Teures Verkehrsmanöver

ADAC-Warnung: Spurenwechsel an Ampel kann zu hoher Strafe führen

Ein risikoreiches Verkehrsmanöver vor einer Ampel wird mit hohem Bußgeld abgestraft. Das hat das Oberlandesgericht Brandenburg entschieden.

Dortmund – Immer wieder sorgen Gerichtsurteile zu besonderen Fällen im Verkehr für Aufsehen. Ein Gerichtsurteil des Oberlandesgerichts Brandenburg hat jetzt ein Urteil zu einem Fall gesprochen, der vermutlich häufig im täglichen Verkehr zu beobachten ist. Wer sich auf der Linksabbiegerspur einordnet und dann doch geradeaus fährt, handelt verkehrswidrig.

Betreffendes VerkehrsmanöverAuf Linksabbiegerspur einordnen und geradeaus fahren
GerichtOberlandesgericht Brandenburg
Urteilvorsätzlicher Rotlichtverstoß

Fahrverbot für Spurwechsel: Gericht fällt hartes Urteil – Bußgeld und Fahrverbot drohen

Gerade ungeduldige Autofahrer neigen dazu, sich vor einer Ampel in die Abbiegerspur einzufädeln, um nicht in der langen Schlange für die Geradeausspur zu stehen. So kommt man zwar schneller über die Ampelkreuzung, begeht dabei aber einen Verstoß gegen die geltenden Verkehrsregeln. Der ADAC weist neben wichtigen Vorfahrtsregelungen daher jetzt auf ein Gerichtsurteil zu diesem Fall hin.

Das Oberlandesgericht Brandenburg hat genau so einen Fall nun entschieden. Eine Autofahrerin wird wegen vorsätzlichem Rotlichtverstoß zu einem Bußgeld von 400 Euro verurteilt und muss den Führerschein für einen Monat abgeben. Gegen das Fahrverbot hat die Frau Einspruch erhoben, welcher jedoch erfolglos blieb. Das Gericht stützte sich auf die Rechtmäßigkeit des Bußgeldbescheids.

Fahrverbot für Spurwechsel: Verkehrsmanöver auf Kreuzung kann teuer werden

Laut dem Gericht befuhr die Betroffene mit ihrem Fahrzeug die Linksabbiegerspur an einer Kreuzung. Zunächst habe sie an der roten Ampel angehalten. Doch nach einer längeren Rotphase für die Abbiegerspur ist die Frau laut Gerichtsangaben über die Haltelinie des Kreuzungsbereichs geradeaus weitergefahren (mehr zu Auto fahren und Verkehrsregeln bei RUHR24).

Ein Spurwechsel auf einer Kreuzung kann teuer werden (Symbolfoto).

Beim Überqueren der Kreuzung habe die Frau erkannt, dass sie sich auf der falschen Spur befindet und das Ampelsignal für diese Fahrspur bereits länger als eine Sekunde Rot anzeigte. Nach eigenen Aussagen wollte die Betroffene noch zu einer Tankstelle und habe sich daher entschieden, von der Linksabbiegerspur geradeaus weiterzufahren. Sie gab an, dass sie sich bei der Kreuzungsüberquerung vergewissert habe, dass sich kein anderes Fahrzeug von hinten näherte.

Das Amtsgericht gab in Bezug auf diesen Fall an, dass die Ampel für die beiden Geradeausspuren zu diesem Zeitpunkt Grün angezeigt haben. Aus diesem Grund entschied das Gericht für diesen Fall wegen vorsätzlichem Rotlichtverstoß.

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