Der Umwelt und der Geldbörse zuliebe

Apfelgehäuse niemals einfach wegwerfen – Bußgeld droht

Apfelgehäuse in die Natur zu werfen, ist nicht erlaubt. Verbraucher, die ihre Obstreste dennoch in freier Wildbahn entsorgen, riskieren ein Bußgeld.

NRW – Ein letzter Bissen und weg damit: das unliebsame Apfelgehäuse, mancherorts „Kitsche“, „Butzen“ oder „Griebsch“ genannt, landet nach einem beherzten Wurf in der Natur. Im Gebüsch oder auf der nächstgelegenen Wiese wird sie schließlich niemanden stören und die Natur hat schließlich auch etwas davon. Falsch gedacht! Wer seine Obstreste einfach so in die Natur schmeißt, muss im Zweifel tief in den Geldbeutel greifen.

FruchtApfel
FamilieRosengewächse
GattungÄpfel (Malus)

Obstresten wie Apfelgehäusen einfach wegwerfen: Entsorgung in der Natur kann teuer werden

Egal ob beim Warten auf den Bus, beim Wandern oder während einer langen Autofahrt – am Ende des Obstgenusses hält man den Obstrest in der Hand. Im Idealfall wird dieser fachgerecht in entsprechenden Mülleimern entsorgt (mehr Service auf RUHR24).

Doch wenn gerade kein Mülleimer auffindbar ist, sollte man den Apfelrest lieber nicht in die Natur werfen.
Denn wer das tut, begeht laut Utopia eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld belegt werden, das je nach Bundesland variieren kann.

Apfelgehäuse zersetzen sich schnell, Bananen- oder Orangenschalen brauchen bis zu zwei Jahre

Auch wenn sich Apfelgehäuse im Vergleich zu Bananen- oder Orangenschalen, die sich erst nach bis zu zwei Jahren zersetzen, in der Regel bereits nach zwei Wochen zersetzt haben, sorgen sie für ein unansehnliches Bild. Die Faustregel dabei: Je exotischer die Frucht, desto länger braucht sie meist zu verrotten, erklärt Utopia.

Doch auch aus anderen Gründen ist das Wegwerfen in die Natur laut Öko-Test keine gute Idee. Schließlich verstoße man dabei gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), nach welchem Bioabfälle getrennt erfasst und verwertet werden sollen. Bis zu 100 Euro könne das Bußgeld für eine solche Ordnungswidrigkeit betragen.

Wegwerfen von Apfelgehäusen ist eine Ordnungswidrigkeit und kann bis zu 100 Euro kosten

Obstliebhaber sollten auch nicht immer davon ausgehen, dass die Natur alle Äpfel gerne aufnimmt. Denn potenzielle Pestizidbelastungen auf den Früchten sind nicht nur für Menschen ein Problem, sondern auch für den Boden und damit für das Grundwasser.

Über ein kostenloses Mahl freuen sich außerdem vor allem Schädlinge. Zwar sind diese in freier Wildbahn weniger ein Ärgernis, in urbanen Regionen hingegen können sie zu einer echten Plage werden. Wer sein Apfelgehäuse in städtische Grünanlagen wirft, insbesondere in dicht besiedelten Gegenden, lockt womöglich damit unliebsame Gäste wie Ratten an.

Wer ein Apfelgehäuse achtlos in die Natur wirft, riskiert ein Bußgeld.

Obstreste locken Schädlinge an und können dem Boden schaden – einfache Tricks zur Vermeidung

Utopia zufolge solle man „der Natur mit Respekt begegnen“. Dank vorausschauender Planung und ein paar einfachen Handgriffen, könne man die Umwelt schonen und Abfall vermeiden.

Um das zu gewährleisten, empfehle es sich, das Obst bereits zu Hause zu entkernen, zu schälen und kleinzuschneiden. Durch die Zubereitung zu Hause könne man schließlich bereits dort die Reste ordnungsgemäß im Biomüll entsorgen.

Ebenso könne man der Umwelt zuliebe eine Papiertüte als Mülleimer mitnehmen. Wer eine Reise plant, könne sein Obst zudem in Schraubgläsern oder in Brotdosen lagern und darin auch den Müll mit nach Hause zur Entsorgung nehmen.

Rubriklistenbild: © Sven Simon/Imago; mm images/Neudert/Imago; Collage: Julian Kaiser/RUHR24