Lästige Tierchen 

Tipps gegen Milben: Warum man sein Bett niemals richtig machen sollte 

Hausstauballergiker leiden oft morgens unter Schnupfen, Kratzen im Hals oder Kopfschmerzen. 
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Hausstauballergiker leiden oft morgens unter Schnupfen, Kratzen im Hals oder Kopfschmerzen. 

Im Mai beginnt die Hochsaison für Milben. Allergiker haben es deshalb derzeit nicht leicht, denn die kleinen Tierchen sind überall. Was man dagegen tun kann. 

  • Hausstaubmilben beginnen sich im Mai wieder zu vermehren. 
  • Bei Allergikern verursachen sie unter anderem Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen und Halskratzen. 
  • Um Milben zu bekämpfen, ist die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur im Raum besonders wichtig. 

NRW - Milben wohnen im Bett, in Sofas oder auf Teppichen. Während sich einige nur vor den winzigen Krabbeltierchen ekeln, sind sie für andere eine große Belastung - denn der Kot der Milben kann bei manchen Menschen Allergie-Reaktionen hervorrufen, berichtet RUHR24.de*.

Tipps gegen Milben: Bis zu 1,5 Millionen Hausstaubmilben in jedem Bett

Hausstaubmilben sind nicht immer ein Hinweis auf mangelnde Hygiene* - tatsächlich können sich in jedem Bett bis zu 1,5 Millionen Milben tummeln. Der Grund dafür: Die kleinen Tierchen, die nur unter dem Mikroskop zu sehen sind, ernähren sich von Hautschüppchen und werden deshalb quasi von Menschen angezogen.  

Die allergischen Symptome, die manche Menschen entwickeln, werden durch den Kot der im Hausstaub lebenden Milben ausgelöst - daher auch der Name "Hausstauballergie". Die Kotbällchen trocknen aus und zerfallen in kleine Teilchen, die sich mit dem Hausstaub verbinden.

Hausstaubmilben: Allergie besonders im Frühling und Sommer am meisten ausgeprägt

Dieses Gemisch atmet der Mensch ein, was bei manchen dann zu allergischen Reaktionen führen kann. Die Symptome sind ähnlich wie bei einer Allergie gegen Heuschnupfen*: juckende oder tränende Augen, Kopfschmerzen, Kratzen im Hals, verstopfte Nase, Husten oder Schnupfen - vor allem am Morgen. 

Am liebsten mögen Milben eine warme, feuchte Umgebung - und vermehren sich deshalb im Frühling und Sommer am meisten. 

Milben bekämpfen: Allergiker sollten immer gut durchlüften 

Um Milben zu bekämpfen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. In erster Instanz kann es bereits helfen, das Schlafzimmer regelmäßig gut durchzulüften und seine Bettwäsche einmal die Woche bei 60 Grad zu waschen. Nicht vergessen: Bei Kindern, die allergisch auf Hausstaubmilben reagieren, sollten auch die Kuscheltiere regelmäßig heiß gewaschen werden. 

Ebenso wird Hausstauballergikern empfohlen, ihre Kleidung nicht in Bettnähe auszuziehen, um nicht noch mehr Hautschüppchen auf dem Bett zu verteilen und schwere Teppiche und Vorhänge im Schlafzimmer zu vermeiden - denn auch dort können sich die lästigen Tierchen ansammeln. 

Tipps gegen Milben: Milbenundurchlässiger Matratzenschoner kann von Krankenkasse übernommen werden 

Das größte Milbenreservoir lässt sich jedoch in der Matratze finden. Für Hausstauballergiker ist es deshalb sinnvoll, über einen milbenundurchlässigen Schutzbezug nachzudenken. 

Dieser hindert die Tierchen am ungehinderten Zugang zu ihrer Nahrungsquelle, den Hautschuppen. Außerdem schützt ein solcher Matratzenschoner auch den Menschen vor dem Allergen - also dem Milbenkot. 

Bei einer nachgewiesener Hausstaubmilbenallergie können die Kosten für einen solchen, nicht ganz günstigen Schutzbezug, sogar von der Krankenkasse übernommen werden. 

Allergisch gegen Hausstaubmilben: Warum man niemals sein Bett machen sollte 

Ein Tipp, der kurios klingt, aber funktioniert: Allergiker sollten so wenig wie möglich ihr Bett machen. Milben lieben es warm und feucht - und vermehren sich deshalb auch im Frühling am meisten. 

Video: Milben, Pilze und Bakterien: Wie oft sollten wir die Bettwäsche wechseln?

Aus demselben Grund ist ein gemachtes Bett die ideale Umgebung für die Milben. Denn wer direkt nach dem Aufstehen seine Bettdecke zusammenlegt, sorgt dafür, dass die über die Nacht durch Schwitzen angesammelte Flüssigkeit nicht richtig entweichen kann.

Tipps gegen Milben: So können Hausstaub-Allergiker die kleinen Tierchen beseitigen 

Die hohe Luftfeuchtigkeit in der Decke und Matratze bleibt also enthalten - und Milben fühlen sich so erst richtig wohl. 

Nach dem Aufstehen sollten Allergiker deshalb zuerst die Decke zurückgeschlagen und dann das Schlafzimmer lüften. Die Matratze sollte währenddessen unbedeckt sein, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. So trocknet der Lebensraum der Milben aus - die kleinen Biester dehydrieren dadurch und sterben. 

Allergiker sollten die Matratze nach dem Schlafen auslüften lassen und morgens nicht gleich das Bett machen.

Milben-Bekämpfung: Nie selbstständig giftige Schädlingsbekämpfungsmittel anwenden 

Sollten Allergiker trotz allem den Milbenbefall nicht eigenhändig unter Kontrolle bekommen, kann als letzter Schritt ein professionelles Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden. 

Dafür sollte man sich jedoch unbedingt professionelle Hilfe beim Fachmann holen - denn Schädlingsbekämpfungsmittel können nicht nur für Milben giftig sein, sondern auch für Menschen. lis
*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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