Dringende Warnung

Rückruf von Aufstrich: Erreger können üble Symptome auslösen

Der nächste Rückruf: Bei einem Brotaufstrich wurden Salmonellen nachgewiesen. Kunden sollten das Produkt auf keinen Fall verzehren.

Dortmund – Das Unternehmen Nosor Baladna GmbH informiert über den Rückruf der „Baladana Tahini Sesampaste“. Bei einer Warenstichprobe der Gesundheitsämter aus Essen und Grevenbroich wurden jeweils Salmonellen-Erreger festgestellt.

Bundesweiter Rückruf von Sesampaste: NRW-Amt entdeckt Salmonellen

Konkret von dem Rückruf betroffen ist folgende Charge des Produktes:

  • Name: Baladna Tahini Sesampaste
    EAN: 8681506261823
    Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 12. Januar 2023
Die Sesampaste von Baladna ist von einem Rückruf betroffen.

Rückruf von Sesampaste: Verzehr kann zu schlimmen Symptomen führen

Vom Verzehr des vom Rückruf betroffenen Produkts wird dringend abgeraten. Die Aufnahme von Salmonellen-Erregern der Salmonelle Serorgruppe C kann folgende Symptome auslösen:

  • Unwohlsein
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Fieber

Sollte man nach dem Verzehr der Sesampaste diese oder andere Symptome feststellen, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen und diesen auf den Verdacht einer Aufnahme von Salmonellen hinweisen. Die Inkubationszeit nach Verzehr beträgt in der Regel 48 Stunden, in seltenen Fällen bis zu drei Tage. Die Symptome können bei Kleinkindern, immungeschwächten und älteren Menschen verstärkt auftreten.

Sesampaste im Rückruf: Fehler soll nicht noch einmal passieren

Laut Hersteller seien bereits Maßnahmen getroffen worden, damit so ein Vorfall in Zukunft nicht mehr vorkommt. Welche Maßnahmen das genau sind, ist nicht näher bekannt.

Kunden, die das Produkt erworben haben, können dies auch ohne Vorlage des Kassenbons zurückbringen und kriegen den Kaufpreis erstattet. Die Tahini Sesampaste von Baladna wird bundesweit vertrieben, etwa in Online-Shops aber auch in spezialisierten Feinkost-Geschäften und Supermärkten wie etwa Rewe (mehr Rückrufe und Warnungen bei RUHR24 lesen).

Sesam oft von Rückruf betroffen – doch der Grund sind nicht immer Salmonellen

Tahini wird auch Sesampaste genannt und besteht, wie der Name schon sagt, aus Sesam. Diese Körner waren in den vergangenen Monaten immer wieder von Rückrufen betroffen. Allerdings steckten nicht Salmonellen-Erreger dahinter, wie im Fall der Tahini. Sondern das umstrittene Pflanzenschutzmittel Ethylenoxid.

Dieses ist in Deutschland verboten und wurde unter anderem bei einem Sesam-Rückruf im Zusammenhang mit italienischem Gebäck nachgewiesen. Ethylenoxid steht unter anderem im Verdacht, krebserregend und erbgutschädigend zu sein.

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa

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