Für den guten Zweck

Aldi: Discounter nimmt Produkt aus dem Sortiment – Missverständnis sorgt für Wirbel

Aldi nimmt einen Artikel eher aus den Regalen, als ursprünglich geplant. Kunden reagieren auf Twitter verärgert auf die Aktion.

Deutschland – Aldi Nord wollte einen Großteil der Babynahrung ursprünglich bis Ende des Jahres aus dem Sortiment nehmen. Für einen guten Zweck warf das Unternehmen die alten Pläne über Bord. Ein missverständlicher Post spaltet jetzt allerdings das Netz.

UnternehmenAldi
RechtsformZwei Konglomerate von unverbundenen Unternehmen
Umsatz22,8 Mrd. Euro (Aldi Nord, 2019), 59 Mrd. Euro (Aldi Süd, 2019)

Aldi nimmt Produkt aus dem Sortiment: Auf diesen Artikel werden Kunden verzichten müssen

Rund drei Jahre hat der Discounter Aldi Nord Babynahrung im Standardsortiment gehabt. Doch das soll der Vergangenheit angehören. „Nach umfangreichen Auswertungen und Kundenbefragungen ist jedoch vor einiger Zeit die Entscheidung gefallen, das Sortiment in diesem Bereich bis Ende 2022 deutlich zu straffen und zu verkleinern“ so die Pressestelle von Aldi Nord gegenüber tz.de.

Diese Entscheidung soll schon lange gefallen sein, doch nun aber geht doch alles viel schneller – zugunsten der Ukraine-Hilfe. Denn Aldi möchte im Rahmen des Kriegs mit der restlichen Babynahrung etwas beitragen, und den Menschen vor Ort zu helfen.

Auch andere Unternehmen trennen sich als Zeichen der Solidarität von ihren Produkten, wie Merkur.de* berichtet. Mit der Entscheidung von Aldi seien einige Kunden allerdings nicht zufrieden.

Aldi verbannt Produkt eher aus dem Sortiment: Hilfsaktion beschleunigt den Sortimentwechsel

„Aufgrund der aktuell kritischen Situation in der Ukraine beschleunigen wir nun die geplante Auslistung von Artikeln und verzichten auf den Abverkauf der Restbestände und die Umsätze“, so die Pressestelle. Übrig gebliebene Produkte werden deshalb nicht wie geplant bis zum Ende des Jahres verkauft (mehr News zu Supermärkten und Discountern bei RUHR24).

Stattdessen wird der Restposten als Sofortspende in die Ukraine gehen. Die Babynahrung wird nach Angaben von Aldi Nord an die Caritas Essen weitergeleitet, welche sich zusammen mit DB Schenker um den Transport und die Aufteilung in dem Land kümmert. Das wollte das Unternehmen mit seinen Kunden in den sozialen Netzwerken teilen.

Aldi Nord nimmt Produkt aus dem Sortiment: Trotz im Netz – Einige Kunden verstehen Mitteilung falsch

Doch die Meinungen über die Aktion gehen im Netz weit auseinander, denn besonders ein Post sorgt für Diskussionsstoff, wie tz.de berichtet.

Diesen Aushang, welcher die Änderungen ankündigt, verstehen viele Nutzer falsch. „Das hilft den Ukrainern ganz bestimmt, wenn unsere Kinder hungern“, schreibt eine Userin unter den Twitter-Beitrag. Auch andere Nutzer sind sauer – nicht etwa über die Preiserhöhungen aufgrund des Krieges, sondern über die gutgemeinte Aktion. *RUHR24 und Merkur.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Martin Wagner via www.imago-images.de

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