Ab dem 13. Oktober 2020

Amazon Prime Day 2020: Tipps für die Schnäppchenjagd - wie man fiese Maschen erkennt

Zum Prime Day verspricht Amazon Schnäppchen ohne Ende. Kunden sollten aber aufpassen, ob es sich bei den Angeboten um echte Rabatte oder fiese Tricks handelt. So geht‘s:

Nordrhein-Westfalen – Normalerweise dürfen sich Kunden schon im Juli auf den Amazon Prime Day freuen. Wegen der Corona-Pandemie blieb es allerdings im Sommer ruhig um die digitale Schnäppchenjagd. Erst Ende des Sommers gab es dann ein Aufatmen: Amazon verkündete, dass der Prime Day nicht wie sonst im Juli, sondern im Oktober stattfinden würde.

Unternehmen:Amazon.com, Inc.
Sitz:Seattle, Washington (USA)
Gründung: 1994
Gründer:Jeff Bezos
Umsatz: 280 Mrd. US-Dollar (2019)
Mitarbeiter:840.400 (2020)

Amazon Prime Day im Oktober 2020: Nicht für alle Kunden

Morgen ist es dann soweit: Vom 13. auf den 14. Oktober lädt Amazon die Kunden zur digitalen Shoppingtour ein und verspricht besonders günstige Angebote.

Aber, und das ist schon der erste Haken an der Rabattschlacht, ist der Amazon Prime Day nur für Prime Mitglieder. Das heißt, wer von den Angeboten profitieren will und noch kein Mitglied ist, muss sich vorab registrieren. Zwar gibt es eine 30-tägige Probemitgliedschaft, wer aber vergisst diese zu kündigen, muss künftig rund 70 Euro im Jahr für die Sonderkonditionen bezahlen.

Und da wird schnell klar, der Amazon Prime Day wird von dem US-Konzernriesen nicht aus Nettigkeit für seine Kunden veranstaltet, sondern um die eigenen Kassen mit Rekordumsätzen klingeln zu lassen und eine gigantische Mitgliedswerbeaktion zu starten.

Amazon Prime Day 2020: Diese Angebote erwarten die Prime-Mitglieder

Wer bereits Mitglied ist oder sich dazu entschließt, eine abzuschließen, darf sich dann aber auf viele reduzierte Produkte und Angebote von Marken wie Samsung, Philips, Braun oder Bosch freuen.

Ab Dienstag, um 00:01 Uhr geht es dann los und der Prime Day läuft für 48 Stunden. Bis Mittwoch (14. Oktober), um 23.59 Uhr können dann die Schnäppchen gejagt werden. Wie Amazon verrät, sollen aber bereits ab heute (12. Oktober) erste Angebote speziell für Amazon-Geräte wie Echo oder Kindle bereitstehen.

Aufgepasst! Hier handelt es sich aber nicht um die neusten Produkte, sondern um Modelle, die schon länger auf dem Markt sind und deren Nachfolger bereits in den Startlöchern stehen. Amazon will also nochmal die Lager leer räumen (mehr Service-News auf RUHR24.de).

Amazon Prime: Angebote vom Bildschirm bis zur Smartwatch zum Schleuderpreis

Doch nicht nur Amazon-Produkte wird es dann zum Schnäppchenpreis geben, Kunden sollten auch nach anderen Angeboten Ausschau halten. Kopfhörer, Kaffeemaschine, Bildschirm oder eine Armbanduhr – den Rabattträumen sind keine Grenzen gesetzt. Wer lang genug sucht, wird sicher so ziemlich jedes Produkt bei Amazon finden. Mit etwas Glück nimmt der Händler am Prime Day teil und das gute Stück gibt es für wenig Geld.

Beim Amazon Prime Day 2020 sollten Kunden sich nicht von allen Schnäppchen blenden lassen.

Wie t-online.de berichtet, waren 2019 beim Amazon Prime Day die absoluten Verkaufsschlager Lautsprecher, eine Pfanne und ein Steckdosenset. Welche es in diesem Jahr werden, bleibt abzuwarten. Klar ist, es wird wieder Elektronik, Haushaltswaren, Kleidung, Spielzeug oder Smartphones zum Schleuderpreis geben. Wie die genauen Prime-Angebote aber aussehen hält Amazon bis zum morgigen Start noch geheim.

Amazon Prime Day: Zwischen Abzocke und Schäppchenjagd

Aber es ist am morgigen Amazon Prime Day nicht alles Gold was glänzt: Denn hinter der Schnäppchenjagd verbergen sich auch fiese Tricks der Online-Händler, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Zwar können Kunden tatsächlich, dass ein oder andere Schnäppchen machen, aber nicht jeder Rabatt ist tatsächlich so hoch wie er auf den ersten Blick scheint.

Außerdem gibt es immer wieder schwarze Schafe unter den Anbietern und bei dem TV zum Traumpreis handelt es sich schlichtweg um ein Fake-Angebot. Wer also dazu aufgefordert wird, per Vorkasse zu bezahlen, sollte den Deal lieber mit Vorsicht genießen, sich den Händler lieber noch einmal genauer anschauen und gegebenenfalls weitersuchen.

Amazon Prime Day: Verbraucherzentrale gibt Tipps für sicheres Online-Shopping

Um Amazon-Kunden vor solchen Angebotsfallen zur warnen, hat die Verbraucherzentrale weitere Tipps zusammengestellt, damit man beim Amazon Prime Day nicht daneben greift:

  • Keine Vorkasse: Fordert ein Amazon-Händler für ein besonders lukratives Angebot den Kunden auf, per Vorkasse zu bezahlen, sollte man vorsichtig sein. Nicht selten tritt dann der Fall ein, dass die Ware nie beim Kunden ankommt. Lieber auf Rechnung oder Lastschrift bestehen.
  • Rabatte hinterfragen und sich nicht blenden lassen Wurden die Preise möglicherweise vorab angezogen, damit das Schnäppchen am Amazon Prime Day lukrativer erscheint? Anstatt der versprochenen 50 Prozent liegt die Preisreduzierung in Wirklichkeit oft eher bei unter 20 Prozent. Es lohnt sich also, das gewünschte Produkt schon einiger Zeit vordem Rabatttag zu beobachten.
  • Preisvergleich: Bei der Suche nach dem günstigsten Angebot am besten mehrere Anbieter des Produkts – auch auf anderen Portalen wie Amazon – vergleichen. Erst wenn sich das Sonderangebot bei Suchen in zwei Suchmaschinen nicht unterbieten lässt, kann man den „Kaufen-Button“ beruhigt tätigen
  • Nicht drängen lassen: Lagerbestände, die in Echtzeit abnehmen, entsprechen selten der Realität, sondern sind viel mehr ein beliebter Marketing-Trick, um den Kunden zum schnellen, manchmal auch unüberlegten Kauf zu bewegen.
  • Widerrufsrecht nutzen: Auch bei Rabatttagen wie Amazon Prime haben Kunden das Recht auf Widerruf. In der Regel darf man ohne Angabe von Gründen das Produkt bis zu 14 Tage nach Lieferung zurückgeben. In einigen Fällen können allerdings Rücksendekosten entstehen.

Diese Tipps sollten sich Kunden allerdings nicht nur beim Amazon Prime Day auf den Zettel schreiben. Denn allzu lange dauert es nicht mehr, dann steht die nächste große Rabattschlacht vor der Tür: Der Black Friday findet 2020 am 27. November statt.

Rubriklistenbild: © Georg Wendt/dpa

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