Bild: Amazon/Henning Kaiser

Schon lange kündigt der Versandhändler Amazon in einer Werbekampagne besonders günstige Angebote während des sogenannten Prime Day an. Doch Kunden sollen vorsichtig sein, warnt die Verbraucherzentrale.

  • Beim Amazon Prime Day gibt es bei dem Online-Händler besondere Angebote für Prime-Kunden.
  • Blitz-Angebote sollen zum sofortigen Kauf verleiten.
  • Die Verbraucherzentrale rät: Vergleichen lohnt sich.

Zwei Tage dauert der im Fernsehen und Internet heftig beworbene Prime Day. Am 15. und 16. Juli (Montag und Dienstag) soll es laut dem Versandhändler Amazon für Prime-Kunden besondere Angebote geben.

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Amazon Prime ist ein Premium-Dienst, für den sich Kunden des Versandhändlers anmelden können. Für 7,99 Euro pro Monat oder 69 Euro im Jahr erhalten sie unter anderem kostenlosen Expressversand und Zugang zum Streamingdienst „Prime Video“.

Das kostet Amazon Prime:

Für alle normalen Kunden ohne Prime-Mitgliedschaft gelten derweil die normalen Preise. Doch es gibt einen Trick: Amazon bietet Neukunden eine kostenlose Prime-Mitgliedschaft für 30 Tage. Erst danach fallen kosten an. Wer also an den Angeboten interessiert ist, kann sich für den Prime Day anmelden – und danach direkt wieder kündigen.

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Doch die Angebote halten nicht immer das, was sie versprechen. Auf ihrer Homepage warnt die Verbraucherzentrale, dass die von Amazon angepriesenen Preise nicht immer die günstigsten auf dem Markt sind.

Kunden sollten sich deshalb auch von sogenannten Blitz-Angeboten nicht verführen lassen. Diese suggerieren, dass nur ein begrenztes Kontingent zu dem niedrigen Preis verfügbar sei.

Vorsicht bei Blitz-Angeboten am Prime Day

Doch auch wenn es vielen Sparfüchsen bei solchen Angeboten in den Fingern juckt: Vor dem Kauf sollte man die Preise stets noch mit anderen Händlern vergleichen, rät die Verbraucherzentrale. Und wer den Kauf bereits getätigt hat und dann einen billigeren Preis entdeckt, kann immerhin noch auf sein 14-tägiges Rückgaberecht bauen. Dieses Recht hat jetzt ein Spanier richtig ausgenutzt und sorgte so für 330.000 Euro Schaden bei Amazon.

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Wahre Preiswunder sollten Kunden bei den Spartagen von Amazon aber ohnehin nicht erwarten. Wie das Preisvergleichsportal Idealo ausgerechnet hat, lag die durchschnittliche Ersparnis beim Prime Day 2018 gerade mal bei mageren drei Prozent.

Misstrauisch sollten Kunden außerdem bei den Produktbewertungen auf Amazon sein. Denn diese entsprechen oft nicht der Realität.