Der Größte in diesem Jahr

Riesiger Asteroid rast auf die Erde zu – Nasa gibt Gefahrenstufe an

„2001 FO32“ – dieser Name gehört einem Asteroiden, der sich mit einer irren Geschwindigkeit auf die Erde zubewegt. Die Nasa stuft ihn als „möglicherweise gefährlich“ ein.

NRW – Er ist ziemlich groß, ziemlich schnell und fliegt in Richtung Erde: ein Asteroid mit dem kryptischen Namen „2001 FO32“. Der hochhausgroße Asteroid wird von der Nasa als mögliche Gefahr eingestuft.

Asteroid2001 FO32
Umalufzeit810 Tage
Entdeckt23. März 2001
AsteroidengruppeApollo-Asteroiden

Asteroid rast auf Erde zu: Droht jetzt die Gefahr von oben?

Gerade noch ist der Asteroid „Apophis“ an uns vorbeigerauscht, da kommt schon der nächste Klotz auf uns zugerast. Zwar wird der Asteroid „2001 FO32“ als mögliche Gefahr eingestuft, doch Grund zur Sorge besteht dennoch nicht. Wenn der riesige Asteroid an der Erde am 21. März vorbeirast, befinden sich immerhin etwa zwei Millionen Kilometer zwischen Erde und dem gewaltigen Brocken.

Die Nasa stuft den Asteroiden „2001 FO32“ als „potentially hazardous asteroid“ ein, allerdings hat das damit zu tun, dass er sich der Erde mehr als 7,5 Millionen Kilometer nähert und einen Durchmesser von 140 Metern übersteigt. Mit seiner Größe von 440 bis 680 Metern könnte er bei einem Einschlag große Regionen zerstören, bei einem Einschlag im Ozean würde der Asteroid „2001 FO32“ einen gefährlichen Tsunami auslösen, wie die Frankfurter Rundschau* berichtet.

Asteroid „2001 FO32“ ist seit 20 Jahren bekannt – wirklich gefährlich ist er nicht

Diese Szenarien wären zwar katastrophal, allerdings gibt Paul Chodas, Leiter des Center for Near Earth Object Studies (CNEOS) der Nasa Entwarnung. In einer Mitteilung der Nasa erklärt der Wissenschaftler: „Wir kennen den Weg von 2001 FO32 um die Sonne sehr genau, seit er vor 20 Jahren entdeckt wurde, wird er beobachtet.“

Demnach gebe es keine Möglichkeit, dass sich der Asteroid der Erde näher als zwei Millionen Kilometer (mehr als die fünffache Distanz zwischen Erde und Mond) nähert. Mit dieser Gewissheit können sich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ganz der Erforschung des riesigen Brockens widmen. Denn er ist der größte bekannte Asteroid, der sich im Jahr 2021 der Erde nähern wird.

Asteroid rast durch das Sonnensystem wie ein Skateboarder durch die Halfpipe

Größe und Geschwindigkeit des Asteroiden „2001 FO32“ sind bereits bekannt – immerhin steht er schon seit rund 20 Jahren unter Beobachtung. Bei der ersten Entdeckung wurde er in seiner Größe noch überschätzt. Damals haben Forschende mit einer Größe von rund einem Kilometer gerechnet. Neuste Beobachtungen lassen eher auf einem Durchmesser von 440 bis 680 Metern schließen. Damit der Asteroid größer als das Empire State Building (381 Meter) in New York.

Dieses Diagramm zeigt die langgestreckte und geneigte Bahn von Asteroid „2001 FO32“, während er sich um die Sonne bewegt (weiße Ellipse).

Der fliegende Brocken ist aber nicht nur ziemlich groß, sondern auch ziemlich schnell. Wie die Nasa mitteilt, soll er Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 124.000 Kilometern pro Stunde erreichen – das ist ungewöhnlich schnell für einen Asteroiden. Bei seiner Fahrt durch das Innere unseres Sonnensystems holt er Schwung und kann so die hohen Geschwindigkeiten erreichen, die Nasa vergleicht die Reise durchs Sonnensystem mit einem Skateboarder in einer Halfpipe, der Schwung holt.

Asteroid „2001 FO32“ kommt der Erde erst wieder 31 Jahren so nahe

Trotz der enormen Geschwindigkeit braucht der Asteroid für eine Runde in seiner Umlaufbahn 810 Tage, das sind rund zweieinviertel Jahre. Das nächste Mal, dass er der Erde aber wieder so nah auf die Pelle rückt, wird allerdings erst wieder im Jahr 2052 sein.

Ein Grund mehr die Chance zu nutzen und den Asteroiden so gut es geht zu erforschen. Wenn „2001 FO32“ an der Erde am Sonntag (21. März) vorbeirauscht, wollen Forschende mit verschiedenen Teleskopen auf der ganzen Welt herausfinden, welche Beschaffenheit der Asteroid hat, aus welchem Material er besteht und, ob der Asteroid womöglich sogar von einem eigenen kleinen Mond begleitet wird.

Asteroid „2001 FO32“ beobachten: ohne Teleskop und Sternenkarte nur schwer

Für Hobbyastronomen hingegen wird es schwer einen Blick auf den rasenden Asteroiden zu erhaschen. Paul Chodas von der Nasa erklärt, dass der Asteroid auf der Südhalbkugel oder in niedrigen nördlichen Breitengraden am besten zu sehen sei. Mit bloßem Auge wird das aber nicht funktionieren. Um „2001 FO32“ zu beobachten, braucht es ein Teleskop mit einer Öffnung von mindestens 20 Zentimetern.

Hilfreich könnte demnach auch eine Sternenkarte sein, um den Asteroiden zu finden. Am hellsten soll er in den Nächten vor dem 21. März sein. *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Nasa Goddard Space Flight Center/dpa, dpa/NASA | NASA; Collage: RUHR24