„Godfather“ klaut Daten

Neuer Bank-Trojaner in Deutschland entdeckt: Geld der Nutzer in Gefahr

Ein bekannter Trojaner wurde von Hackern überarbeitet und ist für Android-User jetzt noch gefährlicher. Wer nicht aufpasst, verliert sein ganzes Geld.

Dortmund – Mal eben unterwegs eine Überweisung tätigen oder den Kontostand checken. Dank Online-Banking alles kein Problem, die Nutzer haben ihre Finanzen immer und überall im Blick. Doch auf Android-User könnte beim nächsten Blick auf ihr Konto eine üble Überraschung warten.

Android-User könnten leergeräumte Konten erwarten – gefährlicher Trojaner im Umlauf

Aktuell kursiert ein gefährlicher Trojaner auf Android-Telefonen. Der ist eigentlich ein alter Bekannter, wurde jedoch komplett neu überarbeitet und ist noch gefährlicher als zuvor.

Der Trojaner „Godfather“ wurde laut Sammobile auf Android-Smartphones in 16 Ländern gesichtet – darunter auch in Deutschland. Demnach soll „Godfather“ ein Nachfolger des berüchtigten Banking-Trojaners „Anubis“ sein. Sammobile bezieht sich dabei auf Sicherheitsexperten der Cybersecurity-Unternehmen Threatfabric, Group-IB und Cyble.

Kriminelle aktiv – Trojaner wird aktuell zur Gefahr für Android-Smartphones

Erstmals wurde der gefährliche Trojaner schon 2021 gesichtet. Nun wurde er Berichten zufolge grundlegend überarbeitet und ist in der Lage, aktuelle Sicherheitsvorkehrungen des Android-Systems einfach zu umgehen.

Doch wie kommt die Schadsoftware auf das Android-Smartphone? Wie der Name schon sagt, hüllen sich Trojaner in ein Gewand einer seriös wirkenden App und gelangen so meist unbemerkt aufs Smartphone.

Trojaner greift auf Android-Smartphones sensible Bankdaten ab – Geld in Gefahr!

Wie viele Smartphones bereits mit „Godfather“ infiziert sind, ist noch nicht bekannt. Sammobile berichtet aber, dass der Trojaner in der türkischen App „MYT Müzik“ entdeckt wurde. Allein diese App wurde mehr als 10 Millionen Mal heruntergeladen.

Ist die App auf dem Smartphone installiert, imitiert der Trojaner Login-Seiten von mehr als 400 Banken und Kryptobörsen. Auch 19 deutsche Banken sind betroffen. Über die gefälschten Login-Seiten, versucht der Trojaner sensible Zugangsdaten abzugreifen. Zudem übernimmt „Godfather“ auch die Kontrolle über den SMS-Empfang.

Schutz vor Trojanern

Die Verbraucherzentrale rät dazu, Virenschutzprogramme, Internetbrowser und das Betriebssystem immer auf dem neusten Stand zu halten. Sicherheitslücken werden meist über Updates geschlossen.

Treibt der Trojaner auf dem Smartphone bereits sein Unwesen, kann es sich laut Computer Bild lohnen, einen Virenscanner herunterzuladen. Der scannt das Telefon und kann gefährliche Malware entfernen.

Entdecken Nutzer auffällige Kontobewegungen, sollten sie unbedingt ihre Bank kontaktieren. Auch eine Anzeige bei der Polizei kann erstattet werden.

Android-Nutzer können ihr gesamtes Geld verlieren – Trojaner könnte aus Russland stammen

Auf diesem Weg bekommen Betrüger Zugang zum Online-Banking ihrer Opfer und können mal eben die Konten leerräumen. Wer also nicht aufpasst, kann schnell alles verlieren (mehr aktuelle Warnungen bei RUHR24).

Aktuell sind Android-Smartphones von einem Trojaner bedroht.

Das Fatale an dem Trojaner: Eine zuverlässige Abwehr gegen ihn gibt es laut Computer Bild aktuell nicht. Wer sich schützen will, sollte generell beim Download von Apps und Öffnen von Anhängen Vorsicht walten lassen (mehr digitale News bei RUHR24).

Interessant: Zwar kann nicht ausgemacht werden, wer genau hinter der Malware steckt, doch es gibt Hinweise darauf, dass russische Hacker verantwortlich sind. Denn der Trojaner deaktiviert sich automatisch, sobald er auf dem Smartphone die eingestellte Sprache für die Regionen Russland, Aserbaidschan, Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Moldawien, Usbekistan oder Tadschikistan erkennt.

Rubriklistenbild: © stoonn/Panthermedia/Imago