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Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hat alarmierende Zahlen zum Konsum von Alkohol in Deutschland vorgestellt.

  • In Deutschland konsumieren die Bürger im Schnitt deutlich zu viel Alkohol.
  • 18,4 Prozent der Männer in NRW gelten als Risiko-Konsumenten.
  • Auch schwangere Frauen trinken oftmals Alkohol in großen Mengen.

Deutschland ist demnach ein „Hochkonsumland“, was Alkohol betrifft. Gerade in Nordrhein-Westfalen trinken viele Menschen in problematischen Mengen, meinen die Experten.

NRW besonders gefährdet

Allein in der Altersgruppe der 18- bis 64-Jährigen nehmen bundesweit rund 7,8 Millionen Menschen in riskantem Maße Alkohol zu sich, wie die Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen mitteilte.

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Als riskant stuft die DHS bei Männern mehr als 24 Gramm Reinalkohol am Tag und bei Frauen mehr als 12 Gramm ein – bei zwei bis drei Tagen pro Woche ohne Alkohol. 24 Gramm Reinalkohol entsprechen 0,6 Litern Bier.

18,4 Prozent der Männer in NRW gelten als Risiko-Konsumenten

Auch ein moderater Konsum von Alkohol unterhalb dieser Werte sei bereits mit einem Gesundheitsrisiko verbunden, betonten die Wissenschaftler der DHS in Hamm. Dieses falle noch höher aus, wenn zugleich Bewegungsmangel, Übergewicht, Medikamente oder Tabakrauchen ins Spiel kämen.

In NRW gelten nach Ansicht des Deutschen Krebsforschungszentrums 18,4 Prozent der Männer und 12,8 Prozent der Frauen als Risiko-Konsumenten. Eine Stadt in NRW hat nun auch Konsequenzen gezogen und ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit durchgesetzt.

In Deutschland sind 10.000 Kinder jährlich bei ihrer Geburt alkoholgeschädigt

Schwangere Frauen sollten gänzlich auf Alkohol verzichten, erklärte der DHS. Die Wahrheit sieht jedoch erschreckend anders aus:

Alkohol in der Schwangerschaft sei die häufigste Ursache für nicht vererbte, aber angeborene körperliche, geistige und seelische Behinderungen, sagte Vizegeschäftsführerin Christina Rummel.

Schon kleinste Mengen könnten den Embryo schädigen – besonders die Entwicklung von Herz, Gehirn, Nieren, Wirbelsäule und Rückenmark. In Deutschland seien rund 10 000 Kinder jährlich bereits bei ihrer Geburt alkoholgeschädigt. Mit dpa-Material.