Fallen im Straßenverkehr

Autofahrer aufgepasst: Bei grüner Ampel darf man nicht immer losfahren

Autofahrer sollten beim Fahren einige Regeln beachten. Ansonsten kann es kostspielig werden.

Dortmund – Sobald die Lichter auf Grün springen, können Autofahrer problemlos losfahren – zumindest glauben das die meisten. Das stimmt aber nicht ganz, denn selbst wenn die Ampel das „Go“ gibt, sprechen Gesetze manchmal dagegen loszufahren. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Geldstrafe und einem Fahrverbot rechnen.

ObjektAmpel
Offizielle BezeichnungWechsellichtzeichen
FunktionOrdnet den Verkehr durch gesteuerte Lichtsignale

Grüne Ampel: Autofahrer müssen trotzdem halten – sonst wird es teuer

Dass das Missachten einer roten Ampel nicht in Ordnung ist und Konsequenzen nach sich zieht, wird bereits in der Fahrschule beigebracht. Es ist nicht nur gefährlich, sondern auch ziemlich kostspielig. Wer erwischt wird zahlt 320 Euro Strafe, verliert für einen Monat die Fahrerlaubnis und bekommt zwei Punkte in Flensburg. Dabei wird es generell in diesem Jahr teuer für PKW-Fahrer.

Doch das Losfahren an einer grünen Ampel kann ebenfalls Folgen haben, denn auch das ist nicht immer erlaubt, wie T-Online berichtet. In bestimmten Fällen sollten Autofahrer deshalb lieber stehenbleiben und warten, als in eine Kreuzung oder Einmündung einzufahren (mehr Service-News bei RUHR24).

Grüne Ampel: Unter diesen Umständen dürfen Autofahrer trotzdem nicht losfahren

Sobald das Vorankommen auf einer anderen Spur behindert wird, kann eine Geldstrafe von 20 Euro drohen. Wenn also absehbar ist, dass es aufgrund von stockendem Verkehr dazu kommen könnte, dass man die Kreuzung nicht überfahren kann, sollte man lieber auf die nächste Grünphase warten.

Eine Ausnahme gilt allerdings bei besonders großen Kreuzungen, an denen das plötzliche Stocken nicht voraussehbar ist. In diesem Fall haben Fahrer keine Strafen zu befürchten. Dennoch sollte Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer genommen und sowohl rechtzeitig als auch angemessen reagiert werden.

Grüne Ampel: In diesen Fällen tun sich Autofahrer selbst einen Gefallen

Diese Situation dürfte den meisten Autofahrern bekannt vorkommen: Man möchte links abbiegen und fährt bei Grün über die Haltelinie. Dort wird gewartet, dass die vorausfahrenden Verkehrsteilnehmer abbiegen. Doch manchmal springt das Wechsellichtzeichen in der Zwischenzeit wieder auf Rot.

In dem Fall sollten Fahrer unbedingt stehen bleiben statt hektisch zu werden. Denn wer auf die Idee kommt, rückwärts zurück zu fahren, gefährdet sowohl Fußgänger als auch Radfahrer. Personen, die zu weit vorgefahren sind, sollten abbiegen, ohne dabei den Gegenverkehr zu behindern. Mit einem Bußgeld muss nicht gerechnet werden, wenn die Ampel nach der Einfahrt in die Kreuzung auf Rot springt.

Ampeln im Verkehr: „Bei Rot hier halten“ - wo Autofahrer in diesem Fall stehen bleiben sollten

Neben manchen Ampeln steht zusätzlich ein Schild mit der Aufschrift „Bei Rot hier halten“. Dort finden Autofahrer meist auch eine vorgezogene Haltelinie vor. An dieser sollte also im besten Fall gehalten werden. Laut des ADAC dient die Linie allerdings nur als Empfehlung und es droht kein Bußgeld, wenn diese ignoriert wird.

Auch bei einer grünen Ampel sollten Autofahrer manchmal lieber stehen bleiben.

Anders sieht es allerdings bei einem Unfall aus. Wenn es dazu kommt, muss mit einer Mithaftung gerechnet werden. Auch beim falschen Blinken muss Strafe gezahlt werden.

Rubriklistenbild: © Anika Hinz/RUHR24

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