Bild: Andrea Warnecke/dpa

Die Birkenblüte nähert sich langsam dem Höhepunkt. Damit ist einer der gefürchtetsten Allergenträger des Frühjahrs weiter auf dem Vormarsch und macht Menschen mit Allergie das Leben schwer.

Wie die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) mitteilt, ist inzwischen nicht nur der Frühling in vollem Umfang nach Deutschland gekommen. Mit den milderen Temperaturen haben auch die meisten Bäume angefangen zu blühen.

Am dominantesten ist gerade die Birkenblüte. Sie hat sich vor allem im Westen und Süden schon komplett ausgebreitet. Der Norden und Osten Deutschlands sind bislang noch verschont.

Allergie sorgt für lästige Symptome bei Betroffenen

Die Birkenkätzchen können zu mehr oder weniger schlimmen Symptomen bei Menschen mit Allergie sorgen. Wer dieser Tage unter Dauerschnupfen, tränenden Augen oder Atemnot leidet, könnte betroffen sein. Klarheit kann aber nur der Arzt liefern.

Der könnte vielleicht auch andere Allergien finden. Denn nicht nur die Birke steht derzeit in Vollblüte. Auch die Mehrzahl der Eschen ist erblüht. Das führt laut der PID zu einer mittleren bis hohen Belastung.

Gräserpollen stehen in den Startlöchern

Auch bei den Pappeln, Weiden und Ulmen geht die Blüte weiter. Bei Pappeln ist der Zenit aber bereits überschritten und die Belastung für Allergiker wird schwächer. Bei den Weiden ist eine solche Entwicklung nicht erkennbar. Unter diesen drei Pollenarten leiden aber auch weniger Menschen mit Allergie als beispielsweise an Birken oder Eschen.

Acht Tipps für Allergiker

  1. Schutzgitter vor den Fenstern verhindern, dass Pollen beim Lüften ins Haus gelangen. So kann die Belastung in Wohnräumen verringert werden.
  2. Lüften sollten Allergiker außerdem zur richtigen Zeit. Auf dem Land sind morgens am meisten Pollen in der Luft – in der Stadt abends. Zu diesen Zeiten sollten die Fenster am besten geschlossen bleiben.
  3. Regelmäßiges Saugen und Wischen hilft, Pollen die schon in die Wohnung gelangt sind, zu entfernen.
  4. Pollenfilter für das Auto bieten Schutz vor Pollen durch die Lüftung. Bereits beim Autokauf sollten Allergiker auf gute Filter achten und die Fenster bei Pollenflug geschlossen halten.
  5. Wäsche sollten Heuschnupfen-Geplagte in der Pollenzeit nicht draußen trocknen. So wird vermieden, dass Pollen an Kleidung, Handtücher und Bettwäsche hängen bleiben.
  6. Getragene Kleidung solltet ihr nicht mit ins Schlafzimmer nehmen. An ihr hängen häufig Pollen, die sonst den Schlaf von Allergikern stören.
  7. Für Allergiker ist es ratsam, abends zu duschen. So wascht ihr Pollen ab und nehmt sie nicht mit ins Bett.
  8. Auf Zigaretten sollten Menschen mit Heuschnupfen lieber verzichten. Denn rauchen reizt die Schleimhäute zusätzlich und verstärkt die Symptome.

Ein weiterer Allergie-Faktor steht übrigens schon in den Startlöchern. Bereits jetzt treten erste Gräser-Pollen auf. Unter einer Allergie gegen diese Pollen leiden fast ebenso viele Menschen wie unter der gegen Birken.