Kunden sollten vorsichtig sein

Rückruf bei Alnatura: Gefahr durch Bio-Produkt droht

Rückruf bei Alnatura: Produkt könnte Glasteilchen enthalten.
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Rückruf bei Alnatura: Produkt könnte Glasteilchen enthalten.

Aktuell muss das Unternehmen Alnatura ein Bio-Produkt zurückrufen, denn es droht Gefahr. Der Rückruf betrifft auch Rossmann-Filialen.

  • Das Bio-Unternehmen Alnatura muss ein Produkt zurückrufen.
  • Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Fremdkörper darin befinden.
  • Das Produkt wurde unter anderem auch bei Rossmann verkauft.

Dortmund - Achtung! Die beliebte Bio-Marke Alnatura muss aktuell ein Produkt aus dem Verkauf nehmen und zurückrufen. Das Unternehmen kann nicht ausschließen, dass sich darin Fremdkörper befinden - es wird vom Verzehr abgeraten.

Alnatura

Zentrale

Darmstadt

Gründer und CEO

Götz Rehn

Gründung

1987

Mitarbeiterzahl

3150

Rückruf bei Alnatura: Kichererbsen sollten nicht gegessen werden

Alnatura, die vor kurzem auch ein beliebtes Pesto zurückgerufen haben, ist nicht nur eine Bio-Marke, die ihre Produkte unter anderem bei Rossmann verkauft, sondern betreibt auch selbst eigene Supermärkte. Wie das Unternehmen auf seiner Homepage mitteilt, umfasst das Markensortiment derzeit rund 1200 Bio-Produkte von Apfelsaft bis Zwieback.

Eines dieser Bio-Produkte sind auch getrocknete Kichererbsen - von deren Verzehr wird derzeit allerdings abgeraten. Die Kichererbsen werden aufgrund eines Produktionsfehlers von Alnatura zurückgerufen (mehr Service-Artikel bei RUHR24.de).

Diese getrockneten Kichererbsen musste Alnatura vorsorglich aus dem Verkauf nehmen.

Rückruf von Kichererbsen: Alnatura kann Glas im Produkt nicht ausschließen

Wie der Bio-Konzern Alnatura in einer Pressemitteilung berichtet, müssen die Kichererbsen zurückgerufen werden, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich Fremdkörper aus Glas in einzelnen Packungen des Produkts befinden.

Konkret handelt es sich bei dem Rückruf um dieses Bio-Produkt:

  • Kichererbsen, getrocknet
  • im 500 Gramm-Beutel
  • mit dem Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) 14.01.2021 und 27.01.2021 - das MHD ist auf der Vorderseite des Produkts aufgedruckt. Kichererbsen mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten sind von dem Rückruf nicht betroffen.

Rückruf bei Alnatura: Kichererbsen wurden in eigenen Supermärkten und auch bei Rossmann verkauft

Eine regionale Eingrenzung macht das Unternehmen in dem aktuellen Rückruf nicht, daher können Verbraucher von einer bundesweiten Rückruf-Aktion ausgehen. Alnatura versichert in der Mitteilung, dass die orientalische Hülsenfrucht vorsorglich aus dem Verkauf genommen wurde.

Wie eine Sprecherin der Alnatura Produktions- und Handels GmbH gegenüber RUHR24 bestätigte, wurden die Kichererbsen nicht nur in den eigenen Alnatura-Supermärkten, sondern auch in der Drogerie Rossmann verkauft, wo derzeit auch Müsliriegel von einem Rückruf betroffen sind. Alnatura-Produkte werden in rund 2000 deutschen Drogerien verkauft. Auch Edeka und der Drogeriemarkt Müller verkaufen Alnatura-Produkte.

Rückruf von Kichererbsen: Wie gefährlich das Glas ist, ist unbekannt

Ob die Fremdkörper aus Glas in den Kichererbsen eine Gefahr für die Gesundheit darstellen, geht aus dem Rückruf nicht hervor. Allerdings kann man aus vergangenen Rückrufen anderer Firmen schließen, dass Glasteilchen in Nahrungsmitteln durchaus gefährlich werden können (mehr Rückruf-Artikel bei RUHR24.de).

In einer Leberwurst von Kaufland wurden beispielsweise Glasteile gefunden, in dem Rückruf wurde eindringlich vor dem Verzehr des Produkts abgeraten. Dabei konnten Schnittverletzungen im Mund, der Speiseröhre oder sogar im Magen-Darm-Bereich nicht ausgeschlossen werden. Ob es bei den Kichererbsen ähnlich gefährlich werden kann, hat Alnatura nicht mitgeteilt.

Video: Der Bio-Supermarkt Alnatura

Kunden, die die getrockneten Kichererbsen mit den angegebenen Mindesthaltbarkeitsdaten bereits im Schrank stehen haben, werden lediglich gebeten, diese nicht zu verzehren. Alnatura weist darauf hin, dass das Produkt zurückgegeben werden kann - Kunden erhalten Ersatz. Das Bio-Unternehmen Alnatura bedauert den Vorfall laut eigener Aussage sehr und bittet alle Kunden für die Unannehmlichkeiten um Entschuldigung. 

Nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch bei anderen Produkten kommt es in der Herstellung immer wieder zu Verunreinigungen. So gab es erst kürzlich bei Beiersdorf einen Rückruf von mehreren Hansaplast-Pflastern. Der Hersteller kann im Fall von vier Meterwaren-Produkten nicht garantieren, dass das Pflaster nicht mit Keimen belastet ist. 

Auch Aldi Nord musste vor kurzem ein beliebtes Produkt zurückrufen: In beliebten Gewürzgurken, die bei Aldi Nord verkauft werden, wurde  ein Glasbruchstück festgestellt. Der Discounter warnte vor dem Verzehr.