Ärger vor Weihnachten

Weihnachts-Angebot sorgt bei Kunden für Ärger: Supermarkt reagiert kurios

Anstatt Weihnachtsvorfreude zu wecken, haben Plätzchen einen Kunden auf die Palme gebracht. Als er die Packung öffnete, offenbarte sich ihm erstaunlich wenig Inhalt.

Dortmund – Die Supermarkt-Regale sind aktuell schon prall gefüllt: Christstollen, Schoko-Nikoläuse, Plätzchen wohin das Auge reicht. Wer keine Lust hat selbst zu backen, kann bei Rewe, Edeka oder anderen Supermärkten aus dem Vollen schöpfen und sich Plätzchen in den unterschiedlichsten Sorten aussuchen. Ein Produkt hat einem Kunden jedoch die Weihnachtsstimmung ordentlich vermiest.

Unternehmen der Bio-Lebensmittel-BrancheAlnatura
HauptsitzDarmstadt
Mitarbeiterzahl3.600

Plätzchen-Ärger im Supermarkt: Alnatura-Kunde sauer wegen Verpackungsschummel

Konkret geht es um Plätzchen der Bio-Marke Alnatura. Ein Kunde hatte sich voller Vorfreude auf die weihnachtliche Leckerei eine Packung Zimtsterne gekauft und dann entsetzt festgestellt, dass sich dahinter eine Mogelpackung versteckt. Seinem Ärger machte er gegenüber dem Verbrauchermagazin Stiftung Warentest Luft.

„Die Zimt­sterne stehen schräg in einer undurch­sichtigen Verpackung und brauchen so unnötig viel Platz“, beklagt Tobias Rad aus Stutt­gart gegenüber Stiftung Warentest. „Bei anderen Herstel­lern liegen zwei Sterne über­einander.“

Die Zimtsterne von Alnatura haben bei einem Kunden für Ärger gesorgt.

Ärger im Supermarkt: Alnatura-Kunde wegen Plätzchen mächtig sauer

Viele Kunden können den Lebensmittelherstellern verzeihen, wenn einmal ein Fehler bei einem Produkt passiert – in einigen Fällen sorgt das sogar für Lacher im Supermarkt. Wittern Verbraucher jedoch, dass sie absichtlich von Herstellern hinters Licht geführt werden, ärgert sie das in der Regel besonders heftig.

Konkret geht es – wie auch bei den Zimtsternen von Alnatura – dabei um Verpackungsärger: Sprich, wenn Hersteller Produkte in Verpackungen stecken, die weit größer sind als der eigentliche Inhalt. Das stößt vielen Supermarkt-Kunden bitter auf, weil sich dann viel unnötiger Plastikmüll ansammelt. Aber auch, weil viele Unternehmen dadurch Preiserhöhungen verschleiern wollen (mehr Supermarkt-News bei RUHR24).

Kunde schießt gegen Alnatura – aber Bio-Marke reagiert

Stiftung Warentest schenkt in solchen Fällen den Verbrauchern ein offenes Ohr. Kunden können Produkte einreichen, die sie aufgrund der Verpackung besonders verärgern. Das Verbraucherportal geht dem oftmals nach und fühlt den Herstellern auf den Zahn.

So auch bei den Zimtsternen von Alnatura. Und siehe da: Das Unternehmen aus der Bio-Lebensmittelbranche hat sogar eine Antwort parat, die lässt allerdings zu wünschen übrig. So gibt Alnatura an, dass die Zimtsterne deshalb schräg in der Packung liegen würden, weil sie dann besser von den Kunden entnommen werden könnten. Außerdem wolle man die Plätzchen nicht stapeln, weil sonst der Zuckerguss auf den Zimtsternen möglicherweise kaputtgehen könnte.

Alnatura-Kunde nach Plätzchen-Kauf sauer: Bio-Marke hat schwammige Ausrede

Doch wie der Kunde richtig angemerkt hat, scheint das nur eine fadenscheinige Ausrede zu sein. Denn auch Stiftung Warentest hat festgestellt, dass andere Marken mehrere Zimtsterne übereinander stapeln – ohne dass der Zuckerguss verklebt oder die Plätzchen weniger gut schmecken.

Fazit: Auch Alnatura könnte durchaus eine zweite Schicht Zimtsterne in die Packung legen und somit dem ein oder anderen Kunden sicher die Weihnachtsstimmung versüßen, anstatt wenig Inhalt hinter viel Verpackung zu verstecken – nur um der Handhabung willen.

Rubriklistenbild: © Anp koen van Weel/AFP, Collage: RUHR24

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