Neue Liefer-Vorhaben

Amazon plant zwei Änderung – Zustellung von Paketen betroffen

Der US-amerikanische Onlineversandhändler Amazon setzt auf neue Liefer-Methoden. Eine Änderung gilt bereits, eine weitere wird getestet.

Dortmund – Amazon erfreut sich nicht erst seit der Corona-Pandemie großer Beliebtheit. Der US-Gigant verfügt über eine schier endlose Auswahl und die bestellte Ware wird in der Regel zeitnah geliefert. Doch ärgerlich wird es, wenn bei der Paketzustellung etwas schiefläuft. Das gilt insbesondere für Pakete von hohem Wert.

UnternehmenAmazon
Gründung1994
SitzSeattle, Washington, USA
Umsatz386 Mrd. US-Dollar (2020)

Amazon liefert wertvolle Pakete nur noch gegen Passwort aus

Klingelt der Amazon-Paketbote und der Kunde ist nicht zuhause, ist das Ablegen von hochwertiger Ware vor der Haustür keine Option. Doch selbst die Zustellung über den Nachbarn birgt Risiken. Betrugsfälle hat es in der Vergangenheit bereits gegeben. Etwa, wenn sich Personen fälschlicherweise als Nachbarn ausgeben und sich das Paket stattdessen selbst unter den Nagel reißen.

Das kostet nicht nur Nerven, sondern bei teuren Bestellungen auch eine Menge Geld. Amazon will deshalb Abhilfe schaffen und hat die „sichere Zustellung mit Einmalpasswort“ eingeführt. Sie soll genau solchen Betrügern das Handwerk legen.

Amazon-Boten verlangen vor der Auslieferung bestimmter Bestellungen künftig einen Code.

Das Einmalpasswort soll bei Bestellungen von hohem Wert für eine zusätzliche Sicherheitsebene sorgen, heißt es von Amazon. Vor der Lieferung einer solchen Bestellung schickt Amazon dem Kunden eine Mail mit einem sechsstelligen Zahlencode an die im Kundenkonto hinterlegte Mailadresse. Ab welchem Warenwert das erforderlich ist, ist nicht bekannt.

Amazon will mehr Sicherheit bei teuren Bestellungen – Paketbote erfragt Passwort

Wer sein Mailpostfach nicht griffbereit hat, kann das Passwort auch unter „Meine Bestellungen“ einsehen. Dazu muss die Option „Lieferung verfolgen“ ausgewählt werden. Klingelt der Paketbote, erfragt dieser den sechsstelligen Code. Erst wenn der Kunde den nennt, wird das Paket zugestellt (mehr digitale News bei RUHR24).

Ist der Kunde zum Zeitpunkt der Lieferung nicht zuhause, kann er das Einmalpasswort auch an jemanden weitergeben. Die Person kann das Paket dann annehmen. „Wir empfehlen nicht, das Einmalpasswort mit einer unbekannten Person zu teilen“, warnt Amazon. Der US-Gigant merkt zudem an, dem Fahrer das Passwort nicht telefonisch mitzuteilen. Kann am Liefertag niemand das Paket annehmen, wird die Zustellung am nächsten Werktag erneut versucht.

Während das Einmalpasswort bereits flächendeckend zum Einsatz kommt, testet Amazon aktuell noch eine weitere Änderung. Dabei geht es allem Anschein nach um eine neue Versandoption – den „Gratis-Eilversand“. Zuerst berichtete darüber der IT-Blog Caschys Blog.

Neben Passwort-Lieferung: Amazon testet aktuell den „Gratis-Eilversand“

Demnach zeigt Amazon beim „Gratis-Eilversand“ den frühesten Lieferzeitpunkt an. In den Produktinformationen stehe dann etwa, dass die Ware noch „bis morgen um 13 Uhr“ oder „noch heute bis 18 Uhr“ geliefert werden könne. Die Funktion befindet sich aber offenbar noch in der Testphase und steht bislang nur einigen wenigen Kunden zur Verfügung. In den Lieferinformationen des US-Unternehmens taucht sie noch nicht auf.

Die Funktion „Gratis-Eilversand“ ist dabei nicht zu verwechseln mit der Same-Day-Lieferung von Amazon. Bei der können Prime-Mitglieder ausgewählte Artikel am Morgen eines Werktags bestellen und erhalten ihre gewünschten Produkte noch am selben Abend zwischen 18 und 21 Uhr.

Ob der „Gratis-Eilversand“ Kunden bald flächendeckend zur Verfügung stehen wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Möglicherweise geht die Funktion auch nicht über die Testphase hinaus. Trotz des großen Erfolges war bereits in der Vergangenheit nicht jeder neue Plan von Amazon ein Glücksgriff.

Rubriklistenbild: © Matt Rourke/AP/dpa

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