Heuschnupfen-Saison

Heuschnupfen im Frühling: Sorgen Pollen für Corona-Infektionen?

Allergie Heuschnupfen Niesen Schnupfen
+
Laut einer Studie sollen Pollen das Infektionsrisiko des Coronavirus erhöhen.

Der Frühling und die Heuschnupfen-Saison kommen. Pollen sollen das Risiko erhöhen, an Corona zu erkranken. Das ist das Ergebnisse einer deutschen Studie.

NRW - Der Winter neigt sich langsam dem Ende zu, dafür beginnt gerade die Pollen-Saison. Wer Heuschnupfen und Allergien hat, den treffen die Pollen besonders hart. Laut einer Studie sollen sie sich sogar auf Coronavirus-Infektionen auswirken (alles zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

CoronavirusSars-CoV-2
InfektionskrankheitCovid-19
Häufige SymptomeHusten, Fieber, Schnupfen, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns

Heuschnupfen: Coronavirus im Frühling – wie Pollen das Infektionsrisiko beeinflussen

Die Studie von der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Infektionen mit dem Coronavirus und der Pollen-Menge in der Luft gibt. Je höher die Konzentration des Blütenstaubs, desto höher ist auch die Anzahl der Corona-Infektionen. Veröffentlicht wurde die deutsche Studie im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“.

Über mehrere Monate forschte die Gruppe um die Umweltexpertin Claudia Traidl-Hoffmann in 130 Regionen in 31 Ländern weltweit. Allerdings ist noch nicht klar, wie stark die Pollen den Verlauf einer Corona-Infektionen letztendlich beeinflussen. Neben den Pollen wurde auch der Einfluss der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit, der Bevölkerungsdichte und die Ausprägung des Lockdowns beobachtet. Bis zu vier Prozent haben sich die Infektionszahlen erhöht, wenn es keine Lockdown-Regelungen und eine erhöhte Pollenbelastung gab.

Coronavirus im Frühling: Wie Pollen das Infektionsrisiko beeinflussen – Botenstoff wird gehemmt

Die Wissenschaftler vermuten, dass der Botenstoff Interferon von den Pollen beeinflusst werden kann. Dieser besitzt eine antivirale Wirkung. Durch den Blütenstaub produziert der Körper allerdings weniger dieses antiviralen Botenstoffes.

Schon länger ist bekannt, dass Pollen dafür sorgen können, dass Menschen eher an viralen Atemwegserkrankungen erkranken. Daher wird ihnen empfohlen eine FFP2-Maske im Freien zu tragen, besonders wenn sie zur Risikogruppe gehören. Auch Allergiker können davon profitieren. Jedoch kann eine FFP2-Maske nur helfen, wenn sie richtig getragen wird. Zudem soll es keinen Einfluss auf die Ansteckungswahrscheinlichkeit haben, ob jemand an Allergien leidet oder nicht.

Coronavirus im Frühling: Wie Pollen das Infektionsrisiko beeinflussen – diese Tricks helfen

Pollen komplett zu meiden, ist in Deutschland leider nicht möglich. Es könne aber helfen, die Pollen-Vorhersagen im Blick zu behalten und eine Staubfiltermaske zu tragen. Auch die folgenden Tipps können helfen, dass der Körper durch die Pollen nicht allzu belastet wird:

  • Regelmäßig Nasenspülungen durchführen, damit die Pollenbelastung im Körper reduziert wird. Zudem lindern sie Heuschnupfensymptome.
  • Allergie-Medikamente wie Antihistaminika und Cortison-Nasensprays reduzieren die Symptome.
  • Keine Straßenbekleidung im Schlafzimmer ablegen. Da die Pollen nicht auch im Schlaf eingeatmet werden können, reduziert sich die Konzentration des Blütenstaubs im Körper.
  • Lüften hilft: bestenfalls in der Stadt morgens und auf dem Land abends.
  • Pollenschutzgitter verhindern, dass Polln beim Lüften in die Wohnräume gelangen. Luftreinigungsgeräte filtern die Übeltäter aus der Luft.

Video: Corona oder Heuschnupfen? So unterscheiden Sie die Symptome

Die Forscher sind der Meinung, dass in die Berechnungen und Lockdown-Planungen die Ergebnisse der Studie zu den Umweltfaktoren eingearbeitet werden sollten. „Das Wissen um diese Auswirkungen eröffnet neue Wege für die Prävention und Abmilderung von Covid-19“, erklärt Athanasios Damialis, Mitautor der Studie.

Mehr zum Thema