Bepflanzung im Garten

Anzuchterde: Welche Erde sich eignet und was man besser selber machen sollte

Viele Hobbygärtner schwören auf die sogenannte Anzuchterde. Doch eine Alternative bietet viele Vorteile.

Dortmund – Der Frühling ist im vollen Gange und zieht Pflanzenliebhaber fast schon magisch in ihre Gärten. Viele Menschen ziehen nun beispielsweise ihr Gemüse vor, um von einer großen Ernte zu profitieren. Dafür wird normalerweise Anzuchterde verwendet, doch die ist nicht unbedingt notwendig.

ProduktPflanzenerde
Bedeutungindustriell hergestelltes humusreiches Substrat
InhaltsstoffeTorf, Kalk,Düngemitteln und Zuschlagstoffe

Aussaaterde: Welche Erde sich für die Anzucht am besten eignet

Wer Gemüse wie Paprika vorziehen möchte, benötigt ein Fundament, in das die Samen gepflanzt werden können. Die meisten Verbraucher verwenden dafür typische Anzuchterde. Denn diese ist nährstoffarm, sodass die kleinen Pflanzen ihre Wurzeln so lang wie möglich wachsen lassen. Dadurch kommen sie besser an ihre Nährstoffe, welche tief im Boden stecken.

Doch für das optimale Wachstum der Pflanze kann anstatt zu Anzuchterde auch zu einem anderen Mittel gegriffen werden – nämlich zur Kokoserde, denn sie ist leicht und frei von Schädlingen oder Pilzen. Kokoserde besteht aus getrockneten Fasern von Kokospalmen und ist streng genommen keine richtige Erde.

Aussaaterde: So kann Kokoserde für die Anzucht genutzt werden

Dennoch eignet sie sich sowohl für Blumenkästen und Kübel als auch für Beete. Doch bevor die Aussaat der verschiedenen Pflanzen beginnt, muss das Kokossubstrat gewässert werden, damit es aufquillt. Wie viel Wasser für diesen Vorgang benötigt wird, kann nach Angaben von uptopia.de der Verpackung entnommen werden (mehr Garten-News auf RUHR24).

Da Kokoserde keine Nährstoffe enthält, eignet sie sich ebenfalls gut als Anzuchterde. Junge und ausgewachsene Pflanzen brauchen diese allerdings zum Wachsen. Deshalb muss die Kokoserde in diesem Fall mit Nährstoffen angereichert werden. Dafür gibt es gleich mehrere Optionen: Schon beim Quellen kann ein sogenannter Flüssigdünger in das Wasser gegeben werden.

Alternativ wird dieser Dünger in das Gießwasser gegeben. Beim Einpflanzen des Gewächs kann außerdem Langzeitdünger dazugegeben werden, der kontinuierlich Nährstoffe abgeben soll. Dafür eignen sich zum Beispiel Kompost, Rindenmulch oder Laub.

Aussaaterde: Diese zahlreichen Vorteile bietet die Kokoserde

Die Kokoserde hat den großen Vorteil, dass sie überschüssiges Wasser speichert und es dann nach und nach an die Pflanze abgibt. Zudem enthält das Produkt keinen Torf, der in den meisten Blumenerden enthalten ist.

Kokoserde eignet sich hervorragend für die Anzucht.

Moore sind nicht nur Lebensraum für verschiedenste Pflanzen- und Tierarten, sondern auch wichtige CO₂-Speicher. Für den Torfabbau werden diese zerstört. Dennoch darf bei der Frage der Nachhaltigkeit der Kokoserde der weite Transportweg nicht außer Acht gelassen werden.

Rubriklistenbild: © Martina Raedlein/Imago

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