in Deutschland eine Anzeige für die aktuell zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Online-KartendienstGoogle Maps
EigentümerGoogle LLC
Online seit8. Februar 2005

Autofahrer in Deutschland: Hohe Bußgelder bei Tempolimit-Verstoß seit November 2021

In Städten und auch auf vielen Autobahnen gilt in Deutschland eine bestimmte erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Wer sie überschreitet, muss seit dem vergangenen Jahr mit hohen Geldstrafen rechnen. Denn am 9. November 2021 ist der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Die Bußgelder haben sich seitdem teilweise verdoppelt.

Um einer hohen Strafe zu entgehen, sollten sich Autofahrer in Deutschland besser stets an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit halten. Durch unachtsames Fahren kann es allerdings passieren, dass man schneller fährt als erlaubt. Oder man ist sich aufgrund veränderter Straßenverhältnisse – etwa an Baustellen oder auf der Landstraße – unsicher, wie schnell man eigentlich fahren darf. Gleiches gilt auf unbekannten Strecken.

Google Maps: Anzeige über die aktuelle zulässige Höchstgeschwindigkeit fehlt

In solchen Fällen kann es helfen, beim Navigieren eine Anzeige über die aktuell erlaubte Höchstgeschwindigkeit zu haben. Doch Geräte oder Apps verfügen nicht über eine solche Funktion. Wer etwa Google Maps zur regelmäßigen Navigation nutzt, wird bereits festgestellt haben, dass solch eine Anzeige über die erlaubte Höchstgeschwindigkeit fehlt.

In den USA wird die Funktion bei Google Maps gerade schrittweise ausgerollt, berichtet Chip 365. In Deutschland hingegen müssen Autofahrer weiterhin ohne zurechtkommen und die Straßenschilder gut im Blick behalten. Wann hierzulande mit einer Einführung der Anzeige über die erlaubte Höchstgeschwindigkeit zu rechnen ist, ist noch unklar.

Google Maps: Einfacher Trick zeigt die zulässige Höchstgeschwindigkeit in Deutschland an

Wer nicht so lange warten und in Deutschland entspannt Auto fahren will, kann auf einen Trick zurückgreifen und Google Maps eigenständig nachrüsten. Und das ist gar nicht so kompliziert, wie man vielleicht denken würde. Aber es gibt trotzdem einen Haken.

Um die aktuell erlaubte Höchstgeschwindigkeit angezeigt zu bekommen, benötigt man die App „Velociraptor“. Dabei handelt es sich um eine Applikation, die Autofahrern während der Fahrt sämtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen auf dem Handy anzeigt. Das Problem: Velociraptor funktioniert in dieser Form nur auf Android-Handys. Für iPhones vom Hersteller Apple gibt es (noch) keine Alternative.

Velociraptor-App zeigt Autofahrern in Deutschland die zulässige Höchstgeschwindigkeit an

Durch das praktische Android-Feature „Display-Overlay“ können User hilfreiche App-Funktionen als Fenster über anderen Apps nutzen und müssen auf diese Weise nicht hin und her wechseln. Und genau so funktioniert Velociraptor: Die kostenlose App blendet das aktuell gültige Tempolimit bei Google Maps ein. Es laufen sozusagen zwei Apps parallel.

Besonders praktisch, wenn man gerade mal keine Zeit hat, aufs Handy-Navi zu sehen: Velociraptor warnt Autofahrer mit einem Signalton, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Straßenverkehr überschritten wurde.

In vielen Städten in Deutschland ist nur eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit zulässig. Wer sie überschreitet, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen.

Höchstgeschwindigkeit bei Google Maps anzeigen: So funktioniert der Trick in Deutschland

Und so funktioniert das Ganze dann in der Praxis: Autofahrer brauchen am besten die aktuellste Version von Google Maps. Wobei der beschriebene Trick auch bei anderen Navigationssystemen funktioniert. Zusätzlich sollte die Velociraptor-App heruntergeladen werden. Sie ist kostenlos. Danach muss sie gestartet und den App-Anweisungen gefolgt werden.

Wichtig: Autofahrer müssen für die App das Display-Overlay aktivieren, sonst kann die erlaubte Höchstgeschwindigkeit nicht angezeigt werden. Im Anschluss muss man der App die Berechtigung zur Standortbestimmung erteilen.

Damit das Display-Overlay beim Starten von Google Maps automatisch abläuft, muss abschließend der Bedienungshilfen-Assistent aktiviert werden. Und dann kann es losgehen.

Handy-Navi und Velociraptor-App fressen viel Strom - Autofahrer sollen Powerbank dabei haben

Sofern alle Schritte korrekt ausgeführt wurden, sehen Autofahrer beim Navigieren nun einen ständigen Hinweis über die aktuell erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Das dazugehörige Icon kann individuell angepasst und sogar komplett ausgeblendet werden. Die Daten über die Tempolimits bekommt Velociraptor von Openstreetmap.

Achtung: Wer ein Handy-Navi benutzt und parallel dazu die App Velociraptor eingeschaltet hat, muss damit rechnen, dass der Akku des Handys viel schneller leer geht. Wer also viel navigieren muss, sollte am besten immer eine Powerbank dabei haben. Oder sichergehen, dass das Handy zwischendurch irgendwo aufgeladen werden kann.

Blitzer in Deutschland: Auf diese Apps sollten Autofahrer unbedingt verzichten

Anders als die Velociraptor-App sind sogenannte Blitzer-Apps oder Radar-Warner, die Autofahrer vor festinstallierten und stationären Blitzern warnen, bei der Autofahrt in Deutschland übrigens verboten.

Entdecken die Polizisten einen Radarwarner oder eine Blitzer-App im Auto, droht ein Bußgeld von 75 Euro sowie ein Punkt in Flensburg. Voraussetzung ist jedoch, dass die Beamten nachweisen müssen, dass das Programm während der Fahrt benutzt wurde.

Rubriklistenbild: © Catherine Waibel/DPA; Collage: RUHR24