Online-Riese

Amazon ändert für das Weihnachtsgeschäft sein Rücksende-Verfahren

Weihnachten ist bereits in Sicht und die Händler bereiten sich darauf vor. Allen voran der Online-Riese Amazon. Mit neuen Rückgabefristen will der Händler Kunden locken.

Dortmund – Es weihnachtet sehr! Zumindest bald. Und das weiß auch der Handelsriese Amazon und bereitet sich bereits auf das Weihnachtsgeschäft vor. Mit einer großen Änderung, die nicht nur Vorteile mit sich bringt.

UnternehmenAmazon
GründerJeff Bezos
Gründung5. Juli 1994, Bellevue, Washington, Vereinigte Staaten

Amazon bereitet sich auf das Weihnachtsgeschäft vor – mit einer großen Neuerung

Ein Parfum für Oma, einen Pullover für den lieben Bruder und für die Schwägerin? Geschenke auf gut Glück sind riskant, aber immer noch besser als ein Gutschein, das denken sich zumindest viele Schenkende und kaufen drauf los.

Immerhin gibt es ja die Möglichkeit unbeliebte Geschenke wieder zurückzugeben. Bei Amazon geht das jetzt sogar noch länger, als normalerweise üblich (mehr digitale News bei RUHR24).

Amazon verlängert die Rückgabefrist: Kunden können Weihnachtsgeschenke länger zurückgeben

Eigentlich haben Verbraucher, die bei Amazon shoppen, 30 Tage lang Zeit ihre Meinung zu ändern und die Ware zurückzuschicken. Dabei ist es egal, ob die Ware von Amazon selbst oder von Marketplace-Händlern kommt. Zum Weihnachtsgeschäft will der Online-Riese die Regelung noch kundenfreundlicher gestalten.

Online heißt es von Amazon in einer Mitteilung an die Händler dazu: „Im Rahmen der verlängerten Rückgabefrist für Weihnachten von Amazon müssen die meisten Bestellungen, die zwischen dem 1. November 2021 und dem 31. Dezember 2021 (jeweils einschließlich) gekauft wurden, bis zum 31. Januar 2022 zurückgegeben werden können. Dies gilt sowohl für die von Ihnen als auch für die von Amazon versendeten Bestellungen.“

Nicht immer trifft man mit seinen Geschenken ins Schwarze. Im Zweifel gehen sie zurück an den Händler.

Amazon verlängert Rückgabe: mehr Zeit für Kunden, mehr Stress für Händler

Das ist besonders praktisch für Schnäppchenjäger, die ihre Weihnachtsgeschenke gerne günstig in der Rabatt-Schlacht rund um den Black Friday im November kaufen wollen. Selbst wenn die Geschenke an Weihnachten nicht so ganz zusagen wollen, haben Verbraucher noch einen ganzen Monat Zeit, alles ganz entspannt an Amazon zurückzuschicken.

Ab dem 31. Dezember gilt dann wieder das alte 30-Tage-Rückgaberecht. Vermutlich zur Freude einiger Händler. Denn für sie sind längere Rückgabefristen eine Belastung – die teilweise auch auf Kunden übertragen werden könnten.

Nicht alles kann zurückgegeben werden

Gut zu wissen: Nicht alle Waren, die bei Amazon erstanden wurden, können auch zurückgegeben werden. Dazu gehören zum Beispiel Waren wie Hygieneartikel, Unterwäsche oder Geräte, die mit dem Körper in Kontakt kommen. Sind diese Produkte nicht mehr versiegelt, können sie nicht retourniert werden. Das gilt auch für Ton-, Videoaufnahmen oder Computersoftware. Mehr dazu finden Verbraucher bei Amazon.

Neue Regel bei Amazon: Händler sind frustriert und wollen Preise anpassen

Die Aktion von Amazon im Weihnachtsgeschäft ist nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr verlängerte der Onlinehändler die Frist – sogar schon einen Monat früher. Die Aktion startete schon im Oktober. Händler hatten laut Onlinehändler News dieses Vorgehen stark kritisiert.

Einige Händler rechnen bereits jetzt damit, ihre Preise anzuheben – denn für sie sind Rücksendungen ein wirtschaftliches Risiko. Durch Rücksendungen entstehen Kosten und eigentlich eingenommenes Geld muss erstattet werden.

Somit können sich Kunden zwar über mehr Freiheit bei der Rücksendung freuen, müssen aber im Zweifel auch angepasste Preise in Kauf nehmen. Ob und welche Händler im Detail ihre Preise anpassen werden, ist nicht klar. Im Zweifel lohnt es sich immer, die Preise mit anderen Anbietern zu vergleichen – dafür dann aber kürzere Rückgabefristen zu akzeptieren.

Rubriklistenbild: © Patrick T. Fallon/AFP

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