Alternative ist keine gute Idee

Aldi: Discounter warnt Kunden vor beliebtem Einkaufswagen-Trick

Ohne Münze oder Chip gibt es keinen Einkaufswagen. Und in Zeiten von Corona dann auch keinen Eintritt in den Supermarkt. Ein beliebter Trick ist allerdings keine gute Alternative, warnt Aldi.

Essen – Die Münze oder der Chip für den Einkaufswagen hat in der Corona-Krise noch einmal eine ganz neue Bedeutung bekommen. Wer weder ein 1-Euro-Stück noch Chip zur Hand hat, hat keine Chance – denn ohne Einkaufswagen kommt man aktuell in keinen Supermarkt oder Discounter. Aldi warnt seine Kunden nun davor, auf eine beliebte Alternative zurückzugreifen.

DiscounterAldi
HauptsitzEssen
Gründung1946, Essen
Mitarbeiter37.788 Angestellte bei Aldi Nord (Stand: 2020)

Aldi warnt vor beliebter Alternative für den Einkaufswagen-Chip

Gemeint ist der Schlüsseltrick: Anstatt genervt wieder nach Hause zu gehen, weil man keine Münze oder Plastikchip für den Einkaufswagen im Geldbeutel hat, greifen viele Menschen auf einen Trick zurück. Sie nutzen einfach ihren Haustürschlüssel.

Denn das runde Ende eines Schlüssels passt in den meisten Fällen passgenau in den Münzschlitz eines Einkaufswagens. Durch leichtes Hin- und Herbewegen des Schlüssels, löst sich die Kette vom Einkaufswagen – und man kann ganz entspannt einkaufen gehen (mehr Lifehacks von RUHR24.de).

Wegen Corona: Ohne Einkaufswagen kein Einlass bei Aldi und anderen Märkten

Ursprünglich wurde die Münze im Einkaufswagen als eine Art Absicherung der Supermärkte eingeführt. Mit dem Pfandsystem wollten die Händler verhindern, dass Einkaufswagen im großen Stil geklaut oder einfach irgendwo stehen gelassen werden. Bei Aldi gibt es zwar auch die Sicherung per Münze, aber der Discounter hat sich noch etwas anderes einfallen lassen: So sollen die Einkaufswagen von Aldi eine geheime Wegfahrsperre haben.

Hat auch ganz gut geklappt – die meisten Menschen bringen nach ihrem Einkauf den Wagen brav zurück und bekommen ihr 1-Euro-Stück oder den Plastikchip zurück. Andere verzichteten gänzlich auf den Einkaufswagen und nutzen Tasche, Korb oder Hände, um die Einkäufe zu transportieren.

In Zeiten von Corona – undenkbar. Selbst wer nur einen kleinen Schokoriegel bei Aldi, Rewe und Co. für den Hunger zwischendurch ergattern will, braucht einen Einkaufswagen. Damit wollen die Supermärkte und Discounter den Überblick behalten, wie viele Menschen sich aktuell im Geschäft befinden und verhindern, dass es nicht zu voll wird. Außerdem soll der Einkaufswagen als Mittel zum Zweck dienen, den Mindestabstand einzuhalten.

Keine Münze für den Einkaufswagen? Aldi warnt vor Schlüsseltrick

Die Kunden sind inzwischen daher noch öfter in dem Dilemma, ohne passende Münze oder Chip für den Einkaufswagen vor dem Supermarkt zu stehen. Der Schlüsseltrick ist daher so beliebt wie noch nie. Eine Nutzerin soll den Trick auch nochmal in der Facebook-Gruppe Aldi Mums geteilt haben – was mit über 2000 Likes und zahlreichen Kommentaren gut ankam (mehr News über Aldi bei RUHR24.de).

Aldi rät seinen Kunden, besser eine Münze oder einen Chip zu verwenden. Wer nichts zur Hand hat, soll an der Kasse fragen.

Und auch Aldi wurde dadurch auf den Schlüsseltrick aufmerksam, den inzwischen viele Kunden anwenden. Doch der Discounter ist alles andere als begeistert und spricht stattdessen eine Warnung aus, wie merkur.de* berichtet. Denn beim Versuch, den Einkaufswagen mit einem Schlüssel zu entsperren, komme es häufig vor, dass viele Schlüssel abbrechen oder sich verformen. Auch die Münzschlitze der Einkaufswagen können dadurch beschädigt werden.

Aldi appelliert an Kunden: Münze oder Chip für Einkaufswagen verwenden

„Wir empfehlen, dass unsere Kunden weiterhin Münzen oder Aldi-Einkaufschips nutzen, um ihre Einkaufswagen zu entsperren. Andere Objekte können steckenbleiben oder beschädigt werden“, hieß es von Aldi auf Anfrage des Portals Yahoo Style.

Wer beides nicht zur Hand hat, solle lieber andere Kunden oder an der Kasse fragen, ob geholfen werden kann. Außerdem gebe es die Chips für den Einkaufswagen oft als kostenloses Werbegeschenk oder für nur knapp einen Euro beim Discounter zu kaufen. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa, Collage: RUHR24.de

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