Bangen um Lieferung

Amazon stellt Paket mit Beweisfoto zu: Kunde tobt

Die erfolgreiche Zustellung eines Pakets lässt sich auf verschiedene Weise interpretieren. Bei einer Nachricht von Amazon gerät ein Kunde nun aber richtig in Wallung.

Dortmund – Fotos aus der Heimat sind ja eigentlich ein Anlass zur Freude. Sie dokumentieren in aller Regel Vertrautes und vermitteln Geborgenheit. Das war bei dem Foto, um das sich dieser Text dreht, aber ganz und gar nicht der Fall. Es zeigt ein hochkant an die Haustür angelehntes Paket mit dem bekannten Amazon-Logo. Weder für Anwohner noch für Passanten wirklich zu übersehen, wie tz.de berichtet.

UnternehmenAmazon
GründerJeff Bezos
Gründung5. Juli 1994, Bellevue, Washington, Vereinigte Staaten

Amazon-Kunde wütet nach Zustellung: „Wenn Paket weg ist, Pech gehabt“

Geteilt wurde es bei Twitter von einem User, der augenscheinlich der Adressat des Pakets ist. Weil er Dampf ablassen wollte. Denn seinen Angaben zufolge befand er sich zum Zeitpunkt der Zustellung 350 Kilometer entfernt in einer Klinik, seine Frau und die Kinder hätten sich 200 Kilometer entfernt bei ihrer Mutter aufgehalten. Heißt: Kurzfristig konnte wohl niemand aus der Familie das Paket reinholen und damit vor möglichen Langfingern in Sicherheit bringen.

Genau das brachte den Kunden in Rage. Denn Amazon könne sich ja nun rausreden, das Paket zugestellt zu haben – auch wenn niemand anzutreffen war. So schreibt er: „Und AmazonHelp so: keiner da? Kein Problem – zugestellt! Mit Beweis. Wenn das Paket weg ist, Pech gehabt, mach halt ne Anzeige gegen unbekannt.“

Da auf dem Foto neben der Tür mehrere Briefkästen und Klingelschilder zu sehen sind, ist davon auszugehen, dass es sich um ein Mehrparteienhaus handelt. Somit könnten auch andere Anwohner die günstige Gelegenheit nutzen, um sich zu bedienen. Andererseits: Vielleicht lebt in dem Gebäude ja auch jemand, der das Paket auf entsprechende Bitte in seine Obhut nehmen kann, ehe die Familie zurückkehrt.

Erfolgreich zugestellt: Ein Amazon-Paket wartet vor einer Haustür auf Einlass.

Amazon-Kunde sieht Zustellung im Krankenhaus: Kein Ablageort angegeben

Amazon reagierte derweil schnell auf den Post und fragte den User, ob er in seinem Kundenkonto einen Ablageort oder Nachbarn angegeben habe, wo der Fahrer die Pakete abgeben oder hinterlegen könnte. Was laut dem Mann nicht der Fall ist. Daraufhin verwies das Amazon-Team darauf, künftig eine entsprechende Anweisung zu hinterlegen, falls der Kunde davon ausgehen sollte, bei der Amazon-Lieferung nicht zu Hause zu sein.

Hinter dem entsprechenden Link stellt der Konzern jedoch auch klar, nicht garantieren zu können, dass die Transportunternehmen die Anforderungen überhaupt erfüllen können. Diese Reaktion brachte auch andere User auf die Palme. So schreibt jemand ungläubig: „Also kurz gesagt: Chris (der User, Anm. d. Red.) hat Pech, oder was?“ Ein anderer pflichtet dieser Sichtweise bei und meint: „Nicht zu fassen.“

Amazon-Paket vor Tür abgestellt: Beschwerde beim Kundenservice möglich

So entspinnt sich in den Kommentaren schließlich eine Diskussion über die Bedingungen, unter denen die Paketzusteller in Deutschland arbeiten. Was letztlich auf die Kunden zurückfallen kann, wenn es der Fahrer besonders eilig hat. Von einem User folgt noch der Tipp, sich beim Kundenservice zu beschweren, wenn keine Abstellgenehmigung erteilt wurde.

Ob es hilft? Vielleicht verraucht der Ärger ja schnell, wenn das Paket in Sicherheit gebracht ist. Egal, ob nun von einem Familienmitglied oder einem befreundeten Nachbarn.

Ärger mit Amazon hatte auch eine Kundin, die ein Paket ohne Inhalt aus dem Müll fischte. Eine andere Kundin musste sogar auf Paketsuche gehen. Eine weitere Paket-Kundin meckert über den DHL-Ablageort, liegt damit aber falsch.

Rubriklistenbild: © Fleig / Eibner-Pressefoto/imago

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