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Seit Donnerstag (11. April) ist es in Nordrhein-Westfalen kälter und der Frühling verabschiedet sich erst einmal. Für von Allergien geplagte Menschen ist das eine wahre Wohltat. Denn der Spätfrost bremst das Wachstum der Pflanzen aus.

Wer unter einer Allergie gegen Birkenpollen leidet, hatte in den vergangenen Wochen schlechte Karten. Das sonnige Wetter und die vergleichsweisen milden Temperaturen sorgten für eine tolle Entwicklung der Bäume. Allerdings wurde, anders als bei der Erle in den vergangenen Monaten, keine Rekordwerte bei der Pollenbelastung erreicht.

Allergie gegen Birkenpollen wird durch Polarluft ausgebremst

Gerade in Nordrhein-Westfalen wurden in den vergangenen Tagen aber immer wieder Spitzenbelastungen bei den Pollen erreicht. Das könnte sich jetzt ändern. Das Wetter wird kühler und die Polarluft macht dem Frühling einen Strich durch die Rechnung. Sie nimmt dem Birkenpollenflug einiges von seiner Intensität, schreibt der Deutsche Polleninformationsdienst (PID).

Allerdings soll es nur wenig regnen, sodass Menschen mit Birkenpollen-Allergie wahrscheinlich weiter darunter zu leiden haben.

Aufatmen können hingegen Menschen, die gegen Eschenpollen allergisch sind. Die Saison verläuft bisher nur mäßig. Und sie scheint auch keine extremen Werte mehr anzunehmen, weiß der PID.

Platanenblüte beginnt in Großstädten im Rheinland

Für Menschen, die in großen Städten leben, könnte aber schon bald die nächste Belastung drohen. Denn die Platane beginnt zu blühen und plagt bereits die Allergiker im Rheinland. Die Bäume finden sich meist nur in großen Städten. Die Blüte wird sich in den kommenden Tagen immer mehr im Westen ausbreiten.

Und auch die Eichen- und Rotbuchenblüten könnten in den kommenden Tagen Menschen mit Allergie das Leben schwer machen. Hier hat die Saison gerade begonnen. Bei Ulmen, Weiden und Pappeln neigt sich die Blüte allerdings langsam dem Ende zu, sodass die Belastung hier abnimmt.

DWD gibt Informationen zum Pollenflug

Wer sich informieren möchte, welche Bäume und Pflanzen gerade blühen und so für Heuschnupfen sorgen, kann das auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) tun. Hier gibt es einen Pollenflug-Gefahrenindex, der anzeigt, wie die Belastungsintensität an welchem Tag genau ist.

Mehr Gesundheitsthemen:

Wer nur unter leichten Allergie-Beschwerden leidet, kann sich in der Apotheke mit frei verkäuflichen Mitteln versorgen. Die Stiftung Warentest hat jetzt getestet, welche Medikamente das beste Nutzen-Risiken-Verhältnis bieten. In schweren Fällen kann allerdings nur der Arzt helfen.